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Der Sternenhimmel

Sternkarte und Beschreibung für: MEZ 

Am Himmel befinden sich nun Sterne, die dem Sommer, Herbst und Winter zugeordnet werden. Die Wintersternbilder mit dem zusammenfassenden Wintersechseck stehen nun allesamt im Osten und Südosten. Die Milchstrasse ragt vom Nordwesten (Schwan) über den Zenit (Perseus) nach Osten und lädt zu Besuch mit seinen vielen Sternhaufen. Aber auch unsere Nachbargalaxien stehen in Zenitnähe: M31 und M33.

Sternenhimmel von CalSky
Kartennummer 20
Der gesamte Sternenhimmel über Mitteleuropa. Die Sterne wurden für die gewählte Zeit dargestellt. Das Kreuz in Bildmitte symbolisiert den Zenit, den Punkt genau über Ihrem Kopf. Um den Himmel in Südrichtung zu beobachten, halten Sie die Sternkarte so, wie sie auf dem Bildschirm erscheint, also das Symbol für Süden 'S' gegen unten und gegen Ihre Südrichtung halten. Sie können dann die Sterne zwischen Bildrand und dem Zenitkreuz identifizieren. Für die einfache Beobachtung in andere Himmelsrichtungen sollten Sie sich die Karte ausdrucken und dann jeweils die gewünschte Himmelsrichtung auf der Karte nach unten drehen. Öffne Sternkarte in separatem Fenster.
Sie können den Namen von hellen Sternen und Nebel unter Ihrem Mauszeiger in der Statuszeile Ihres Browsers und in der Textbox ablesen.
Die Stern-Position stimmt in der Karte nicht exakt mit dem tatsächlichen Sternenhimmel überein, hierfür sollten Sie sich Ihre eigene individuelle genaue Sternkarte erstellen und interaktiv die Schönheiten des Himmels entdecken. © A. Barmettler.

Spaziergang am Himmel

Was präsentiert Ihnen der abendliche Sternenhimmel zum Ausklang des Jahres? Sehen Sie sich unsere Sternkarte an und Sie haben den Überblick. Aber nur dann können Sie die Schönheiten auch einfangen, wenn Sie nach draussen gehen!

Vielleicht haben Sie bereits das Glück, in einer Schneelandschaft zu leben mit dem knirschenden Schnee und dem eisigen Wind im Gesicht. Heben Sie Ihren Blick vom hellen Schnee in den schwarzen Himmel und bewundern Sie Orion und seine hellen Begleiter, wie diese im Osten und Südosten langsam den Himmel hochsteigen.

Ein weiterer Blick auf unsere Karte zeigt, dass neben den bekannten Wintersternbildern noch weitere auffällige Sternbilder sichtbar sind: Beispielsweise steigt der Grosse Wagen steil vom tiefsten Punkt seiner Bahn im Norden hoch. Und der Kleine Wagen hängt fast hilflos am Polarstern festgenagelt über dem Nordhorizont.

Selbst ein Überrest des Sommerdreiecks ist noch auszumachen: Tief im Nordwesten fliegt der Schwan geradewegs dem Boden entgegen. Sein Hauptstern, Deneb, leuchtet schon fast einsam in dieser Himmelsgegend. Auch Vega funkelt noch für kurze Zeit über dem Nordwesthorizont.

Vom Schwan aus führt die Milchstrasse steil vom Horizont weg zum Zenit und gegen Osten: Wenn Sie das Glück haben, von einem dunklen Ort aus beobachten zu können, werden Ihnen in diesem glimmenden Band viele Sternhaufen entgegenfunkeln. Durchwandern Sie die Milchstrasse mit einem Fernglas oder einem Teleskop, um die zahllosen Juwelen unserer eigenen Galaxie zu entdecken!

Pinwheel-Galaxie im Dreieck

Die Pinwheel-Galaxie im Sternbild Dreieck. M33, NGC598. © Martin Mutti.
Mehr Informationen zu diesem Galaxie finden Sie auf unserer Objektseite, und bei unserem CalSKY die Aufsuchkarten.
Krebsnebel M1.

