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In der Abenddämmerung ist Venus hell als Abendstern zu sehen. Am 1. September steht sie nur 1.2° vom etwas weniger hellen Jupiter entfernt − Jupiter selber ist noch bis Ende Monat zu sehen. Mars hellt in diesem Monat stark auf und verfrüht seinen Aufgang auf etwa 21.30 Uhr. Er fällt durch sein rötliches, ruhiges Licht auf. Saturn geht Ende Monat gegen 1.30 Uhr auf und Merkur ist noch die erste Woche in der Morgendämmerung zu sehen.
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Verfrüht seinen Aufgang von 22 auf 21 Uhr − hellstes Objekt am Nachthimmel
Mars nähert sich rasch der Erde. Die für einige Jahre beste Erdnähe wird er am 30. Oktober erreichen. Obwohl die seit Jahrtausenden nächste Annäherung von Mars an die Erde vor zwei Jahren statt gefunden hat, hat die Opposition in diesem Jahr für uns einen grossen Vorteil: Mars steht 32° höher am Nachthimmel und Beobachtungen sind deutlich weniger durch atmosphärische Turbulenzen gestört. Noch ist es aber nicht so weit, und für ideale teleskopische Beobachtungsverhältnisse der Oberflächendetails muss man sich bis zum Beginn der Morgendämmerung gedulden. Von blossem Auge wird Mars nun ab 22 Uhr auch dem astronomischen Laien auffallen. Er steht dann noch tief im Osten, aber sein ruhiges rötliches Licht macht ihn in der Himmelsregion einmalig. Seine Helligkeit nimmt im Monatslauf um 0.7 Grössenklassen zu und er scheint Ende Monat mit −1.7 Grössenklassen − er ist dann also das hellste Objekt am Nacht-, bzw. Morgenhimmel (neben dem Mond und einigen künstlichen Objekten natürlich). Sein Durchmesser wächst im Monatslauf um über einen Viertel auf knapp 18 Bogensekunden an. Ab einer Grösse von 10" zeigen gute Amateurteleskope auch visuell die stärksten Oberflächenkontraste. Bis Ende Oktober wird sich der scheinbare Durchmesser noch auf 20.2" vergrössern. Bei CalSKY finden Sie für den Vergleich mit dem Anblick durch Ihr Okular neu die Möglichkeit, den Teleskopdurchmesser angeben zu können. Entsprechend der theoretischen Teleskopauflösung erscheint dann das simulierte Bild mehr oder weniger stark verwaschen. Zudem wird wöchentlich die ungefähre Ausdehnung der Südpolkappe nachgeführt.
SaturnAm Morgenhimmel Saturn verfrüht seinen Aufgang von etwa 3.30 auf 1.30 Uhr MESZ. Somit erreicht er in der Morgendämmerung bereits wieder Höhen um 45° über Horizont − für Frühaufsteher ist der Ringplanet ein Leckerbissen.
MerkurNoch die erste September-Woche in der Morgendämmerung
Merkur beendet nach der ersten September-Woche eine gute Morgensichtbarkeit. Bereits am 18. September steht er in oberer Konjuktion mit der Sonne und ist unsichtbar (er zeigt sich allerdings auffällig auf den Aufnahmen der Umgebung der Sonne des Sonnenteleskop-Satelliten SOHO).
Uranus und NeptunGanze Nacht
Uranus steht in der Nacht auf den 1. September in Opposition. Der Gasriese Uranus erreicht zur Kulmination Höhen über Horizont von etwa 27-35°. Die bläuliche Scheibe von 3.7 Bogensekunden Durchmesser kann im Teleskop gesehen werden. Neptun erreichte am 8. August die Oppositionsstellung und ist nun noch fast die gesamte Nacht sichtbar. Leider fällt die Kulminationshöhe mit 20-25° nur sehr bescheiden aus. Trotzdem dürfte ein Amateurteleskop Neptun gerade noch als Scheibe mit 2.3 Bogensekunden Durchmesser zeigen. Neptun befindet sich im Sternbild Steinbock und ist schon durch ein kleines Fernrohr oder durch ein Fernglas sichtbar. Beide Planeten bieten sich deshalb für die Beobachtung an. Wenn Sie diese beiden Planeten aufsuchen möchten − die sternenförmigen Punkte sind bereits im Fernglas sichtbar, und im Teleskop erkennen Sie eine Scheibchenform − erstellen Sie sich bitte eine aktuelle Aufsuchkarte (die Bildausschnittshöhe entspricht jeweils etwa dem Winkel, der eine gespreizte, ausgestreckte Hand aufspannt):
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