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Schlagzeilen Juli 2008

Partielle Sonnenfinsternis am 1. August

Berlin: Animation der Sonnenfinsternis vom 1. August 2008
Um die Mittagszeit findet am Freitag in weiten Teilen Europas eine partielle Sonnenfinsternis statt. Der Halbschatten des Mondes nähert sich kurz vor 11 Uhr MESZ von Nordwesten Deutschland und der Schweiz und erfasst Düsseldorf um 10.40 Uhr MESZ, Berlin um 10.44 Uhr, Basel um 10.53 Uhr MESZ und Wien um 10.58 Uhr. Um 11.01 erlebt man auch im südlichen Chiasso den Finsternisbeginn.
tba. Von oben links her schiebt sich der Neumond im Augenblick des Finsternisbeginns vor die Sonne. . . 31.07.2008

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Plasma-Geschosse erzeugen Polarlichter

Konzept eines Künstlers der fünf THEMIS Satelliten, wie sie im Magnetoschweif der Erde aufgereiht sind, und zwischen dem 4. und 5. Satelliten eine Explosion stattfindet. Grafik NASA.
Polarlichter und geomagnetische Stürme werden durch sich rasch bewegende Wolken aus Protonen und Elektronen erzeugt, die wiederum durch die Wiederverbindung von Magnetfeldlinien im Erdmagnetfeld entstehen. Dies die Folgerung, nachdem die NASA den Ursprung zweier Plasma-Geschosse in etwa 1/3 der Mondentfernung messen konnte.
fer. Für die Untersuchungen verwendeten die Forscher Daten der fünf THEMIS-Satelliten der NASA. . . (NASA), 31.07.2008

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Beste Bilder vom Marsmond Phobos

Am 23. Juli 2008 nahm die vom DLR betriebene Stereokamera auf Mars Express die bis heute detailliertesten Bilder der Oberfläche des Marsmondes Phobos auf. Die Bilddaten mit einer Auflösung von 3,7 Metern pro Pixel wurden aus einer Entfernung von 93 Kilometern aufgenommen. Der Ort des Bildausschnitt unten rechts ist markiert. Bild: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum).
Die ESA-Sonde Mars Express konnte die bisher am höchsten aufgelösten Bilder des Marsmondes Phobos aufnehmen. Die Raumsonde flog an dem etwas mehr als 25 Kilometer großen Marstrabanten vorbei und kam Phobos bis auf 93 Kilometer nahe. Dabei wurde eine von der Kamera bislang noch nicht fotografierte Gegend auf der dem Mars abgewandten Seite der Nordhalbkugel beobachtet.
aba. Damit die Bilder von Phobos bei hoher der hohen Vorbeifluggeschwindigkeit von 3 Kilometer pro Sekunde (11'000 Stundenkilometer) und der gleichzeitig sehr kurzen Entfernung zum Mond (DLR), 31.07.2008

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Partielle Sonnenfinsternis in Europa am 1. August. Berlin/Zuerich: Beginn 10:44/:54, Mitte 11:38/:31 (30%/12%), Ende: 12:33/:09. Total: Kanada-Russland-China. 30.07.2008

Erstmals Akkretionsscheibe eines Quasars beobachtet

Polarisationsmessung: Das rote Objekt oben links zeigt einen Quasar, den Kern einer aktiven Galaxie. Staubwolken in der Umgebung verunreinigen die Strahlung der Akkretionsscheibe (oben rechts). Ein Polarisationsfilter (unten) unterdrückt den unpolarisierten Anteil der Staubwolken-Strahlung, der Anteil der Akkretionsscheibe bleibt übrig. Die Forscher können das Spektrum der Akkretionsscheibe ableiten und die theoretischen Modelle bestätigen. Grafik: M. Kishimoto, Wolkenbild M. Schartmann.
Dass sie existieren, beweist die extrem starke Strahlung, die sie aussenden. Ins Innere der aktiven Galaxien, den Quasaren, hineinschauen konnten Astronomen jedoch bisher nicht. Denn sie verbergen sich in riesigen Staubwolken. Im Inneren vermutete man Schwarze Löcher, die Gas und Sterne aus ihrer Umgebung „einsaugen“. Die eingesammelte Materie kreist dann in der so genannten Akkretionsscheibe um den Kern und sendet den größten Anteil der Strahlung der Galaxie aus. Bis vor kurzem nur in der Theorie belegt, konnte eine solche Scheibe erstmals direkt beobachtet werden. 24.07.2008

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Junge Sterne im Milchstrassen-Zentrum

Ein Doppelstern (grün) in der Nähe des Schwarzen Lochs (rot) im Zentrum der Milchstraße, bevor das Paar auseinander gerissen wird. Grafik Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Die Herkunft einer Klasse junger Sterne, die dem Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße besonders nahe sind, scheint durch Computersimulationen geklärt zu sein.
aba. Das Zentrum der Milchstraße ist ein Ort der Extreme: Dort befindet sich ein Schwarzes Loch, um das auf engstem Raum mehr Sterne kreisen als irgendwo sonst in der Galaxis. Besonders nah ist ihm eine Gruppe junger Sterne, die so genannten S-Sterne. Ihre Herkunft war den Astronomen bislang schleierhaft. . . (Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn), 22.07.2008

