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Im März beschert uns der Mond eine Reihe astronomischer Höhepunkte. Es beginnt mit der Saturnbedeckung in der Nacht vom 1. auf den 2. März und gipfelt in der totalen Mondfinsternis in der übernächsten Nacht (3./4. März). Am 21. März gesellt sich die schmale Mondsichel abends zu Venus. Das Paar bietet ein schönes Fotosujet. Zu guter Letzt bedeckt der fast volle Mond den Fixstern Regulus am 30. März gegen 5.30 Uhr MESZ. Neumond ist am 19. März.
Der zunehmende Mond steht kurz vor seiner Vollphase, wenn er am frühen Freitagmorgen (2. März 2007) den Ringplaneten Saturn bedeckt. Im Gegensatz zu einer Sternbedeckung verschwindet der Planet nicht schlagartig hinter dem Mond, sondern der Mond braucht 60 Sekunden, um den gesamten Ringplaneten zu überfahren. Dies kann bereits von blossem Auge oder mit Hilfe eines Fernglases beobachtet werden. Um das Spektakel noch etwas besser geniessen zu können, ist es aber bequemer, Saturn durch ein stabil montiertes Teleskop zu beobachten. Je nach geografischem Standort im deutsprachigen Raum beginnt die Bedeckung zwischen 3.27 und 3.48 Uhr MEZ. Dabei verschwindet die Saturn hinter dem unsichtbaren, dunklen Mondrand.
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15 Sekunden vor dem Beginn der Bedeckung Saturns wird der Saturnmond Dione bedeckt. Allerdings dürfte das Verschwinden des nur 10.3 Grössenklassen hellen Himmelskörpers nur in grossen Teleskopen sichtbar sein.
Bereits zwischen 4.05 und 4.20 Uhr taucht Saturn neben der hellen Mondscheibe auf. Im Gegensatz zum Eintritt findet der Austritt über die volle Breite des Ringsystems statt. Deshalb dauert der gesamte Austritt rund zwei Minuten.
Um die Beobachtung zu planen, hilft Ihnen die Kenntnis der genauen Ein- und Austrittszeiten. CalSKY bietet Ihnen diese Zahlen für den Mittelpunkt der Planetenscheibe:
Stadt | Eintritt Saturnmitte MEZ | Austritt Saturnmitte MEZ |
|---|---|---|
Berlin | 3:30.3 | 4:10.5 |
Hamburg | 3:28.9 | 4:07.0 |
Köln | 3:37.3 | 4:07.9 |
München | 3:42.2 | 4:15.2 |
Wien | 3:39.7 | 4:17.8 |
Zürich | 3:46.5 | 4:13.2 |
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Zeitlich optimaler könnte diese Mondfinsternis für uns Europäer kaum liegen; erstens spielt sie sich um Mitternacht ab, wenn der volle Mond den Kulminationspunkt passiert und zweitens über ein Wochenende, so dass man am darauf folgenden Sonntag nach durchwachter Nacht länger ausschlafen kann.
Die Mondfinsternis beginnt um 21.16 Uhr MEZ mit dem unauffälligen Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde. Vorderhand wird man auf der Mondscheibe keine Veränderung wahrnehmen können; der Halbschattenkegel ist in seinen äusseren Partien noch stark durch Sonnenlicht aufgehellt. Erst etwa eine Viertelstunde vor dem Kernschatteneintritt (ca. 22.15 Uhr MEZ) beginnt sich der südöstliche Mondrand etwas einzutrüben. Richtig spannend wird das lunare Schattenspiel aber mit dem Eintritt des Mondes in den wirklich dunklen Kernschatten der Erde um 22.30 Uhr MEZ.
Mit einem Feldstecher oder Fernrohr erscheinen Mondkrater, Berge und Täler an der Lichtschattengrenze des Mondes besonders plastisch, da hier die Sonnenstrahlen flach auf das Mondrelief fallen und lange Schatten werfen. Die beste Zeit für die Mondbeobachtung ist deshalb der zunehmende Mond zwischen Neumond und Vollmond am Abend, oder der abnehmende Mond in der zweiten Nachthälfte. Vollmond ist für die Mondbeobachtung ungünstig, da dann die Sonnenstrahlen fast senkrecht auf die Mondoberfläche fallen und keine Schatten werfen. Als Orientierungshilfe können Sie unsere interaktive Mondkarte verwenden, welche über 800 Krater und Mondmeere beinhaltet.
Mond-Beobachtungen |
Für Mondbeobachtungen sind die Zeitintervalle bis 5. und ab dem 21. März besonders geeignet, weil dann die Schattengrenze von der Erde aus abends gut beobachtet werden kann. |
|---|---|
Erdlicht |
Zwischen 9. und 13. und zwischen 20. bis 24. März erhellt das reflektierte Erdlicht die sonnenabgewandte Mondoberfläche genügend, so dass die gesamte Mondscheibe von blossem Auge gut gesehen werden kann, und nicht nur die helle Mondsichel. |
Schmale Mondsichel |
In der Abenddämmerung am 20. März ist die schmale Mondsichel erstmals gut nach Neumond zu sehen. Am 19. März geht der Mond −, nur 15 Stunden nach Neumond − rund eine Stunde nach der Sonne unter. Dies sollte eigentlich für eine Sichtung reichen, bedarf aber eines Fernglases. Der beste Zeitpunkt ist ab etwa 15 Minuten nach dem Sonnenuntergang am mathematischen Horizont. Am 17. März letztmals vor Neumond in der Morgendämmerung. |
Deep-Sky Beobachtungen |
Die abendliche Beobachtung von lichtschwachen Himmelsobjekten (z.B. Deep-Sky-Objekten wie Galaxien, Nebel, Sternhaufen) führt man am Besten ab dem 8. bis am 22. März durch − dann stört das Mondlicht abends nicht. Auch während der totalen Mondfinsternis um Tageswechsel vom 3. auf den 4. März ist der Himmel genügend dunkel. |
| März 2007 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die folgenden Daten beziehen sich auf den deutschsprachigen Raum. Verwenden Sie CalSKY, um ortsgenaue Zeiten und Abstandsdaten zu erhalten.
Saturn-Bedeckung |
1./2. März, ganze Nacht. In den Morgenstunden vom 2. März wird Saturn bedeckt
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Regulus |
2./3. März, ganze Nacht, am nächsten um 21½ Uhr
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Venus |
21. März, in der Abenddämmerung
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Sternbedeckung Regulus |
29./30. März, ganze Nacht, wird am Morgen vom Mond bedeckt
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