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Planeten im November 2006

In diesem Monat können abends keine hellen Planeten bewundert werden. Erst ab Mitternacht geht der Ringplanet Saturn im Nordosten auf und steht vor Sonnenaufgang hoch im Süden. Ab Monatsmitte startet Merkur zur besten Morgensichtbarkeit in diesem Jahr. Venus, Jupiter und Mars sind zu nahe bei der Sonne und werden von dieser überstrahlt.

Saturn

Hoch am Morgenhimmel

Simulierte Ansicht von Saturn − laufend aktualisiert © CalSKY / A. Barmettler.
Saturn, aktuelle Ansicht

Um Mitternacht geht der Ringplanet Saturn im Nordosten auf. Er steht im Sternbild Löwen in der Nähe des etwas lichtschwächeren Fixsterns Regulus. Am Morgen ist er einfach sichtbar: Saturn ist der hellste Stern hoch im Süden.

Saturn lädt zum morgendlichen Blick durch ein Teleskop ein; dieses zeigt das Ringsystem deutlich weniger weit geöffnet als noch letzten Winter − die Ringneigung bezüglich der Erde beträgt noch 13°. In drei Jahren wird Saturn für eine kurze Zeit als stark abgeplattetes Planetenscheibchen ohne Ringe erscheinen − dies geschieht wenn wir von der Erde aus direkt von der Seite auf die dünnen Ringe schauen, oder die Sonne die Ringebene durchstösst; dann sind die Ringe nicht beleuchtet und fallen uns deswegen nicht auf.

Am Morgenhimmel vom 13. November steht der Mond bei Saturn. Der Abstand beträgt nur 1° (zwei Vollmonddurchmesser), wobei Saturn rechts der Mondsichel steht. Der Mond befindet sich gleichzeitig oberhalb des Löwen-Sterns Regulus − zwischen Regulus und Saturn.



Merkur

Ab Monatsmitte in der Morgendämmerung beobachtbar

Ansicht von Merkur © CalSKY / A. Barmettler.
Merkur, aktuelle Ansicht wird laufend aktualisiert
Merkur ist während der zweiten Monatshälfte über dem Südost-Horizont in der Morgendämmerung zu sehen. Die Grafik zeigt die Höhe über Horizont, unter Angabe des Azimuts zum Zeitpunkt der bürgerlichen Dämmerung. © CalSKY / A. Barmettler.
Sichtbarkeit November 2006 von Merkur

Merkur erreicht am 25. November die grösste östliche Elongation mit etwa 20° Abstand von der Sonne. Seine Helligkeit übersteigt ab dem 20. November die Grenze von 0. Grössenklasse und bleibt bis zum Ende der Sichtbarkeitsperiode heller als dieser. Am 19. November kann die schmale Mondsichel beim Auffinden des sonnennächsten Planeten helfen. Merkur steht dann während der Morgendämmerung links oberhalb des Mondes, in einer Entfernung von etwa 5° (einer halben Handbreite bei ausgestrecktem Arm). Ab etwa 21. November sollte Merkur problemlos auch von blossem Auge tief in der Morgendämmerung zu finden sein. Dieser schöne Zustand hält bis etwa 10. Dezember an, wenn Merkur sich scheinbar wieder der Sonne nähert.



Jupiter

Unsichtbar

Jupiter steht am 21. November in Konjunktion mit der Sonne und ist deshalb im November von der Erde aus unsichtbar.

Venus

Unsichtbar

Venus durchlief am 27. Oktober die oberer Konjunktionsstellung und steht deshalb diesen Monat zu nahe bei der Sonne, um von der Erde aus beobachtet zu werden. Der Sonnenbeoachtungssatellit SOHO untersucht nicht nur die Sonne, sondern auch dessen Umgebung. Auf dessen Bilder erscheint Venus als strahlend heller Stern. Sie können mit unten stehendem Link die Begegnung von Venus und Sonne mitverfolgen.



Mars

Unsichtbar

Mars erreichte am 23. Oktober seine Konjunktion mit der Sonne und bleibt deshalb unsichtbar.



Uranus, Neptun

Am Abendhimmel sichtbar

Die beiden äusseren Gasplaneten erreichen bei Kulmination in den Abendstunden nur eine geringe Höhe: Uranus mit immerhin 30°, Neptun gegen 19 Uhr aber nur 20°. Zum Beobachten der beiden neuerdings äussersten Planeten des Sonnensystems reicht bereits die Hilfe eines Fernglasses oder Teleskops und einer Sternkarte.



Weiterführende Links



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28.11.2006 13:08 Uhr, Arnold Barmettler

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