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In der Vollmondnacht vom 16. auf den 17. August taucht der Mond in den Kernschatten der Erde ein: es kommt zu einer partiellen Mondfinsternis. Neumond ist am 1. und 30. August, wobei der Mond am Monatsersten die Sonne bedeckt. Am 2. August kann mit Hilfe des Abendsterns Venus die schmale Mondsichel bis 30 Minuten nach Sonnenuntergang gefunden werden. Am 3. August steht die Mondsichel in der noch hellen Abenddämmerung zwischen Mars und Saturn. Am 23. August kommt es zu einer Plejaden-Bedeckung.
Mit einer Größe von 0.8124 ereignet sich in den späteren Abendstunden des 16. August 2008 eine tiefe partielle Mondfinsternis. Wie schon die Februar-Finsternis, ist auch sie vom deutschen Sprachraum aus in ihrer gesamten Phase zu beobachten, in Westeuropa läuft die Halbschattenphase bereits, wenn der Vollmond aufgeht. Auch diesmal steht der Mond in einer mittleren Entfernung zur Erde (386 483 km) im Sternbild des Steinbocks. Wenn der Trabant je nach Beobachtungsort gegen 20:30 Uhr MESZ im Südosten aufgeht, beginnt fast zeitgleich die Halbschattenfinsternis. Die eigentliche partielle Mondfinsternis mit dem Durchlaufen des zentralen Kernschattens findet zwischen 21:35.4 Uhr MESZ und 00:44.4 Uhr MESZ statt, dauert also gut 4 Stunden.
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Im Maximum um 23:10.0 Uhr MESZ steht nur noch die nördliche Mondkalotte als schmale Sichel am Himmel, während der grosse Rest des Mondes in einem rostroten fahlen Licht schimmert. Die in den untersten Luftschichten der Erdatmosphäre gebrochenen und gestreuten Sonnenstrahlen gelangen in den an sich dunklen Kernschattenkegel und vermögen den Mond in den irdischen Dämmerungsfarben schwach zu erhellen.
Für die Beobachtung sind keine technischen Hilfsmittel erforderlich. Besonders schön ist das Naturschauspiel mit einem Fernglas zu verfolgen.
Der Mond geht am 23. August in Zürich um 22.57 Uhr MESZ, in Berlin bereits um 22.09 Uhr MESZ auf. In diesem Moment schickt sich der abnehmende Halbmond an, die Plejaden zu bedecken. Während man in Nordeuropa die Bedeckungen von Eta Tauri und 24 Tauri knapp über dem Horizont verfolgen kann, steht der Trabant für Zürich mitten im Siebengestirn (vgl. Grafik, Situation um 23 Uhr MESZ). Wir erleben also bloss noch das Ende der Bedeckung. Dennoch dürfte es sich bei klarem Wetter lohnen, mit einem Fernglas die spezielle Konstellation zu beobachten. Allerdings ist ein erhöhter Standort mit freier Sicht nach Nordosten vorteilhaft. Wie aus den Angaben ersichtlich wird, erreicht der Mond zum Ende der Plejadenbedeckung nur gut 4° Horizonthöhe!
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Mit einem Feldstecher oder Fernrohr erscheinen Mondkrater, Berge und Täler an der Lichtschattengrenze des Mondes besonders plastisch, da hier die Sonnenstrahlen flach auf das Mondrelief fallen und lange Schatten werfen. Die beste Zeit für die Mondbeobachtung ist deshalb der zunehmende Mond zwischen Neumond und Vollmond am Abend, oder der abnehmende Mond in der zweiten Nachthälfte. Vollmond ist für die Mondbeobachtung ungünstig, da dann die Sonnenstrahlen fast senkrecht auf die Mondoberfläche fallen und keine Schatten werfen. Als Orientierungshilfe können Sie unsere interaktive Mondkarte verwenden, welche über 800 Krater und Mondmeere beinhaltet.
Mond-Beobachtungen |
Für Mondbeobachtungen ist das Zeitintervall vom 5. bis 18. August besonders geeignet, weil dann die Schattengrenze von der Erde aus abends gut beobachtet werden kann. |
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Erdlicht |
Am 6. und 7. und zwischen 25. bis 28. August erhellt das reflektierte Erdlicht die sonnenabgewandte Mondoberfläche genügend, so dass die gesamte Mondscheibe von blossem Auge gut gesehen werden kann, und nicht nur die helle Mondsichel. |
Schmale Mondsichel |
In der Abenddämmerung am 2. August ist die schmale Mondsichel eventuell erstmals nach Neumond zu sehen. Obwohl seit dem Neumondzeitpunkt bereits 33 Stunden vergangen sind, steht der Mond bei Sonnenuntergang nur wenige Grad über den Westhorizont. Mit dem Sichtungsversuch beginnen Sie rund 15 Minuten nach dem Sonnenuntergang und beobachten eine Stelle 17° südlich des zuvor bestimmten Sonnenuntergangspunktes. Der Mond sollte dann rund 4° über dem mathematischen Horizont stehen. An diesem Tag kann sogar der neue Abendstern Venus als Hilfe zur Mondsuche verwendet werden: Der Mond hält sich an diesem Abend rund 3° links von Venus auf. Für die Beobachtung benötigen Sie eine tiefe Horizontlinie gegen Westen. Am 3. August ist die Mondsichel gut zu finden, immer noch recht tief in der Abenddämmerung. Am 29. August ist die Mondsichel 39 Stunden vor Neumond letztmals in diesem Monat in der Morgendämmerung zu finden. |
Deep-Sky Beobachtungen |
Die abendliche Beobachtung von lichtschwachen Himmelsobjekten (z.B. Deep-Sky-Objekten wie Galaxien, Nebel, Sternhaufen) führt man am Besten bis zum 10. August, bzw. ab dem 21. August durch − dann stört das Mondlicht abends nicht. |
| August 2008 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die folgenden Daten beziehen sich auf den deutschsprachigen Raum. Verwenden Sie CalSky, um ortsgenaue Zeiten und Abstandsdaten zu erhalten.
Venus |
2. August, in der Abenddämmerung
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Mars, Saturn |
3. August, hellere Abenddämmerung
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Antares |
10. August, abends, bis nach Mitternacht
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Jupiter |
13. August, bis 14. August 3 Uhr
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Plejaden-Bedeckung |
23. August, ab Mondaufgang um 23 Uhr
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