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Planeten im Februar 2006

Merkur erreicht seine beste Abendsichtbarkeit in diesem Jahr und kann ab 10. Februar tief in der Abenddämmerung gesehen werden. Der Ringplanet Saturn steht bei Abenddämmerung bereits im Nordosten und ist das Highlight bei Sternwartenführungen. Mars steht beim Eindunkeln sehr hoch am Himmel in der Umgebung der Plejaden. Jupiter geht nach Mitternacht auf und steht am Morgen relativ tief im Süden. Venus dominiert den Morgenhimmel: Sie strahlt am 14. Februar unübersehbar im Grössten Glanz.

Merkur

Beste Abendsichtbarkeit für 2006

Ansicht von Merkur © CalSKY / A. Barmettler.
Merkur, aktuelle Ansicht wird laufend aktualisiert
Merkur in der Abenddämmerung, dargestellt relativ zur Sonne. Die Sonne wäre jeweils 6° unter Horizont (bürgerliche Dämmerung). © CalSKY / A. Barmettler.
Abendsichtbarkeit Februar 2006 von Merkur

Der sonnennächste Planet Merkur schiesst in der Abenddämmerung empor: täglich kann er besser beobachtet werden. Er erreicht am 24. Februar die grösste östliche Elongation und steht dann über 18° von der Sonne entfernt. Seine Helligkeit nimmt während der Sichtbarkeit laufend ab, so dass er zwischen 15. und 20. Februar am Einfachsten gefunden werden kann: 30 bis 60 Minuten nach Sonnenuntergang leuchtet er dann hell im Westen.



Saturn

Nach der Opposition noch die ganze Nacht sichtbar

Am 27. Januar erreichte der Ringplanet Saturn die Oppositionsstellung und stand dann von der Erde aus betrachtet der Sonne gegenüber. Um Mitternacht kulminiert Saturn in Höhen um 60° über Horizont und lädt zu teleskopischen Beobachtungen ein. Insbesondere steht nun Saturn auf dem auf der Objekteliste der Sternwartenprogramme ganz zuoberst. Seine noch schön geöffneten Ringe bieten einen eindrücklichen Anblick. Die Ringebene schliesst sich nun übrigens laufend, bevor die Ringe am August/September 2009 für eine kurze Zeit gänzlich unsichtbar werden. Wegen der momentanen Erdnähe von Saturn übersteigt der Scheibendurchmesser von Saturn noch bis Ende Februar die Marke von 20 Bogensekunden.

Simulierte Ansicht von Saturn − laufend aktualisiert © CalSKY / A. Barmettler.
Saturn, aktuelle Ansicht

Die Grafik zeigt die Höhe von Saturn über Horizont zum Ende der nautischen Dämmerung (Sonnenhöhe -12°) aufgetragen relativ zur Himmelsrichtung. Ab Jahresbeginn geht Saturn gerade etwa zum Ende der nautischen Dämmerung auf. Rasch steigt der Ringplanet empor und kulminiert im April bereits um diese Zeit im Süden. © CalSKY / A. Barmettler.
Abendsichtbarkeit Frühjahr 2006 von Saturn


Mars

Abends und bis tief in die Nacht sichtbar

Mars hat seit seiner Opposition im November 2005 viel an Helligkeit eingebüsst, noch ist er aber etwas heller als ein Stern 1. Grösse. Sein Durchmesser ist auf 8 Bogensekunden geschrumpt, so dass Amateurteleskope keine Oberflächendetails mehr zeigen. Hingegen erscheint die Marsscheibe deutlich oval − diese Phase zeugt vom 90° Winkel zwischen der Sonne, Erde und Mars und von der Erde aus gesehen sind nur 89% des Marsdurchmessers beleuchtet.

Mars wechselt im Februar vom Sternbild Steinbock in den Stier. Dort läuft er auffällig am offenen Sternhaufen der Plejaden vorbei: Die auch Siebengestirn benannt Sterngruppe erscheint als von blossem Auge auffallenden Nebel und zeigt im Fernglas seine wahre Natur als Sternhaufen. Von blossem Auge wird Mars deshalb weiterhin auffallen.

Am 5. Februar steht der Mond beim Mars und den Plejaden.



Jupiter

Morgens im Süden

Der Gasriese Jupiter erscheint nach Mitternacht im Ostsüdosten auf der Himmelsbühne. Er befindet sich im Sternbild Waage. Der Gasplanet ist deutlich heller als die Fixsterne und fällt auch durch sein ruhiges Licht auf.



Venus

Beste Sichtbarkeit in diesem Jahr: Unübersehbar hell in der Morgendämmerung

Simulation des Venusanblicks. © CalSKY / A. Barmettler.
Venus, aktuelle Ansicht
Venus erreicht am Morgenhimmel Mitte Februar die grösste Höhe. Die Grafik zeigt die Höhe über Horizont, unter Angabe des Azimuts zum Zeitpunkt der bürgerlichen Dämmerung. © CalSKY / A. Barmettler.
Morgensichtbarkeit Anfang 2006 von Venus

Venus macht ihrem zweiten Namen Morgenstern alle Ehre: Unübersehbar hell strahlt sie in der Morgendämmerung im Südosten. Venus hat im Januar auf ihrer sonnennäheren Bahn die Erde innen überholt und erreicht am 14. Februar ein Optimum zwischen Phasengrösse (beleuchtem Anteil der Venusscheibe) und scheinbarer Grösse. Dieser Zeitpunkt wird Grösster Glanz genannt. Den grössten Winkelabstand von der Sonne wird sie erst am 25. März erreichen.

Durch ein Teleskop kann im Monatslauf beobachtet werden, wie der Venusdurchmesser scheinbar kleiner wird. Gleichzeitig wird die anfangs schmale Venussichel dicker, um aber noch nicht die halb beleuchtete Phase zu erreichen.



Uranus, Neptun

Unsichtbar

Neptun erreicht am 6. Febuar die Konjunktionsstellung, und Uranus steht am 1. März in Konjunktion mit der Sonne. Beide Gasplaneten sind deshalb nicht beobachtbar.



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29.01.2006 18:43 Uhr, Arnold Barmettler

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