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Planeten im März 2006

Beim Besuch einer Sternwarte werden Sie sich am Ringplanet Saturn freuen können. Saturn steht bis Beginn der Morgendämmerung am Himmel. Mars steht beim Eindunkeln sehr hoch am Himmel im Sternbild Stier. Jupiter geht nun vor Mitternacht auf und kulminiert am Morgen relativ tief im Süden. Venus dominiert die Morgendämmerung, am 26. März ist Halbvenus.

Saturn

Ideal am Abendhimmel zu beobachten

Der Ringplanet Saturn erreicht in den Abendstunden seinen höchsten Punkt seiner täglichen Bahn. Er steht dann rund 60° hoch im Süden − dem Eindruck nach praktisch im Zenit. Saturn ist jetzt das Highlight bei Sternwartenführungen − und der Anblick lohnt sich wirklich, wie aus der untenstehenden Simulation zu sehen ist. Die Ringebene schliesst sich nun übrigens laufend, bevor die Ringe im August/September 2009 für eine kurze Zeit gänzlich unsichtbar werden.

Simulierte Ansicht von Saturn − laufend aktualisiert © CalSKY / A. Barmettler.
Saturn, aktuelle Ansicht

Die Grafik zeigt die Höhe von Saturn über Horizont zum Ende der nautischen Dämmerung (Sonnenhöhe -12°) aufgetragen relativ zur Himmelsrichtung. Ab Jahresbeginn geht Saturn gerade etwa zum Ende der nautischen Dämmerung auf. Rasch steigt der Ringplanet empor und kulminiert im April bereits um diese Zeit im Süden. © CalSKY / A. Barmettler.
Abendsichtbarkeit Frühjahr 2006 von Saturn


Mars

Abends und bis tief in die Nacht sichtbar

Unser äussere Nachbarplanet Mars scheint noch so hell wie ein Stern 1. Grösse. Er wandert im März durch das Sternbild Stier und ist etwa gleich hell wie der Fixstern Aldebaran, der in der Nähe von Mars steht. Der Durchmesser von Mars schrumpft auf unter 6 Bogensekunden, so dass auch gute Amateurteleskope keine Oberflächendetails mehr zeigen.

Am 5. März steht der Mond zwischen Mars und den Plejaden. Um 21 Uhr befindet sich Mars bezüglich einem am Mond angebrachten Zifferblatt in Richtung 10 Uhr und Aldebaran in Richtung 9 Uhr, allerdings doppelt so weit vom Mond weg wie der Mars.



Jupiter

Morgens im Süden bis Südwesten

Jupiter verfrüht seinen Aufgang auf die Stunde vor Mitternacht. Er befindet sich im Sternbild Waage. Der Gasplanet ist deutlich heller als die Fixsterne und fällt auch durch sein ruhiges Licht auf.

Stellung der Jupitermonde

Aktuelle Stellung der Jupitermonde, © CalSKY.com.

Die Beobachtung von Schattenspielen der vier grössten Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto ist bereits in einem kleinen astronomischen Teleskop möglich, und die Stellung der vier Jupitermonde um Jupiter bereits im Fernglas sichtbar.



Venus

Grösste Winkelentfernung von der Sonne: Unübersehbar hell in der Morgendämmerung

Simulation des Venusanblicks. © CalSKY / A. Barmettler.
Venus, aktuelle Ansicht
Venus erreicht am Morgenhimmel Mitte Februar die grösste Höhe. Die Grafik zeigt die Höhe über Horizont, unter Angabe des Azimuts zum Zeitpunkt der bürgerlichen Dämmerung. © CalSKY / A. Barmettler.
Morgensichtbarkeit Anfang 2006 von Venus

Unser innerer Nachbarplanet Venus erreicht nun nicht mehr so hohe Höhen über Horizont während der Morgendämmerung. Trotzdem ist sie mit ihren -4.5 Grössenklassen unübersehbar hell. Venus erscheint bei Beginn der Morgendämmerung im Ostsüdosten. Den grössten Winkelabstand von der Sonne erreicht sie am 25. März.

Durch ein Teleskop kann im Monatslauf beobachtet werden, wie der Venusdurchmesser scheinbar kleiner wird. Gleichzeitig wird die anfangs noch schmale Venussichel dicker, um am Morgen des 26. März genau die halb beleuchtete Phase zu zeigen (Dichtomie).

Während der totalen Sonnenfinsternis vom 29. März sollte Venus einfach sichtbar sein. Venus befindet sich dann relativ horizontnah in Richtung Südwesten.



Merkur

Sichtbar während der totalen Sonnenfinsternis am 29. März

Der sonnennächste Planet Merkur beendet Anfang März seine gute Abendsichtbarkeit und durchläuft am 12. März die untere Konjunktion mit der Sonne (in Erdnähe), ist dann somit von der Erde aus unsichtbar. Für Bewohner der Südhemisphäre können ab 20. März Merkur zwar beobachten, er wird aber nicht besonders auffallen, zu schwach ist seine Helligkeit von 1. Grössenklasse im Licht der Dämmerung.

Besucher der totalen Sonnenfinsternis vom 29. März können versuchen, Merkur am verfinsterten Himmel zu sehen. Er steht im Südwesten, ziemlich genau in der Mitte zwischen der Sonnenkorona und der auffälligen Venus. Venus ist recht horizontnah in Richtung Südwesten.

Die nächste gute Abendsichtbarkeit von Merkur für Mitteleuropa ist im Juni.



Uranus, Neptun

Unsichtbar

Neptun erreichte am 6. Febuar die Konjunktionsstellung, und Uranus steht am 1. März in Konjunktion mit der Sonne. Uranus ist deshalb nicht beobachtbar, Neptun kann allenfalls Ende März mit einem Fernrohr am Morgenhimmel gefunden werden.



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28.02.2006 18:58 Uhr, Arnold Barmettler

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