Kometen im März 2006
Helle Kometen am Himmel zu sehen ist ein seltenes Erlebnis.
Kometen, die von blossem Auge gesehen werden können,
finden nur alle paar Jahren den Weg an unseren Himmel und dann auf Titelseiten von Zeitungen.
Leider ist momentan kein solches Ereignis in Sicht.
Der Pojmanski C/2006 A1 steigt im Laufe vom März rasch höher und kann in der Morgendämmerung
im Fernglas als Nebelfleck erkannt werden.
Seine Helligkeit nimmt aber rasch von 6½ auf 9. Helligkeitsklasse ab.
Ein weiterer Komet, McNaught C/2005 E2, ist mit rund 9. Grösse teleskopischer Beobachtung vorbehalten.
Selbst heute noch haben diese eisigen Besucher einen Hauch von Mystik:
Die meisten Kometen erreichen nur einmal die warmen Zonen des inneren
Sonnesystems und sie kommen von weit entfernt, von der Grenze unseres
Sonnensystems. Nach der Vorführung von bis zu einigen Wochen Dauer
verschwinden sie wieder (häufig für immer) in den Tiefen des Weltraums,
brechen vielleicht in Sonnennähe auseinander oder stürzen sogar in die Sonne.
Etwa alle 5-10 Jahre erscheinen von blossem Auge sichtbare Kometen.
Mit einem Teleskop ist es aber jede Nacht möglich, gleich mehrere
dieser interessanten Himmelskörper zu sehen − allerdings wird
man selten einen Schweif erkennen können, sondern höchstens ein
verschwommenes Flecklein, oder sogar nur ein punktförmige Lichtquelle,
die sich im Laufe von Stunden merklich vor dem Fixsternhintergrund verschiebt.
Komet Pojmanski C/2006 A1
Der Anfang Jahr entdeckte Komet Pojmanski C/2006 A1 kann in der Morgendämmerung und später im Monat
auch bereits ab 2 Uhr mit einem Fernglas oder Teleskop aufgesucht werden.
Seine Helligkeit nimmt von 6.5 Grösse auf etwa 9.3 Grösse ab.
Möglicherweise wird durch ein Teleskop ebenfalls ein kurzer Schweif erkennbar sein.
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Der Komet Pojmanski C/2006 A1 am Morgenhimmel bei nautischer Dämmerung,
gezeichnet für Süddeutschland. Die schematische Darstellung des Schweifes soll nur deren Richtung
anzeigen, aber nicht dessen absolute Länge.
Komet McNaught C/2005 E2
Der Komet McNaught C/2005 E2 entfernt sich langsam von der Erde und kann noch mit rund 9. Helligkeitsklasse am Abendhimmel
mit einem Teleskop beobachtet werden.
Er befindet sich im Sternbild Fische und wechselt in den Widder. Durch ein Teleskop ist er aber nur als Nebelfleck sichtbar.
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Der Komet McNaught C/2005 E2 am Abendhimmel bei nautischer Dämmerung,
gezeichnet für Süddeutschland. Die schematische Darstellung des Schweifes soll nur deren Richtung
anzeigen, aber nicht dessen Länge.
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