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Schlagzeilen August 2007

Der Weg von metergroßen Brocken zu Planetesimalen

Geburt in der Urwolke: Der Ausschnitt der zirkumstellaren Scheibe zeigt, dass sich an der hellen Stelle so viel Materie ansammelt, dass ein lokaler Kollaps einsetzt. Diese Verdichtung bleibt in der turbulenten Strömung stabil und fängt mit der Zeit immer mehr Materie aus der Scheibe ein. Schließlich bildet sich ein Miniplanet, der später mit vielen anderen zusammenstößt und einen großen Planeten bildet. Grafik: Max-Planck-Institut für Astronomie.
Planeten werden aus kosmischen Gas- und Staubwolken geboren. Darin bilden sich im Lauf der Zeit kleine Materiebrocken, die dann zu Bausteinen von der Größe eines winzigen Asteroiden verklumpen. Ein internationales Team - darunter Forscher aus dem Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg - hat simuliert, wie diese Asteroiden zu Planeten heranwachsen. Eine Rolle dabei spielen turbulente Strömungen.
aba. Selbst unser riesiges Sonnensystem hat mal klein angefangen. . . (Max-Planck-Institut für Astronomie / Nature vom 30. August 2007), 31.08.2007

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Asteroid Vesta dank Jupiter einfach beobachten

Aufsuchkarte von Vesta und Jupiter für Ende August. Die Sternkarte ist im Horizontsystem für 22 Uhr MESZ gezeichnet, zeigt also den Anblick durch z.B. ein Fernglas. Grafik: A. Barmettler.
Bis am 30. August nähert sich der Kleinplanet Vesta dem hellen Gasplaneten Jupiter bis auf 0.4 Winkelgrade. Während Jupiter mit einer Helligkeit von -2.2 Grössenklassen momentan den Abendhimmel dominiert, benötigt man für die Sichtung der rund 500 Kilometer grossen Vesta mindestens ein Fernglas: Der Kleinplanet ist nur 7.2 Grössenklassen hell.
aba. Ende Monat bietet Jupiter eine einfache Aufsuchhilfe, um den Asteroiden Vesta jeweils Abends bereits mit einem Fernglas zu sehen: In den Tagen um den 30. . . (CalSky.com), 22.08.2007

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Space Shuttle Endeavour in Florida gelandet

Endeavour rollt auf der Piste des Kennedy Space Centers aus. Bild NASA TV.
Die Raketenzündung für die Bremsung des Space Shuttles Endeavour erfolgte am Dienstag um 17.25 Uhr MESZ über Malaysia. Nur knapp eine Stunde später landete der Raumgleiter im Kennedy Space Center in Florida.
aba. Die Mission STS-118 zur Internationalen Raumstation ISS dauerte 12 Tage, 17 Stunden und 56 Minuten. Die Raumstation wurde mit einem neuen Modul weiter ausgebaut und Astronauten waren zahlreiche Arbeitstage damit beschäftigt nahezu 3 Tonnen Vorräte an Bord der ISS zu schaffen.
Die Astronauten unternahmen während dem 119. . . 21.08.2007

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Externer Artikel - astro!nfo übernimmt keine Verantwortung! Shuttle auf dem Weg nach Florida. Landung um 18.32 Uhr MESZ

Raketenzündung für die Bremsung des Space Shuttles Endeavour erfolgte am Dienstag um 17.25 Uhr MESZ. 21.08.2007

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Live-Beobachtung der Sonnen-Kernfusion

Der Blick in den Borexino-Detektor: Im Innern einer 14 Meter grossen Kugel treffen die Neutrinos auf 300 Tonnen einer speziellen Flüssigkeit und erzeugen dort kleine Lichtblitze. Bild: Borexino Kollaboration.
In jeder Sekunde durchdringen etwa 70 Milliarden Neutrinos aus dem Innern der Sonne eine Fläche von der Größe unseres Daumennagels. Die Geisterteilchen lassen sich jedoch schwer beobachten. So war es bisher unmöglich, Neutrinos mit niedriger Energie in Echtzeit nachzuweisen. Eine Kollaboration aus internationalen Forschern hat jetzt erstmals mit dem Borexino-Detektor Sonnenneutrinos beobachtet und somit neue Signale des Sterns entschlüsselt. Die Teilchen berichteten wie kleine Sonden über die Prozesse im Kern des kosmischen Gasballs.
aba. Ein Leben a (Technische Universität München), 20.08.2007

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Space Shuttle Endeavour kurz vor Rückkehr

