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Planeten im Juli 2006

Saturn und Mars stehen beim Einnachten tief im Westen. Saturn entschwindet im Laufe des Monats in der Helle der Abenddämmerung. Jupiter dominiert den Abendhimmel und ist noch bis Mitternacht sichtbar. In der Morgendämmerung strahlt Venus unübersehbar hell im Ostnordosten.

Saturn und Mars

Anfangs am Abendhimmel sichtbar

Simulierte Ansicht von Saturn − laufend aktualisiert © CalSKY / A. Barmettler.
Saturn, aktuelle Ansicht

Saturn und Mars können nur noch in der Abenddämmerung beobachtet werden. Saturn steht Anfang August in Konjunktion zur Sonne und ist deswegen nur noch Anfang Juli zu finden. Mars nähert sich ebenfalls der Sonne, hält sich weiterhin schon fast hartnäckig in der Abenddämmerung. Er läuft erst im Oktober hinter der Sonne durch. Auffällig ist der Planet mit einer Helligkeit von 1.8 Grössenklasse allerdings nicht.



Jupiter

Hell bis Untergang nach Mitternacht

Die Grafik zeigt die Höhe von Jupiter über Horizont zum Ende der nautischen Dämmerung (Sonnenhöhe -12°) aufgetragen relativ zur Himmelsrichtung. Noch bis September kann Jupiter abends in der nautischen Dämmerung im Juli auch bis Mitternacht, gesehen werden. © CalSKY / A. Barmettler.
Abendsichtbarkeit 2006 von Jupiter
Ansicht von Jupiter − laufend aktualisiert. © CalSKY / A. Barmettler.
Jupiter, aktuelle Ansicht

Der Gasplanet steht jetzt ideal am Abendhimmel, um während Sternwartenführungen gezeigt zu werden − der Anblick durch ein gutes Teleskop zeigt Wolkenbänder, den Grossen Roten Fleck, wie auch der grösser werdene Rote Fleck 'Junior' und natürlich die vier hellen Monde. Diese beiden Sturmsysteme begegnen sich in diesen Wochen und berühren sich fast. Die Wissenschafter beobachten dieses Treffen genau. Leider erreicht Jupiter in den frühen Abendstunden nur eine geringe Kulminationshöhe und die Beobachtung wird durch die atmosphärische Unruhe gestört.

Teleskopische Beobachtungen zeigen auf der Jupiterscheibe Wolkenbänder, manchmal den Grossen Roten Fleck und natürlich die vier hellsten Monde des Jupitersystems. Für die Beobachtung des Grossen Roten Flecks wird ein Amateurteleskop benötigt und Jupiter's auffälligste Wolkenformation sollte möglichst in Richtung Erde zeigen. Diese Transitzeiten sind mit dem unterstehenden Link zu finden. Beobachtungen des Grossen Roten Flecks macht man am Besten ±1 Stunde um diese gelisteten Zeiten. In den letzten Monaten wurde ein weiterer grosser Fleck auf Jupiter beobachtet, der allerdings noch nicht an die Grösse des Grossen Roten Flecks heran reicht.

Stellung der Jupitermonde

Aktuelle Stellung der Jupitermonde, © CalSKY.com.

Die Beobachtung von Schattenspielen der vier grössten Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto ist bereits in einem kleinen astronomischen Teleskop möglich, und die Stellung der vier Jupitermonde um Jupiter bereits im Fernglas sichtbar.



Venus

In der Morgendämmerung knapp über Horizont

Simulation des Venusanblicks. © CalSKY / A. Barmettler.
Venus, aktuelle Ansicht
Venus erscheint in diesem Monat während der Morgendämmerung am Höchsten für den Rest des Jahres − allerdings beträgt die Höhe bei Beginn der bürgerlichen Dämmerung auch nur etwa 10°. Die Grafik zeigt die Höhe über Horizont, unter Angabe des Azimuts zum Zeitpunkt der bürgerlichen Dämmerung. © CalSKY / A. Barmettler.
Morgensichtbarkeit Anfang 2006 von Venus

Venus steht bei Beginn der Morgendämmerung den ganzen Monat über fast am gleichen Ort: etwa in Richtung Ostnordost in etwa 10° Horizonthöhe. Sie strahlt weiterhin mit noch fast -4. Grössenklassen und ist auffällig. Am 23. Juli steht die Mondsichel hübsch bei Venus.

Bis zur oberen Konjunktion am 27. Oktober enternt sich nun Venus laufend von der Erde. Im Teleskop kann im Monatslauf beobachtet werden, wie die Planetenscheibe voller aber auch kleiner wird.



Merkur

Unsichtbar

Nach der guten Abendsichtbarkeit vom Juni hat sich Merkur in Sonnennähe zurückgezogen und ist deshalb von der Erde aus nicht beobachtbar. Am 18. Juli ist Merkur in unterer Konjunktion. Ab dem Monatswechsel auf den August steigt der sonnennächste Planet am Morgenhimmel empor. Seine Helligkeit nimmt erst im August so weit zu, dass er im aufgehellten Himmel der Morgendämmerung von blossem Auge gesehen werden kann.



Uranus, Neptun

Ab Mitternacht

Die beiden äusseren Gasplaneten erreichen bei Kulmination in den Morgenstunden nur eine geringe Höhe: Uranus um 5 Uhr immerhin 30°, Neptun gegen 3 Uhr nur 20°. Wer zu diesen Stunden den Himmel geniessen kann, kann die beiden Planeten mit Hilfe eines Fernglasses oder Teleskops und einer Sternkarte finden.



Weiterführende Links



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18.06.2006 16:51 Uhr, Arnold Barmettler

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