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Deutschlands erstes Satelliten-Aufklärungssystem ist komplett

Start: von SAR-Lupe 5 mit einer russischen Cosmos 3M-Trägerrakete in Plesetsk. Bild OHB-System AG.
Der fünfte deutsche Aufklärungssatellit des SAR-Lupe-Systems wurde heute Morgen erfolgreich vom russischen Weltraumbahnhof Plesetsk südlich von Archangelsk gestartet. Die russische Cosmos 3M-Trägerrakete startete planmäßig um 4:40:09 Uhr MESZ und setzte den Radarsatelliten nach etwa einer halben Stunde in seinem erdnahen Orbit in ca. 500 km Höhe aus.
aba. Nach dem Start von SAR-Lupe 5 zeigte der erste Kontakt zwischen dem Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen und dem Satelliten, dass der Satellit ein (OHB/DLR), 22.07.2008

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Jupiter-Waschmittel: Flecken gehen raus

Bildsequenz des Hubble Weltraumteleskops; NASA, ESA, A. Simon-Miller (Goddard Space Flight Center), N. Chanover (New Mexico State University), and G. Orton (Jet Propulsion Laboratory).
Der Grosse Rote Fleck (GRF) ist ein bereits seit dem 17. Jahrhundert bekannter Antizyklon auf Jupiter. Seit 2006 wird ein „Junior“-Fleck beobachtet, der bereits knapp am GRF vorbei gezogen ist. Weniger Glück hatte ein erst vor wenigen Monaten entdeckter Fleck, der nun vom GRF gefangen wurde und verschwindet.
aba. Die Bildserie entstand mit dem Hubble Weltraumteleskop zwischen Mai und letzter Woche und zeigt die Annäherung der drei Jupiter-Flecken. . . 18.07.2008

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Stern mit der 3,2-Millionenfachen Leuchtkraft der Sonne entdeckt

Der hellste Stern der Milchstrasse? (NASA/JPL-Caltech/L. Oskinova, Universität Potsdam).
Im Zentrum unserer Galaxis haben Forscher der Universität Potsdam einen Stern mit der Helligkeit von 3,2 Millionen Sonnen entdeckt. Der Stern mit der Bezeichnung WR 102ka und dem Übernamen „Pfingstrosennebel-Stern“ ist damit der zweithellste bisher entdeckte Stern nach Eta Carinae, der so hell leuchtet wie 4,5 Millionen Sonnen.
aba. Bisher war Eta Carinae der alleinige Spitzenreiter in der Milchstraße, was die Leuchtkraft betrifft. . . (Universität Potsdam/NASA), 17.07.2008

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Andauernde Flaute bei der Anzahl Sonnenflecken

Der Sonnenzyklus von 1995-2015. Die rasch variierende Kurve zeigt die gemessene Anzahl an Sonnenflecken, die glatten Kurven sind die Vorhersagen. Grafik: D. Hathaway/NASA/MSFC.
Die Sonne befindet sich derzeit am unteren Punkt ihres 11-jährigen Aktivitätszyklus, dem Minimum des Sonnenfleckenzyklus. Obwohl Minima ein normaler Aspekt des Sonnenzyklus sind, wundern sich einige Beobachter über die Länge des andauenden Minimums, das sich nun schon durch das dritte Jahr zieht.
fer. Während eines solaren Maximums sind riesige Sonnenflecken und intensive Sonneneruptionen eine tägliche Erscheinung. Nordlichter erscheinen bis in den deutschsprachigen Raum. Strahlenstürme beschädigen Satelliten. Funkstörungen frustrieren Amateurfunker. . . (NASA), 14.07.2008

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Ist das Universium transparenter als vermutet?

Das MAGIC-Teleskop auf  der Kanarischen Insel La Palma. Foto Karl Mannheim.
Astronomen ist es gelungen, hochenergetische Gammastrahlen eines weit entfernten Quasars auf der Erde nachzuweisen. Weil diese nach einer Strecke von fünf Milliarden Lichtjahren eigentlich schon längst durch Wechselwirkung mit Photonen verloren gegangen sein müssten, wirft diese Entdeckung auch neue Fragen über die Gestalt des Weltalls auf.
aba. Das Wissenschaftsmagazin Science berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über die Arbeit der Astronomen aus Würzburg. . . (Julius-Maximilians-Universität Würzburg), 04.07.2008

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Neues vom Merkur

Farbbild des Caloris Basins und der umliegenden Gebiete. Orangefarbene Stellen innerhalb des Caloris Basins zeigen vulkanisch aktive Gebiete. Abbildung: Science/AAAS.
Mit dem Merkur-Vorbeiflug der Messenger-Sonde am 14. Januar 2008 konnten einige Entdeckungen gemacht werden, beispielsweise ist Merkurs Magnetfeld "lebendig" und Vulkanschlote sind im riesigen Caloris Basin des Planeten zu finden. Zudem ist Merkur ist stärker geschrumpft als bisher angenommen.
fer. Dies sind nur einige der neuen Entdeckungen, die das Messenger-Raumschiff der NASA gemacht hat, als es am 14. Januar 2008 am Merkur vorbei flog. . . (NASA), 04.07.2008

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31.07.2008 16:58 Uhr, Arnold Barmettler

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