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Venus begleitet uns noch hell in der Abenddämmerung im Südwesten, während Mars bereits hoch im Osten steht. Saturn geht anfangs um 21 Uhr, zu Jahreswechsel gegen 19 Uhr auf und steht am Morgen hoch im Südwesten. Jupiter kann wieder gut am Morgenhimmel gesehen werden. Merkur zeigt sich den ganzen Monat über in der Morgendämmerung, am Besten um Monatsmitte.
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Gute Beobachtungsbedingungen, bis in die Morgenstunden
Die Oppositionsstellung erreichte Mars am 7. November und stand bereits am 30. Oktober der Erde so nahe wie nicht mehr bis 2018.
Von blossem Auge wird Mars ab der Abenddämmerung auch dem astronomischen Laien auffallen.
Er steht dann bereits noch im Osten.
Seine Helligkeit nimmt im Monatslauf um eine Grössenklassen ab. Am Monatsersten
scheint Mars mit noch mit hellen Amateurteleskope können in diesem Monat noch Oberflächenstrukturen auf Mars auflösen. Diese erscheinen visuell als relativ kontrastarme hellere und dünklere Gebiete. Momentan kehrt uns Mars den Südpol zu. Da der Südsommeranfang auf Mars bereits am 16. August war, ist die Südpoleiskappe grösstenteils abgeschmolzen. Deshalb ist im Gegensatz zu 2003 die Polkappe visuell nicht mehr auszumachen. Bei CalSKY finden Sie für den Vergleich mit dem Anblick durch Ihr Okular neu die Möglichkeit, den Teleskopdurchmesser angeben zu können. Entsprechend der theoretischen Teleskopauflösung erscheint dann das simulierte Bild mehr oder weniger stark verwaschen. Zudem wird regelmässig die ungefähre Ausdehnung der Polkappen nachgeführt (Staubstürme und lokale Wetterphänomene allerdings nicht). Mit Hilfe der Webcam-Technik können auch Amateurastronomen kontrastreiche Aufnahmen erzielen. Dabei werden Hunderte bis Tausende Bilder aufgezeichnet und manuell oder automatisch die besten Bilder ausgesucht. Anschiessend werden diese addiert. Es entsteht ein kontrastreiches Bild, wie sie vor wenigen Jahren nur professionelle Sternwarten erzeugen konnten. Für Beobachtungen mit Amateurteleskope bleibt Mars bis etwa Januar interessant. Erst Mitte Januar schrumpft sein scheinbarer Durchmesser auf unter 10 Bogensekunden, so dass dann visuell keine Oberflächendetails mehr erkennbar sind. Am 11./12. Dezember steht der fast volle Mond beim Mars.
VenusNoch sehr hell bis Nachtbeginn
Venus strahlt nach Sonnenuntergang im Südwesten, bevor sie bis zu zwei Stunden nach der Sonne unter geht. Mitte Dezember erreicht die Venus in der Abenddämmerung den höchsten Stand über Horizont für die momentane Sichtbarkeitsperiode. Durch ein Teleskop kann im Monatslauf beobachtet werden, wie der Venusdurchmesser scheinbar um 60% grösser wird. Fast dramatischer ist die Änderung der Sichelgestalt: während sich anfang Monat der Planet noch fast als Halbvenus zeigt (Dichotomie war am 2. November; am 1. Dezember ist die Fläche noch zu 33% beleuchtet), ist zu Jahresende nur noch eine schmale Sichel zu sehen, wobei 6% der Venusfläche beleuchtet erscheint. Das menschliche Auge hat theoretisch ein Auflösungsvermögen von etwa 60 Bogensekunden. Ende Jahr erreicht Venus fast diese Grösse. Beobachter mit scharen Augen können deshalb versuchen, die schmale Venussichel als solche zu erkennen. Im Fernglas sollte dies übrigens problemlos möglich sein. Die Elongation nimmt im Monatslauf um 23½° auf 20° ab. Tatsächlich nähert sich nun die Venus auf ihrer sonnennäheren Bahn rasch der Erde, die sie am 13./14. Januar innen überholen wird. Die untere Konjunktion mit der Sonne erreicht die Venus am 14. Januar, wobei sie 5½° nördlich an der Sonne vorbei zieht. Die schmale Mondsichel steht am 4. Dezember hübsch in der Abenddämmerung bei Venus.
SaturnErscheint in den Abendstunden
Der Ringplanet Saturn erscheint nun schon im Laufe der Abendstunden auf der Himmelsbühne. Er verfrüht dabei seinen Aufgang von etwa 21 Uhr auf 19 Uhr MEZ. Saturn kulminiert vor Beginn der Morgendämmerung in Höhen bis 60° über Horizont. In diesem Monat dürfte es für die meisten öffentlichen Sternwarten nicht reichen den Besuchern einen Blick auf den Ringplaneten werfen zu lassen, aber Amateurastronomen finden ab den späteren Abendstunden gute Verhältnisse vor.
JupiterMorgens im Südosten Jupiter hat sich bereits wieder 30° von der Sonne entfernt, so dass er nun wieder in der Morgendämmerung gefunden werden kann. Zu Jahresende wächst die Elongation auf 57° an. Der Gasplanet ist deutlich heller als die Fixsterne im südöstlichen Himmelsabschnitt, in dem er sich aufhält. Am 26./27. Dezember steht die Mondsichel bei Jupiter in der Morgendämmerung.
MerkurRelativ gute Sichtbarkeit in der Morgendämmerung
Am 24. November befand sich Merkur zwischen der Erde und der Sonne in unterer Konjunktion. Rasch entfernt er sich aber wieder aus dem Helligkeitskranz der Sonne, so dass er bereits am 1. Dezember über 13° Elongation erreicht. Die grösste westliche Elongation ist am 12. Dezember (21°). Im Teleskop zeigt sich Merkur am 8. Dezember als Halbmerkur. Obwohl sich Merkur rasch von der Erde entfernt und sich sein scheinbarer Durchmesser fast halbiert, bleibt seine Helligkeit ab etwa dem 10. Dezember bis zum Jahresende praktisch gleich. Die besten Bedingungen findet man deshalb Mitte Monat vor. Merkur sollte dann auch von blossem Auge einfach in der Morgendämmerung zu sehen sein. In der selben Himmelsregion steht momentan der deutlich hellere Jupiter. Dieser steht aber höher und westlicher (rechts) als Merkur.
UranusNoch zu Nachtbeginn auffindbar Uranus kann am Abendhimmel beobachtet werden. Er kulminiert bereits während den Nachmittagsstunden. Im Amateurteleskop kann die bläuliche Scheibchenform des Gasriesen mit einem Durchmesser von 3½ Bogensekunden ab Nachtbeginn erkannt werden. Der Planet selber kann mit Hilfe eines Fernglasses und einer Sternkarte im Sternbild Wassermann gefunden werden. Wenn Sie Uranus aufsuchen möchten, erstellen Sie sich bitte eine aktuelle Aufsuchkarte (die Bildausschnittshöhe entspricht jeweils etwa dem Winkel, der eine gespreizte, ausgestreckte Hand aufspannt):
NeptunUnsichtbar Neptun erreicht am 6. Februar 2006 die Konjunktionsstellung und ist bereits jetzt nicht mehr einfach zu finden.
Weiterführende Links
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