Endeavour angedockt am Destiny Labor der Raumstation ISS. Aufnahme während des 3. Aussenbordeinsatz der Mission STS-118. Bild NASA.
Die Shuttle Mission STS-118 konnte weitgehend ihre Ziele erreichen. Neu wurde erstmals ein Space Shuttle an das Energieversorgungssystem der Raumstation ISS angeschlossen. Dadurch konnte die Mission um einige Tage verlängert werden. Weil nun aber der Hurrikan Dean sich Texas nähert, entschloss sich die NASA, die Astronauten doch wieder einen Tag früher auf die Erde zu holen. Die Landung ist nun für Dienstag 21. August 2007 um 18.28 Uhr MESZ geplant.
aba. Die wichtigsten Missionsziele wurden erreicht. . . (NASA), 19.08.2007

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Trägerrakete Ariane 5 ECA bringt zwei Kommunikations-Satelliten ins All

Die Ariane 5 ECA startet in Kourou. Bild ESA.
Die europäische Trägerrakete Ariane 5 ECA ist in der Nacht zum Mittwoch erfolgreich im Startzentrum in Kourou, Französisch Guayana gestartet. Bei dieser rein kommerziellen Mission wurden zwei Telekommunikationssatelliten in den Weltraum transportiert.
aba. Der 33. Start einer Ariane 5 Rakete brachte den Satelliten SPACEWAY 3 für Breitband-Multimedia-Anwendungen in Nordamerika in eine Erdumlaufbahn. Der zweite Satellit, BSAT-3a, wird 20 Millionen Japaner mit digitalen TV-Programmen versorgen. . . (Arianespace/DLR), 15.08.2007

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Erklärung für den Ursprung des G-Staubrings um Saturn

Die Grafik zeigt ein Bild des Cassini-Kamerasystems und die Absorption der Elektronen-Zählrate, gemessen mit MIMI/LEMMS entlang der Cassini-Bahn, beim Durchflug durch den G-Ring arc. MPG/NASA/JPL/Space Science Institute.
Messungen der Raumsonde Cassini enthüllen den Ursprung des geheimnisvollen G-Staubrings um Saturn. Im Gegensatz zu den anderen Staubringen wird der G-Ring nicht durch einen Eismond verursacht. Die neuen Forschungsresultate zeigen nun, dass der G-Ring durch Erosion großer Eispartikel aus einer Region am inneren Rand des Rings gespeist wird.
aba. Während die Herkunft der Staubteilchen in den anderen Staubringen um Saturn jeweils direkt mit einem Eismond in Verbindung gebracht werden konnte (z.B. . . (Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung), 10.08.2007

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Nova Vulpecula 2007 mit 8.5 Grösse

Wieder entdeckt ein Japaner auf Aufnahmen mit einer Canon ESO Digitalkamera eine Nova. Am 8. August betrug die Helligkeit 9.5 mag stieg aber seither um etwa 1 mag an.
mko. Der Japaner Hiroshi Abe (Yatsuka-cho, Matsue, Shimane-ken, Japan) entdeckte auf mehreren 30 Sekunden belichteten Aufnahmen seiner Canon EOS Kiss Digital eine Nova im Sternbild Füchschen. Am 8. August betrug die Helligkeit 9.5 mag stieg aber seither um etwa 1 mag an. Ein möglicher Vorläuferstern erscheint mit 18.1 mag im roten und 17.6 mag im blauen Bereich auf USNO-A2. . . (IAUC 8861, Daniel W.E.Green), 10.08.2007

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Perseiden-Sternschnuppenstrom aktiv

Sternschnuppe.
Der bekannteste Meteorstrom ist in den nächsten Tagen besonders aktiv. Ab 23.30 können jeweils zahlreiche helle Meteore erhascht werden.
aba. Falls in den nächsten Tagen das Wetter mitspielt, verspricht der diesjährige Perseiden-Meteorschauer ein eindrucksvolles Schauspiel am Nachthimmel zu werden. Die Perseiden sind ein Strom von Meteoroiden, die in jedem Jahr die Erdumlaufbahn kreuzen, in die Atmosphäre eindringen und sich dann als Sternschnuppen (Meteore) beobachten lassen. . . (Swiss Astro SMS/DLR), 09.08.2007

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Space Shuttle Endeavour gestartet

Start von Space Shuttle Endeavour zur Mission STS-118. NASA TV.
Am Donnerstag 9.8.2007 ist um 00.36 Uhr MESZ der Space Shuttle Endeavour mit seiner siebenköpfigen Besatzung in Forida gestartet. Der Aufstieg erfolgte bei gutem Wetter ohne Probleme. Am Freitag Abend soll die Raumfähre um 19.50 MESZ an der Internationalen Raumstation ISS andocken. Während der gesamten Mission kann der Shuttle täglich am europäischen Abendhimmel beobachtet werden, wie er gemeinsam mit der ISS innert Minuten über das Firmament zieht.
aba. Zur Hauptaufgabe der siebenköpfigen Besatzung der Endeavour wird neben der Montage des S5-Trussel (NASA/DLR/CalSky), 09.08.2007

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Wiedereintritt über dem Pazifik