Aber nicht nur Objekte in unserer näheren 'Nachbarschaft' suchen unsere Aufmerksamkeit. Über unseren Köpfen, fast im Zenit, steht unsere Nachbargalaxie, M33 im Sternbild Dreieck (NGC 598). Wegen ihrer auffälligen Form auf astronomischen Fotografien wird diese Galaxie auch Pinwheel-Galaxie genannt. Sie kann in klaren Nächten bereits von blossem Auge erkannt werden. Sie befindet sich unmittelbar westlich (rechts) des Dreiecks (Vorsicht, nicht mit der Andromeda-Galaxie verwechseln, die sich ebenfalls in der näheren Umgebung befindet!).

Von blossem Auge zeigt sich höchstens ein verschwommenes Flecklein, ein kleiner ovaler Nebel von der Grösse eines Vollmonddurchmessers. Aber auch hierfür sollten Sie das Objekt durch indirektes Sehen suchen: Visieren Sie Ihre Augen auf die Umgebung des Sternbildes Dreiecks, und konzentrieren sich aber auf Punkte ein paar Finger breit vom anvisierten Ziel entfernt. Haben Sie dann den Flecken gefunden, versuchen Sie ihn anschliessen direkt anzusehen - und er verschwindet wieder. Dieser Effekt rührt von der Physiologie des Auges her, weil die Zentralgrube für eine gute Sehschärfe mit Zapfen für das farbige Sehen ausgestattet ist, was aber einer hellen Beleuchtung bedarf. Die lichtempfindlichen Stäbchen (für das schwarz-weisse Sehen) fehlen dort fast vollständig. Ausserhalb der Zentralgrube am Auge nimmt die Zahl der Zapfen rasch ab und die der Stäbchen steigt an. Deshalb ist das Auge ausserhalb der zentralen Sehachse lichtempfindlicher.

Die Andromedagalaxie ist übrigens bei dunklem Himmel hell genug, um auch bei direktem Sehen erkannt zu werden - die Pinwheel-Galaxie ist aber bereits rund 8-mal lichtschwächer! Nehmen Sie zur Aufsuchhilfe ein Fernglas zur Hand; mit einer Helligkeit von 5.7mag sollte die Pinwheel-Galaxie deutlich als Fleck erkennbar sein. Um die Spiralarme von M33 visuell zu sehen bedarf es aber bereits einem grossen Teleskop. Seien Sie also nicht enttäuscht, wenn Sie beim Blick durch das Teleskop Ihrer öffentlichen Sternwarte keine Spiralarmstruktur wie auf der Foto erkennen...

Wintersternbilder

Was sind das nun für Sternbilder im Osten und Südosten, welche fast sämtliche hellen Sterne des Himmels in einer relativ kleinen Region konzentrieren? Das bekannteste Sternbild ist der Orion - seine äuffällige Sternreihe aus drei fast gleich hellen Sternen und dem umschreibenden Rechteck machen ein Muster aus, das rasch wiedererkannt wird! Die drei Sterne (nach denen wir übrigens unsere aktuellen Internet-Server benannt haben) werden Gürtelsterne genannt - sie bilden den Gürtel der mythologischen Jägerfigur des Orion. Unterhalb dieser ist eine längliche Sternansammlung auszumachen - das Schwert. Der bekannte Orion-Nebel ist Teil dieser Ansammlung. Der helle Stern unten rechts heisst Rigel.

Links unterhalb des Orion, noch sehr tief, funkelt ein heller Stern. Dies ist der hellste Stern am Firmament und wird Sirius genannt. Er ist der Hauptstern des Sternbildes Grosser Hund. Weiter links, wieder etwas höher, scheint ein weiterer recht heller Stern. Es ist Procyon vom Kleinen Hund.

Höher, nochmals etwas weiter links, stehen zwei fast gleich helle Sterne nicht weit voneinander entfernt - Pollux und Castor von den Zwillingen. In Zenitnähe befindet sich die Capella im Sternbild Fuhrmann, durch das auch die Milchstrasse führt. Capella steht übrigens am Silvester zu Mitternacht fast genau im Zenit!

Schliessen wir nun unseren gedanklich gezogen Kreis Richtung Rigel, so kommt noch der Aldebaran im Stier auf diesen zu liegen. Die sieben erwähnten Sterne bilden die Ecken eines Sechsecks aus äuffällig hellen Sternen - dieses wird häufig Wintersechseck genannt (siehe Karte). Dabei werden Castor und Pollux als eine Ecke betrachtet.



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26.12.2003 21:10 Uhr, Arnold Barmettler

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