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Der Sternenhimmel

Sternkarte und Beschreibung für: MESZ 

Abseits von Städten fällt sofort das schwach schimmernde Band der Milchstrasse hoch am Himmel auf. Es zieht sich von Nordosten von der Cassiopeia üben den Zenit durch das Sommerdreieck und bis an den Südhorizont mit den südlichsten Sternbilder der Ekliptik, Skorpion und Schütze.

Sternenhimmel von CalSKY
Der gesamte Sternenhimmel über Mitteleuropa. Die Sterne wurden für die gewählte Zeit dargestellt. Das Kreuz in Bildmitte symbolisiert den Zenit, den Punkt genau über Ihrem Kopf. Um den Himmel in Südrichtung zu beobachten, halten Sie die Sternkarte so, wie sie auf dem Bildschirm erscheint, also das Symbol für Süden 'S' gegen unten und gegen Ihre Südrichtung halten. Sie können dann die Sterne zwischen Bildrand und dem Zenitkreuz identifizieen. Für die einfache Beobachtung in andere Himmelsrichtungen sollten Sie sich die Karte ausdrucken und dann jeweils die gewünschte Himmelsrichtung auf der Karte nach unten drehen. Öffne Sternkarte in separatem Fenster.
Sie können den Namen von hellen Sternen und Nebel unter Ihrem Mauszeiger in der Statuszeile Ihres Browsers und in der Textbox ablesen.
Die Stern-Position stimmt in der Karte nicht exakt mit dem tatsächlichen Sternenhimmel überein, hierfür sollten Sie sich Ihre eigene individuelle genaue Sternkarte erstellen und interaktiv die Schönheiten des Himmels entdecken.. © A. Barmettler.

Spaziergang am Himmel

Die Sommermilchstrasse von 1996. Der helle Stern ist der Planet Jupiter. Er befand sich 1996 im Sternbild Schütze. © R. Brodbeck.
Milchstrasse im Sternbild Schuetze

Die Milchstrasse verläuft im August vom Südhorizont her kommend steil in die Höhe. In einer richtig dunklen Nacht in den Bergen hat man manchmal den Eindruck, dass die Milchstrasse eine Aneinanderreihung schwach schimmernder Wolken sei. Wenn man jedoch genauer hinsieht, erkennt man zwei parallel laufende Bänder, die sich erst hoch über unseren Köpfen vereinigen. Woher kommt diese Aufspaltung der Milchstrasse?

Die Milchstrasse kann man sich als diskusförmige Ansammlung aus über 100 Milliarden Sonnen vorstellen. Wir befinden uns auf halben Weg vom Zentrum zum Rand. Bestünde der Diskus nur aus Sonnen (=Sterne), so gäbe es keinen Spalt. Der Raum zwischen den Sternen ist nicht völlig leer. Er enthält auch Staub und Gas. Dieser ist nun nicht regelmässig verteilt, sondern verdickt sich in den Spiralarmen der Milchstrasse. Im Sommer blicken wir an die Aussenwand des nächst inneren gelegenen Spiralarms (Saggitarius-Arm). Seine dunklen Staub- und Gaswolken verdecken uns die Sicht. Nur über und unter den dunklen Wolken können wir noch etwas von unserer Galaxie sehen. Dort wo die Teilung der Milchstrasse hoch über uns endet, blicken wir nicht mehr an den Saggitarius-Arm, sondern streifend an ihm vorbei.

In der Sternkarte sind die Gebiete auffälliger Sternansammlungen, die offenen Sternhaufen, mit gepunkteten kleinen Kreisen dargestellt.

Antares, der Riese im Skorpion

Tief am Südhorizont funkelt auffällig ein heller rötlicher Stern. Es ist Antares im Skorpion. Das Funkeln ist nicht etwa eine Eigenschaft von Antares, sondern wird - wie bei den anderen Sternen auch - von der Erdatmosphäre verursacht. Turbulenzen in der Luft brechen das Licht in ständig wechselnder Weise. Da in mitteleuropäischen Breiten Antares eher tief am Horizont steht, hat sein Licht einen längeren Weg durch die Atmosphäre als das Licht eines Sterns, der hoch über uns steht.

Die Entfernung von Antares wurde vom Satelliten HIPPARCHOS zu 600 Lichtjahren bestimmt. Ausserdem gehört Antares zu den wenigen fernen Sonnen, die von den besten Instrumenten der Welt als Scheibchen und nicht bloss als Punkt gesehen werden können. Sein scheinbarer Winkeldurchmesser am Himmel beträgt 0.04 Bogensekunden. Zusammen mit der Distanz lässt sich so die Grösse dieser fernen Sonne direkt bestimmen. Man erhält über eine Milliarde Kilometer Durchmesser (Durchmesser der Erdbahn: 300 Mio. km). Stünde Antares an der Stelle der Sonne, würde er bis an die Jupiterbahn reichen. Antares hat mit 3300°C eine kühlere Oberfläche als unsere Sonne (5700°C). Deshalb strahlt er fast achtmal weniger Energie pro Quadratmeter seiner Oberfläche ab als unser Tagesgestirn. Dies wird aber durch die 600'000 mal grössere Oberfläche von Antares mehr als ausgeglichen, so dass er so viel Energie in den Weltraum strahlt wie 80'000 Sonnen.



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26.12.2003 21:10 Uhr, Arnold Barmettler

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