Am Himmel · News
Das Logo von www.astronomie.info: astro-info mit dem '!'
Am Himmel · News
 
Astrolexikon
 
Finsternisse
 
Planetarium
 
Sternbilder
 
Schweiz
 
Deutschland
  

Planeten im Juni 2006

Saturn und Mars stehen beim Einnachten bereits im Westen − sie begegnen sich am 17. Juni unmittelbar neben dem offenen Sternhaufen Krippe, den beide in den Tagen vorher passieren. Jupiter kulminiert während der Abenddämmerung und ist dann auffällig am Südhimmel zu sehen. Merkur hat einen guten Auftritt in der Abenddämmerung und steht bis zur Sommersonnenwende bis 90 Minuten nach Sonnenuntergang über dem Nordwesthorizont. Venus taucht während der nautischen Morgendämmerung im Osten auf, strahlt dann aber unübersehbar hell.

Saturn und Mars

Am Abendhimmel

Simulierte Ansicht von Saturn − laufend aktualisiert © CalSKY / A. Barmettler.
Saturn, aktuelle Ansicht

Saturn und Mars stehen beim Einnachten bereits im Westen und gehen um Mitternacht unter. Die beiden Planeten begegnen sich am 17. Juni. Der Abstand beträgt dann nur wenig mehr als ein Monddurchmesser. Saturn leuchtet deutlich heller als der Mars und steht unterhalb von diesem. Saturn durchläuft in der ersten Juniwoche den bekannten offenen Sternhaufen Krippe (Praesepe, Messier 44) und bietet Astrofotografen ein schönes Fotosujet. Mars steht am 15. und 16. Juni abends in der Krippe − am 15. Juni befindet sich der Rote Planet scheinbar genau in der Mitte des Sternhaufens.



Jupiter

Die ganze Nacht bis zu Beginn der Morgendämmerung sichtbar

Die Grafik zeigt die Höhe von Jupiter über Horizont zum Ende der nautischen Dämmerung (Sonnenhöhe -12°) aufgetragen relativ zur Himmelsrichtung. Ab April geht Jupiter gerade etwa zum Ende der nautischen Dämmerung auf. © CalSKY / A. Barmettler.
Abendsichtbarkeit 2006 von Jupiter
Ansicht von Jupiter − laufend aktualisiert. © CalSKY / A. Barmettler.
Jupiter, aktuelle Ansicht

Der grösste Planet des Sonnensystems gelang Anfang Mai in Opposition zur Sonne. Nun steht er bei Sonnenuntergang bereits über dem Südosthorizont und bietet gegen Mitternacht die noch besten Bedingungen für teleskopische Beobachtungen. Er erreicht in den Abendstunden aber nur eine geringe Kulminationshöhe. Der scheinbare Äquatordurchmesser übertrifft in diesem Monat noch die Marke von 40 Bogensekunden.

Teleskopische Beobachtungen zeigen auf der Jupiterscheibe Wolkenbänder, manchmal den Grossen Roten Fleck und natürlich die vier hellsten Monde des Jupitersystems. Für die Beobachtung des Grossen Roten Flecks wird ein Amateurteleskop benötigt und Jupiter's auffälligste Wolkenformation sollte möglichst in Richtung Erde zeigen. Diese Transitzeiten sind mit dem unterstehenden Link zu finden. Beobachtungen des Grossen Roten Flecks macht man am Besten ±1 Stunde um diese gelisteten Zeiten. In den letzten Monaten wurde ein weiterer Fleck auf Jupiter beobachtet, der allerdings noch nicht an die Grösse des Grossen Roten Flecks heran reicht.

Stellung der Jupitermonde

Aktuelle Stellung der Jupitermonde, © CalSKY.com.

Die Beobachtung von Schattenspielen der vier grössten Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto ist bereits in einem kleinen astronomischen Teleskop möglich, und die Stellung der vier Jupitermonde um Jupiter bereits im Fernglas sichtbar.



Venus

In der Morgendämmerung knapp über Horizont

Simulation des Venusanblicks. © CalSKY / A. Barmettler.
Venus, aktuelle Ansicht
Venus taucht nun morgens etwas früher vor der Sonne über dem Südosthorizont auf und ist wieder besser sichtbar. Die Grafik zeigt die Höhe über Horizont, unter Angabe des Azimuts zum Zeitpunkt der bürgerlichen Dämmerung. © CalSKY / A. Barmettler.
Morgensichtbarkeit Anfang 2006 von Venus

Venus geht täglich etwa eine Minute früher auf und gewinnt gegenüber der Sonne wieder etwas Abstand: In der Morgendämmerung steht Venus nun wieder etwas höher über dem Südosthorizont. Vor dem Verblassen durch die aufhellende Morgendämmerung steigt Venus Anfang Juni nur gerade etwa 5-8° über den mathematischen Horizont. Bis Ende Monat nimmt diese Höhe um rund 6° zu.

Durch ein Teleskop kann im Monatslauf beobachtet werden, wie der Venusdurchmesser scheinbar um 13% kleiner und die Phase voller wird.



Merkur

in der Abenddämmerung

Ansicht von Merkur © CalSKY / A. Barmettler.
Merkur, aktuelle Ansicht wird laufend aktualisiert
Merkur ist seit Ende Mai über dem Nordwest-Horizont in der Abenddämmerung zu sehen. Die Grafik zeigt die Höhe über Horizont, unter Angabe des Azimuts zum Zeitpunkt der bürgerlichen Dämmerung. © CalSKY / A. Barmettler.
Abendsichtbarkeit Mai/Juni 2006 von Merkur

Merkur zeigt sich die ersten drei Juni-Wochen zur besten Abendsichtbarkeit des verbleibenden Jahres, die in grösster östlichen Elongation am 20. Juni gipfelt. Bis dahin hat aber die Helligkeit von Merkur auf nur noch 0.6 Grössenklasse abgenommen. Merkur ist jeweils über dem Nordwesthorizont auszumachen. Er strahlt am 1. Juni mit -1. Grössenklasse noch fast so hell wie die hellsten Fixstern, verliert dann täglich fast 0.1 Grössenklassen. In der ersten Juni-Woche dürfte ein Optimum zwischen Höhe über Horizont und noch verbleibender Helligkeit erreicht sein und Merkur wird in der Abenddämmerung recht auffällig sein. Merkur geht bis zur grössten Elongation am 20. Juni gut 90 Minuten nach Sonnenuntergang unter. Anschliessend nähert sich der Planet wieder der Sonne und verliert rasch Höhe.



Uranus, Neptun

Morgens nur knapp über Horizont

Die beiden äusseren Gasplaneten gehen nur wenig vor der Sonne auf und erlangen bei nautischer Dämmerung nur wenig Höhe − es lohnt sich also noch nicht nach den äusseren Gasplaneten Ausschau zu halten.



Weiterführende Links



Top of Page

14.06.2006 01:46 Uhr, Arnold Barmettler

astro!nfo