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Planeten im Februar 2007

Venus dominiert den Abendhimmel bis zwei Stunden nach Sonnenuntergang. Rechts unterhalb von Venus kann bis zur Monatsmitte ein etwas lichtschwächerer Stern erkannt werden: Merkur. Saturn steht im Februar in Opposition zur Sonne und geht bei Sonnenuntergang im Nordosten auf. In den Nachtstunden gehen Jupiter und Mars auf. Beide Planeten erreichen in der Morgendämmerung eine bescheidene Höhe über Horizont.

Venus

Unübersehbar hell in der Abenddämmerung

Die Grafik zeigt die Höhe über Horizont zum Zeitpunkt der bürgerlichen Abenddämmerung für das Winterquartal 2007. Zudem kann der Azimut von Venus zu diesem Zeitpunkt abgelesen werden. © CalSKY / A. Barmettler.
Abendsichtbarkeit 2006/2007 von Venus

Fragen Sie sich was das für ein hell strahlender Stern in der Abenddämmerung ist? Es ist unser innerer Nachbarplanet Venus der noch am Anfang einer langen Abendsichtbarkeitsperiode steht. Anfang Monat geht Venus 2 Stunden nach der Sonne unter, Ende Februar bereits 2½ Stunden nach der Sonne. In der nebenstehenden Grafik kann die Höhe über Horizont zum Zeitpunkt der bürgerlichen Abenddämmerung abgelesen werden − je höher Venus dann steht, desto auffallender und länger ist der Planet am Abend sichtbar.



Saturn

Ganze Nacht sichtbar − beste Zeit für Beobachtungen

Simulierte Ansicht von Saturn − laufend aktualisiert © CalSKY / A. Barmettler.
Saturn, aktuelle Ansicht
Saturn verfrüht seinen Aufgang Anfang Februar bis zur Zeit der astronomischen Abenddämmerung. Die Grafik zeigt die Höhe über Horizont, unter Angabe des Azimuts zum Zeitpunkt der astronomischen Dämmerung (Sonne 18° unter Horizont). © CalSKY / A. Barmettler.
Sichtbarkeit Winter 2007 von Saturn

Der Ringplanet Saturn steht am 10. Februar in Opposition zur Sonne, befindet sich unserem Tagesgestirn also scheinbar gegenüber. Somit geht Saturn bei Sonnenuntergang auf und ist die gesamte Nacht zu beobachten. Er hält sich im Sternbild Löwe in der Nähe des etwas lichtschwächeren Sterns Regulus auf.

Saturn lädt zum nächtlichen Blick durch ein Teleskop ein; dieses zeigt das Ringsystem zwar deutlich weniger weit geöffnet als noch letzten Winter − die Ringneigung bezüglich der Erde beträgt noch 13°. In drei Jahren wird Saturn für eine kurze Zeit als stark abgeplattetes Planetenscheibchen ohne Ringe erscheinen − dies geschieht wenn wir von der Erde aus direkt von der Seite auf die dünnen Ringe schauen, oder die Sonne die Ringebene durchstösst; dann sind die Ringe nicht beleuchtet und fallen uns deswegen nicht auf.

In der Nacht vom 2. auf den 3. Februar steht der Vollmond bei Saturn. Die nächste Annäherung wird am 3. Februar um 0:05 MEZ erreicht. Der Abstand beträgt dann nur rund ¼°, also einen halben Monddurchmesser. Im März bedeckt der Mond am frühen Morgen des 2. März den Ringplaneten Saturn.



Jupiter

Am Morgenhimmel

Jupiter stand zwar bereits Ende November in Konjunktion mit der Sonne, trotzdem gelangt er am Morgen nicht höher als 20° über Horizont. Er verfrüht seinen Aufgang im Laufe des Monats von 4¼ Uhr auf 2¾ Uhr. Er hält sich im Sternbild Schlangenträger auf und bewegt sich entlang der Ekliptik in noch tiefere Gebiete der Ekliptik. Er wird aber erst im Dezember 2007 das Sternbild Schütze erreichen. Jupiter befindet sich in der Nähe des Mars, ist aber wegen seiner Helligkeit von -2. Grössenklasse deutlich auffälliger.

Stellung der Jupitermonde

Aktuelle Stellung der Jupitermonde, © CalSKY.com.

Die Beobachtung von Schattenspielen der vier grössten Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto ist bereits in einem kleinen astronomischen Teleskop möglich, und die Stellung der vier Jupitermonde um Jupiter bereits im Fernglas sichtbar.



Merkur

In der ersten Monatshälfte sichtbar

Ansicht von Merkur
Merkur, aktuelle Ansicht wird laufend aktualisiert
Merkur ist Ende Januar und Februar über dem Westsüdwest-Horizont in der Abenddämmerung zu sehen. Die Grafik zeigt die Höhe über Horizont, unter Angabe des Azimuts zum Zeitpunkt der bürgerlichen Dämmerung. © CalSKY / A. Barmettler.
Sichtbarkeit Januar/Februar 2007 von Merkur

Merkur erreicht am 7. Februar die grösste östliche Elongation mit etwa 18° Abstand von der Sonne. Anschliessend nähert er sich rasch der Sonne und steht am 23. Februar bereits in Konjunktion mit unserem Tagesgestirn. Bis am 11. Februar strahlt Merkur noch mit negativen Helligkeitsklassenwerten obwohl seine Helligkeit rasch abnimmt. Folglich bietet sich die erste Februardekade als bester Beobachtungsperiode an. In dieser Zeit hilft der Abendstern Venus beim Auffinden von Merkur: Merkur befindet sich jeweils rechts unterhalb der unübersehbar hell strahlenden Venus. In der hellen Dämmerung kann ein Fernglass beim Finden von Merkur helfen.



Mars

In der Morgendämmerung

Unser äusserer Nachbarplanet Mars wechselt Ende Februar vom Sternbild Schütze in den Wassermann und kommt langsam aus den tiefsten Regionen der Ekliptik hervor. Selber während der Kulmination in den hellen Vormittagsstunden erreicht er in Österreich oder der Schweiz nur gerade 20° Höhe. In Norddeutschland sogar nur gerade 12°. So erstaunt es nicht, dass Mars in der Morgendämmerung nur schwer auszumachen ist. Seine noch relativ geringe Helligkeit von 1.3 Grössenklassen helfen dabei auch nicht gerade. In den nächsten Monaten bewegt sich unser äussere Nachbarplanet nordwärts und wird besser sichtbar. Allerdings müssen wir uns noch bis im Juni und in Norddeutschland sogar bis Juli gedulden, bis Mars in der nautischen Morgendämmerung wenigstens 20° Höhe erreicht. Teleskopische Beobachtung von Mars lohnen nicht. Der Scheibchendurchmesser beträgt in diesem Monat weniger als 5 Bogensekunden. Dieser wird bis zur Opposition am 24. Dezember auf rund 16 Bogensekunden anwachsen.



Uranus, Neptun

Uranus noch am Abendhimmel sichtbar

Neptun steht am 8. Februar in Konjunktion mit der Sonne und ist deshalb nicht zu beobachten. Uranus ist anfangs noch tief im Südwesten in der Abenddämmerung zu sehen, bevor er sich in der Helligkeit der Dämmerung verliert. In Konjunktion mit der Sonne kommt Uranus am 5. März.



Weiterführende Links



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30.01.2007 14:50 Uhr, Arnold Barmettler

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