Am Himmel · News
Das Logo von www.astronomie.info: astro-info mit dem '!'
Am Himmel · News
 
Astrolexikon
 
Finsternisse
 
Planetarium
 
Sternbilder
 
Schweiz
 
Deutschland
  

Planeten im Oktober 2006

Ein neuer Namen im Planetensystem: Der Zwergplanet 2003 UB313 erhielt offiziell den Namen 'Eris'. Somit sind nun drei Zwergplaneten bekannt: Ceres, Pluto und Eris. Jupiter kann noch tief in der Abenddämmerung gefunden werden, während Saturn am Morgenhimmel rasch an Höhe gewinnt. Die anderen von Auge sichtbaren Planeten stehen zu nahe bei der Sonne und entziehen sich unserer Beobachtung.

Nachdem im August der Begriff "Planet" für Objekte unseres Sonnensystem neu definiert wurde, erhielt im September ein Objekt der neu geschaffenen Klasse "Zwergplaneten" einen Namen: 2003 UB313 heisst neu "Eris". Unser Planetensystem umfasst somit 8 Planeten: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. In der Klasse der Zwergplaneten sind aktuell drei Objekte bekannt: Ceres, Pluto und Eris.

Jupiter

Untergang in der Abenddämmerung

Jupiter-Ansicht, laufend aktualisiert. © CalSKY.
Jupiter, aktuelle Ansicht

Jupiter nähert sich scheinbar rasch der Sonne und kann noch bis Monatsende in der Abenddämmerung knapp über dem Westhorizont gefunden werden. Wegen seiner geringen Höhe über Horizont können teleskopische Beobachtungen nicht mehr viele Details auf der Planetenscheibe zeigen. Die vier hellsten Monde von Jupiter sollten aber noch beobachtet werden können. Jupiter steht am 21. November in Konjunktion mit der Sonne.

Stellung der Jupitermonde

Aktuelle Stellung der Jupitermonde, © CalSKY.com.

Die Beobachtung von Schattenspielen der vier grössten Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto ist bereits in einem kleinen astronomischen Teleskop möglich, und die Stellung der vier Jupitermonde um Jupiter bereits im Fernglas sichtbar.

Saturn

Morgenhimmel

Simulierte Ansicht von Saturn − laufend aktualisiert © CalSKY / A. Barmettler.
Saturn, aktuelle Ansicht

Bis Ende Oktober vergrössert der Ringplanet Saturn seinen Winkelabstand zur Sonne auf über 70°. Anfangs geht er gegen 3 Uhr auf, Ende Monat, dank der Umstellung auf Mitteleuropäische Winterzeit, bereits um Mitternacht. Ein frühmorgendlicher Blick durch das Teleskop zeigt das Ringsystem deutlich weniger weit geöffnet − die Ringneigung bezüglich der Erde beträgt noch 13°. In drei Jahren wird Saturn für eine kurze Zeit als stark abgeplattetes Planetenscheibchen ohne Ringe erscheinen − die geschieht wenn wir von der Erde aus direkt von der Seite auf die dünnen Ringe schauen, oder die Sonne die Ringebene durchstösst; dann sind die Ringe nicht beleuchtet und fallen uns deswegen nicht auf.

Am Morgenhimmel vom 17. Oktober steht der Mond bei Saturn. Der Abstand beträgt 4½°, wobei Saturn in Richtung 2 Uhr eines an der Mondsichel angebrachten Ziffernblatts steht. Der Mond befindet sich unmittelbar oberhalb des Löwen-Sterns Regulus.



Venus

Unsichtbar

Venus durchläuft am 27. Oktober die oberere Konjunktionsstellung und steht deshalb diesen Monat zu nahe bei der Sonne, um von der Erde aus beobachtet zu werden. Der Sonnenbeoachtungssatellit SOHO untersucht nicht nur die Sonne, sondern auch dessen Umgebung. Auf desen Bilder erscheint Venus als strahlend heller Stern. Sie können mit unten stehendem Link die Begegnung von Venus und Sonne mitverfolgen.



Merkur

Unsichtbar, eventuell am Taghimmel beobachtbar

Ansicht von Merkur © CalSKY / A. Barmettler.
Merkur, aktuelle Ansicht wird laufend aktualisiert

Merkur steht zwar am 17. Oktober mit einem Winkelabstand von 25° in grösster östlicher Elongation von der Sonne, aber leider sind die Winkel so ungünstig, dass Merkur von Mitteleuropa aus nicht nach Sonnenuntergang beobachtet werden kann. Erfahrene Amateurastronomen können versuchen, Merkur am Taghimmel zu finden. Hierfür muss das Teleskop im Schatten eines Hauses aufgestellt werden, damit nicht versehentlich das Licht der Sonne das Auge verletzen kann. Im November wird Merkur dann seine beste Morgensichtbarkeit in diesem Jahr bieten.



Mars

Unsichtbar

Mars erreicht am 23. Oktober seine Konjunktion mit der Sonne und bleibt deshalb unsichtbar. Somit schliesst eine lange Sichtbarkeitsperiode, welche in einer guten Marsopposition im Herbst 2005 gipfelte.



Uranus, Neptun

Am Abendhimmel sichtbar

Die beiden äusseren Gasplaneten erreichen bei Kulmination in den Abendstunden nur eine geringe Höhe: Uranus immerhin 30°, Neptun gegen 21 Uhr nur 20°. Zum Beobachten der beiden neuerdings äussersten Planeten des Sonnensystems reicht bereits die Hilfe eines Fernglasses oder Teleskops und einer Sternkarte.



Weiterführende Links



Top of Page

27.09.2006 22:12 Uhr, Arnold Barmettler

astro!nfo