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Planeten im Januar 2007

Bei klarer Atmosphäre kann Venus in der Abenddämmerung einfach im Südwesten gesehen werden. Ende Monat beginnt Merkur seine Abendsichtbarkeit und holt Venus über die Tage vom Horizont kommend ein. In den Abendstunden erscheint Saturn im Nordosten und dominiert den Nachthimmel. Vor Sonnenaufgang gehen auch Jupiter und Mars auf, wobei Mars unauffällig bleibt.

Venus

Auffällig in der Abenddämmerung

Die Grafik zeigt die Höhe über Horizont zum Zeitpunkt der bürgerlichen Abenddämmerung für das Winterquartal 2007. Zudem kann der Azimut von Venus zu diesem Zeitpunkt abgelesen werden. © CalSKY / A. Barmettler.
Abendsichtbarkeit 2006/2007 von Venus

Fragen Sie sich was das für ein strahlender Stern in der noch hellen Abenddämmerung ist? Es ist unser innerer Nachbarplanet Venus der eben zu einer langen Abendsichtbarkeitsperiode startet. Anfang Monat geht Venus 75 Minuten nach der Sonne unter, Ende Januar bereits 2 Stunden nach der Sonne. In der nebenstehenden Grafik kann die Höhe über Horizont zum Zeitpunkt der bürgerlichen Abenddämmerung abgelesen werden − je höher Venus dann steht, desto auffallender und länger ist der Planet am Abend sichtbar.



Saturn

Ab den Abendstunden im Osten und bis in die Morgendämmerung sichtbar

Simulierte Ansicht von Saturn − laufend aktualisiert © CalSKY / A. Barmettler.
Saturn, aktuelle Ansicht
Saturn verfrüht seinen Aufgang gegen Ende Januar bis zur Zeit der astronomischen Abenddämmerung. Die Grafik zeigt die Höhe über Horizont, unter Angabe des Azimuts zum Zeitpunkt der astronomischen Dämmerung (Sonne 18° unter Horizont). © CalSKY / A. Barmettler.
Sichtbarkeit Winter 2007 von Saturn

Der Ringplanet Saturn verfrüht seinen Aufgang im Osten laufend. Anfang Monat geht er noch gegen 20 Uhr auf, Ende Monat bereits um 18 Uhr. Er steht im Sternbild Löwe in der Nähe des etwas lichtschwächeren Sterns Regulus. Am Morgen ist er einfach sichtbar: Saturn ist der hellste Stern recht hoch im Südwesten.

Saturn lädt zum nächtlichen Blick durch ein Teleskop ein; dieses zeigt das Ringsystem zwar deutlich weniger weit geöffnet als noch letzten Winter − die Ringneigung bezüglich der Erde beträgt noch 13°. In drei Jahren wird Saturn für eine kurze Zeit als stark abgeplattetes Planetenscheibchen ohne Ringe erscheinen − dies geschieht wenn wir von der Erde aus direkt von der Seite auf die dünnen Ringe schauen, oder die Sonne die Ringebene durchstösst; dann sind die Ringe nicht beleuchtet und fallen uns deswegen nicht auf.

In der Nacht vom 6. auf den 7. Januar steht der abnehmende Mond bei Saturn. Beim Aufgang der beiden Gestirne in den Abendstunden beträgt der Abstand nur rund 1°, also zwei Monddurchmesser.



Jupiter

Am Morgenhimmel

Jupiter stand Ende November in Konjunktion mit der Sonne und geht nun langsam früher auf: Anfangs um 6 Uhr, Ende Monat nach 4 Uhr. Er befindet sich im Sternbild Schlangenträger und bewegt sich entlang der Ekliptik in noch tiefere Gebiete der Ekliptik. Er wird aber erst im Dezember 2007 das Sternbild Schütze erreichen. Jupiter befindet sich in der Nähe des Mars, ist aber wegen seiner Helligkeit auffälliger.



Merkur

In der letzten Monatsdekade sichtbar

Ansicht von Merkur
Merkur, aktuelle Ansicht wird laufend aktualisiert
Merkur ist gegen Ende Januar über dem Westsüdwest-Horizont in der Abenddämmerung zu sehen. Die Grafik zeigt die Höhe über Horizont, unter Angabe des Azimuts zum Zeitpunkt der bürgerlichen Dämmerung. © CalSKY / A. Barmettler.
Sichtbarkeit Januar/Februar 2007 von Merkur

Merkur steht am 7. Januar in oberer Konjunktion mit der Sonne und entfernt sich anschliessend wieder aus dem Strahlenkranz. Ab etwa 25. Januar sollte Merkur wenig über dem Westsüdwest-Horizont auszumachen sein. Als Hilfe dient dabei die strahlende Venus. Merkur befindet sich rechts unterhalb des Abendsterns. In der letzten Januarwoche beträgt die Helligkeit von Merkur -1. Grösse. Am 7. Februar erreicht Merkur dann die grösste östliche Elongation mit etwa 18° Abstand von der Sonne.



Mars

In der Morgendämmerung

Mars befindet sich im Sternbild Schütze in den tiefsten Regionen der Ekliptik. Selber während der Kulmination in den hellen Vormittagsstunden erreicht er in Österreich oder der Schweiz nur gerade 20° Höhe. In Norddeutschland sogar nur gerade 12°. So erstaunt es nicht, dass Mars in der Morgendämmerung nur schwer auszumachen ist. Seine geringe Helligkeit von 1.5 Grössenklassen helfen dabei auch nicht gerade. In den nächsten Monaten bewegt sich unser äussere Nachbarplanet nordwärts und wird besser sichtbar.



Uranus, Neptun

Uranus noch am Abendhimmel sichtbar

Die beiden äusseren Gasplaneten sind nicht mehr gut zu beobachten. Während Neptun Anfang Jahr bereits eine Stunde nach Ende der astronomischen Abenddämmerung untergeht, erlaubt uns Uranus eine zwei Stunden längere Beobachtungszeit; er geht gegen 22 Uhr unter. Zum Beobachten der beiden äussersten Planeten des Sonnensystems reicht bereits die Hilfe eines Fernglasses oder Teleskops und einer Sternkarte − und wegen der geringen Höhe über Horizont eine klare Atmosphäre.



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29.12.2006 02:04 Uhr, Arnold Barmettler

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