Am Himmel · News
Das Logo von www.astronomie.info: astro-info mit dem '!'
Am Himmel · News
 
Astrolexikon
 
Finsternisse
 
Planetarium
 
Sternbilder
 
Schweiz
 
Deutschland
  

Planeten im März 2007

Venus dominiert den westlichen Abendhimmel für 3-3½ Stunden nach Sonnenuntergang. Der Ringplanet Saturn steht beim Eindunkeln bereits recht hoch im Osten und geht erst in der Morgendämmerung unter. Am frühen Morgen des 2. März bedeckt der Mond Saturn zwischen 3½ und 4¼ Uhr MEZ. In den Nachtstunden gehen Jupiter und Mars auf. Beide Planeten erreichen in der Morgendämmerung eine bescheidene Höhe über Horizont.

Venus

Unübersehbar hell am Abendhimmel

Simulation des Venusanblicks. © CalSKY / A. Barmettler.
Venus, aktuelle Ansicht
Die Grafik zeigt die Höhe über Horizont zum Zeitpunkt der bürgerlichen Abenddämmerung für die erste Jahreshälfte 2007. Zudem kann der Azimut von Venus zu diesem Zeitpunkt abgelesen werden. © CalSKY / A. Barmettler.
Abendsichtbarkeit 2006/2007 von Venus

Das wichtigste zuerst: Der abends hell strahlende Stern im Westen ist Venus, unser innerer Nachbarplanet. Er ist bis im Juli Abendstern. Venus geht in diesem Monat über drei Stunden nach der Sonne unter. In der nebenstehenden Grafik kann die Höhe über Horizont zum Zeitpunkt der bürgerlichen Abenddämmerung abgelesen werden − je höher Venus dann steht, desto auffallender und länger ist der Planet am Abend sichtbar. Die längste Sichtbarkeit wird demnach zum Monatswechsel April/Mai erreicht, der Abendstern wird dann sogar bis weit in die Nacht hinein, bis nach Mitternacht, sichtbar sein.

Im März strahlt Venus konstant mit einer Helligkeit von -4. Grösse und befindet sich weiter von der Erde entfernt als die Sonne. Dem entsprechend ist der Durchmesser der Planetenscheibe nicht sehr gross, nur rund 12 Bogensekunden. Dieser Wert vergrössert sich nun laufend, bis Venus im August einen Durchmesser von 58 Bogensekunden erreicht (nicht direkt beobachtbar, weil die Venus zu nahe bei der Sonne stehen wird),



Saturn

Ganze Nacht sichtbar − beste Zeit für Beobachtungen

Simulierte Ansicht von Saturn − laufend aktualisiert © CalSKY / A. Barmettler.
Saturn, aktuelle Ansicht
Die Grafik zeigt die Höhe über Horizont, unter Angabe des Azimuts zum Zeitpunkt der astronomischen Dämmerung (Sonne 18° unter Horizont). © CalSKY / A. Barmettler.
Sichtbarkeit Winter 2007 von Saturn

Der Ringplanet Saturn stand im Februar in Opposition zur Sonne. Nun befindet sich Saturn bei Sonnenuntergang bereits einige Grade über dem Osthorizont und kann abends, aber auch die gesamte Nacht, beobachtet werden. Er hält sich im Sternbild Löwe in der Nähe des etwas lichtschwächeren Sterns Regulus auf.

Saturn lädt nun zum abendlichen Blick durch ein Teleskop ein; dieses zeigt das Ringsystem zwar deutlich weniger weit geöffnet als noch letzten Winter − die Ringneigung bezüglich der Erde beträgt noch 13°. In drei Jahren wird Saturn für eine kurze Zeit als stark abgeplattetes Planetenscheibchen ohne Ringe erscheinen − dies geschieht wenn wir von der Erde aus direkt von der Seite auf die dünnen Ringe schauen, oder die Sonne die Ringebene durchstösst; dann sind die Ringe nicht beleuchtet und fallen uns deswegen nicht auf.