Die Karte zeigt die vermeintliche Ort des Wiedereintritts der Sojus-Rakete im Pazifik.
Von Europa aus konnte die Sojus-Rakete des Progress-Weltraumfrachters auf ihrer letzten Erdumrundung nur von Griechenland aus beobachtet werden.
aba. Die Luftreibung hat der Sojus-Rakete gemäss offiziellen amerikanischen Stellen rund 2 Stunden früher zu schaffen gemacht, als berechnet. So dürfte der Absturz über Inseln im Pazifik östlich von Australien wegen der frühmorgendlichen Zeit vor allem Piloten aufgefallen sein. Von Europa aus konnte die Rakete auf ihrer letzten Erdumrundung nur von Griechenland aus beobachtet werden. . . 07.08.2007

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Der himmlische Wolf besuchte das Geissenhäuschen

Thomas Baer fotografierte die Plejadenbedeckung am 7. August 2007.
Am Dienstag früh, 7. August 2007, war es wieder soweit. Auf seinem monatlichen Lauf um die Erde traf der abnehmende Sichelmond auf das Sterngrüppchen der Plejaden. Astronomisch und mythologisch hat die Bedeckung des Siebengestirns Analogien zum bekannten Märchen "Der Wolf und die sieben Geisslein".
tba. Auch wenn der gefrässige Mondwolf dieses Mal nicht alle sechs hellen Sterne verschlang, konnte das kosmische Schauspiel vor der nächsten Schlechtwetterfront einwandfrei mit einem Fernglas beobachtet werden. . . 07.08.2007

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Abstürzende Rakete über Europa

Bild: Bodenpfad (rot) der möglicherweise letzten Überfluge einer Sojus-Rakete über Europa am 6. August um 22:08 MESZ. Grün: der grosse Oval zeigt das Sichtbarkeitsgebiet des Satelliten von der Erde aus, der kleine Kreis die Satellitenposition. Es sind ebenso die Überflugs-Bodenpfade einen Umlauf vor- und nachher eingezeichnet. CalSky.com.
Am Abend des 6. August wird eine russische Sojus-Raketenstufe des letzten Versorgungsflugs zur Raumstation ISS abstürzen - möglicherweise von Europa aus sichtbar.
aba. Der Versorgungsflug Progress M-61 startete am 2. August 2007 zur Raumstation ISS und dockte am 5. August an die ISS. Die Rakete, welche den Frachter mit seinen 2300 kg Nutzlast in den Weltraum brachte, wird am 6. August in der Erdatmosphäre verglühen. . . 06.08.2007

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Rauchender Stern RY Sagittarii

Bilder der Wolken um RY Sagittarii zu unterschiedlichen Zeiten bestätigen die Ursache für die Lichtvariation von R CrB Sterne (ESO/NACO/VLT).
Mit dem Very Large Telescope Interferometer der ESO in den chilenischen Anden konnte eine riesige Staubwolke um den Stern RY Sagittarii nachgewiesen werden.
aba. Der Stern RY Sagittarii verdunkelt sich wie der Stern R Coronae Borealis alle paar Jahre für einige Monate.
R Coronae Borealis (R CrB) ist der Prototyp einer Klasse von Veränderlichen, deren "Ausbruch" nicht im plötzlichen Anstieg der Helligkeit, sondern umgekehrt im plötzlichen schwächer werden besteht. . . (ESO), 05.08.2007

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Start des Space Shuttle Endeavour am Donnerstagmorgen

Space Shuttle Endeavour auf der Startrampe in Florida. Bild NASA.
Mit dem Start des Space Shuttle Endeavour will die NASA einen weiteren Flug zum Ausbau der Internationalen Raumstation ISS durchführen. Wegen einem defekten Ventil wurde der Start auf Donnerstag 9. August 00.36 Uhr MESZ verschoben.
aba. Der Start des Space Shuttle Endeavour vom Kennedy Space Center in Florida ist um einen Tag verschoben worden. Ursache der Verschiebung ist zusätzlicher Zeitbedarf für die Startvorbereitung, da ein Druckausgleichsventil in der Kabine der Endeavour ausgetauscht werden musste. . . (DLR/CalSky), 04.08.2007

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Raumschiff unterwegs zu Mars

Phoenix startet in Florida.
Die Delta-II Rakete mit der amerikanischen Phoenix Marsmission startete am Samstag in Florida. Phoenix soll am 25. Mai 2008 in der Nordpolregion des Mars landen und dort nach Spuren von Leben suchen.
aba. Das Startfenster für den Start der Mars-Mission Phoenix öffnete am 3. August und dauerte bis am 24. August. Der früheste Starttermin wurde von der NASA wegen schlechtem Wetter bereits früh aufgegeben, aber bereits am zweiten Termin, am 4. August 2007, klappte der Start. . . (NASA), 04.08.2007

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31.08.2007, Arnold Barmettler

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