Am Himmel · News
Das Logo von www.astronomie.info: astro-info mit dem '!'
Am Himmel · News
 
Astrolexikon
 
Finsternisse
 
Planetarium
 
Sternbilder
 
Schweiz
 
Deutschland
  

Der Sternenhimmel

Sternkarte und Beschreibung für: MESZ 

Sie können den Sternenhimmel wegen Tageslicht nicht sehen

Während im Westen der Löwe untergeht, stehen der Bootes, die Nördliche Krone und der Herkules fast im Zenit. Ebenso reicht der Kopf des Drachen bis zu diesem Punkt. Im Osten steht nun das Sommerdreieck schon hoch. Wer einen tiefen Horizont gegen Norden hat, kann versuchen, Cappela gerade am Horizont während der unterer Kulmination zu finden.

Sternenhimmel von CalSKY
Der gesamte Sternenhimmel über Mitteleuropa. Die Sterne wurden für die gewählte Zeit dargestellt. Das Kreuz in Bildmitte symbolisiert den Zenit, den Punkt genau über Ihrem Kopf. Um den Himmel in Südrichtung zu beobachten, halten Sie die Sternkarte so, wie sie auf dem Bildschirm erscheint, also das Symbol für Süden 'S' gegen unten und gegen Ihre Südrichtung halten. Sie können dann die Sterne zwischen Bildrand und dem Zenitkreuz identifizieen. Für die einfache Beobachtung in andere Himmelsrichtungen sollten Sie sich die Karte ausdrucken und dann jeweils die gewünschte Himmelsrichtung auf der Karte nach unten drehen. Öffne Sternkarte in separatem Fenster.
Sie können den Namen von hellen Sternen und Nebel unter Ihrem Mauszeiger in der Statuszeile Ihres Browsers und in der Textbox ablesen.
Die Stern-Position stimmt in der Karte nicht exakt mit dem tatsächlichen Sternenhimmel überein, hierfür sollten Sie sich Ihre eigene individuelle genaue Sternkarte erstellen und interaktiv die Schönheiten des Himmels entdecken.. © A. Barmettler.

Spaziergang am Himmel

Der Anblick des Sternenhimmel zu den Zeiten mit den Sommersternbildern über unseren Köpfen lässt uns entspannen und von der Tiefe des Raumes träumen: Im Sommer wird uns diese Sicht nach einem langen heissen Tag entspannende Abkühlung bringen und die Zeit fast endlos erscheinen lassen - für Wochen herrscht schliesslich warmes Wetter und es ist bis weit im August wenig Änderung in Sicht!

Das galaktische Zentrum

Falls Sie das Glück eines dunklen Himmels haben - fernab vom rotleuchtenden Dunst der Städte - werden Sie von der kosmischen Tiefe beeindruckt sein. Die schimmernde Sommermilchstrasse wölbt sich von Norden vom Sternbild Cassiopeia über die herrliche Himmelskonstellation des Sommerdreicks nach Süden zum Schützen und Skorpion. Dieser Blick in die dicht mit Sternen besiedelte Scheibe unser Heimatgalaxie ist auch eine Reise ins Innere unserer Milchstrasse: Das galaktische Zentrum liegt nämlich im Sternbild Schützen in rund 8500 Parsec Entfernung. In der Umgebung befindet sich zwar eine der hellsten Sternenwolken der Milchstrasse, die Sicht zum Zentrum ist uns aber durch viele Dunkelwolken verwehrt, die sich nahe des galaktischen Äquators sammeln.

Schütze-Region der Milchstrasse - leider kann nur eine Fotoaufnahme mit Langzeitbelichtung eine solche Farbenvielfalt wiedergeben! © IG Astrofotografie Bochum (IAB) / AIDA / astro!nfo.
Milchstrasse im Sternbild Schuetze

Diese Staub- und Molekülwolken verhindern wenigstens die Beobachtung im sichtbaren Licht - längere Wellenlängen, also schon das Nah-Infrarote oder sogar Radiowellen, können nämlich viel tiefer in die galaktische Scheibe sehen, sogar bis direkt zum Zentrum, und dort Objekte in der Grösse von vielleicht Hundert Sonnen-Erde-Distanzen erkennen. Um das Zentrum der Milchstrasse, das als Sagittarius A* bezeichnet wird (sprich "A-Stern") und wohl ein schwarzes Loch mit der Masse von 3 Millionen Sonnen ist, können auch im Kleinen Minispiral-Strukturen erkannt werden. Ja, es konnte sogar die Bewegung von Einzelsternen um das schwarze Loch gemessen werden; daraus konnte die Masse des Zentrums berechnet werden. Dass es sich dabei um ein schwarzes Loch handeln muss, kann aus der Messung der Variation der Röntgenstrahlen von Sagittarius A* gefolgert werden: Das Objekt kann höchstens 10 Lichtminuten gross sein, oder die Änderungen würden sich gegenseitig verschmieren. So viel Masse auf eine Grösse des Sonne-Erde-Abstandes zu komprimieren schafft nur ein schwarzes Loch.

Entfernen wir uns nun aber wieder von diesen faszinierenden Forschungsresultate der letzten Jahre und sehen uns die Milchstrasse von einem Ort an aus, der in etwa 240 Millionen um eben dieses Galaxienzentrum rotiert und uns um einiges vertrauter erscheint: von unserem Sonnensystem aus.

Antares und der Skorpion

Der rötliche Stern Antares im Sternbild Skorpion ist nun ein auffälliger Stern genau im Süden. Antares ist die meiste Zeit im Jahr nahe am Horizont oder gar nicht sichtbar - dabei ist er ein guter Ausgangspunkt für Sternwanderungen mit dem Fernglas: in seiner Umgebung finden sich eine Vielzahl von Sternansammlungen, offenen Sternhaufen, die teilweise auch mit sanft schimmernden Nebel durchzogen und umgeben sind.

Fix-Sterne? - nicht immer!

Die charakteristische Form des Skorpion hat sich in den letzten Jahres etwas verändert: vielleicht fällt Ihnen auf, dass der Stern Delta, der zweitoberste in der Schere des Skorpions, gegenüber den anderen Scherensternen heller geworden ist! Delta Sco verändert seine Helligkeit als Folge von Flares in der Chromosphäre des Sternes, erhöhtem Ausströmen von Sternenwind und anderen Phänomenen.

Nördlich von Skorpion, also oberhalb, hält der Schlangenträger seine Schlange mit seinen beiden Händen. Der Kopf der Schlange führt bis zur Nördlichen Krone, ein kleines aber schmuckes Sternbild, das jetzt fast im Zenit steht. Der Schwanz der Schlange führt fast zum südlichsten der drei Sterne des Sommerdreiecks - dem Atair. Atair gehört eigentlich zum Sternbild Adler. Der Name Sommerdreieck ist ein Übername zu den drei hellsten Sternen in der Himmelsregion: Vega, Deneb und Atair. Alle diese Sterne sind die Hauptsterne von individuellen Sternbildern.



Top of Page

26.12.2003 21:10 Uhr, Arnold Barmettler

astro!nfo