Der Mond bedeckt Saturn am frühen Morgen des 2. März

Saturn taucht am hellen Mondrand auf. Dargestellt für Zürich. © CalSKY / A. Barmettler.
Saturn erscheint am Mondrand

Der zunehmende Mond steht kurz vor seiner Vollphase, wenn er am frühen Freitagmorgen, 2. März 2007, den Ringplaneten Saturn bedeckt. Im Gegensatz zu einer Sternbedeckung verschwindet der Planet nicht schlagartig hinter dem Mond, sondern der Mond braucht 60 Sekunden, um den gesamten Ringplaneten zu überfahren. Dies kann bereits von blossem Auge, besser aber mit Hilfe eines Fernglases beobachtet werden. Je nach geografischem Standort im deutsprachigen Raum beginnt die Bedeckung zwischen 3.27 und 3.48 Uhr MEZ. Dabei verschwindet die Saturn hinter dem unsichtbaren, dunklen Mondrand.

Bereits zwischen 4.05 und 4.20 Uhr taucht Saturn neben der hellen Mondscheibe auf. Im Gegensatz zum Eintritt findet der Austritt über die volle Breite des Ringsystems statt. Deshalb dauert der gesamte Austritt rund zwei Minuten.

Um die Beobachtung zu planen, hilft Ihnen die Kenntnis der genauen Ein- und Austrittszeiten. CalSKY bietet Ihnen diese Zahlen für den Mittelpunkt der Planetenscheibe:



Jupiter

Am Morgenhimmel

Jupiter stand zwar bereits Ende November in Konjunktion mit der Sonne, trotzdem gelangt er im März morgens nicht höher als rund 20° über Horizont. Er verfrüht seinen Aufgang im Laufe des Monats auf 2 Uhr. Er hält sich im Sternbild Schlangenträger auf und bewegt sich entlang der Ekliptik in noch tiefere Gebiete der Ekliptik. Er wird aber erst im Dezember 2007 das Sternbild Schütze erreichen. Jupiter befindet sich in der Nähe des rötlichen Fixsterns Antares, ist aber wegen seiner Helligkeit von anfangs -2. und später bis -2.3 Grössenklasse deutlich fällig.

Stellung der Jupitermonde

Aktuelle Stellung der Jupitermonde, © CalSKY.com.

Die Beobachtung von Schattenspielen der vier grössten Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto ist bereits in einem kleinen astronomischen Teleskop möglich, und die Stellung der vier Jupitermonde um Jupiter bereits im Fernglas sichtbar.



Mars

In der Morgendämmerung

Unser äusserer Nachbarplanet Mars durchläuft im März das Sternbild Steinbock und kommt langsam aus den tiefsten Regionen der Ekliptik hervor. Selber während der Kulmination in den hellen Vormittagsstunden erreicht er in Österreich oder der Schweiz nur gerade 25° Höhe, in Norddeutschland sogar nur gerade 15°. So erstaunt es nicht, dass Mars in der Morgendämmerung nicht sonderlich auffällig ist. Seine noch relativ geringe Helligkeit von 1.2 Grössenklassen helfen dabei auch nicht gerade. In den nächsten Monaten bewegt sich unser äussere Nachbarplanet nordwärts und wird besser sichtbar. Allerdings müssen wir uns noch bis im Juni und in Norddeutschland sogar bis Juli gedulden, bis Mars in der nautischen Morgendämmerung wenigstens 20° Höhe erreicht. Teleskopische Beobachtung von Mars lohnen momentan nicht. Der Scheibchendurchmesser beträgt in diesem Monat weniger als 5 Bogensekunden. Dieser wird bis zur Opposition am 24. Dezember auf rund 16 Bogensekunden anwachsen.



Merkur

Von Mitteleuropa aus unsichtbar

Merkur stand am 23. Februar nach seiner schönen Abendsichtbarkeit in Konjunktion mit der Sonne. Bis am 22. März entfernt er sich zwar bis auf 28° von unserem Zentralgestirn. Trotzdem reicht der Planet in der Morgendämmerung nur wenig über den Horizont, bevor die Sonne aufgeht. Zudem ist er relativ lichtschwach, so dass Merkur praktisch nicht von Mitteleuropa aus beobachtet werden kann.

Erfahrene Beobachter können Merkur allerdings in der zweiten Monatshälfte am Tage beobachtet. Hierfür muss aus Sicherheitsgründen das Teleskop im Schatten aufgestellt werden.



Uranus, Neptun

Unsichtbar

Uranus erreicht seine Konjunktionstellung mit der Sonne am 5. März, Neptun stand im Februar in Konjunktion mit der Sonne. Die äussersten beiden Planeten sind deshalb nicht zu beobachten.



Weiterführende Links



Top of Page

21.03.2007 11:43 Uhr, Arnold Barmettler

astro!nfo