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In der Abenddämmerung ist Venus hell als Abendstern zu sehen. Im Monatslauf holt sie Jupiter ein und überholt ihn. Bereits vor Mitternacht geht Mars im Osten auf. Er ist das auffälligste Objekt am Nachthimmel und überstrahlt mit rötlichem Licht alle Fixsterne. Merkur und Saturn können ab etwa 20. August in der Morgendämmerung gefunden werden.
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Aufgang vor Mitternacht − dann hellstes Objekt am Himmel
Mars geht nun vor Mitternacht auf. Er bereitet sich langsam auf seine gute Oppositionsstellung ein, welche er im November erreichen wird. Seine Helligkeit nimmt um ½ Grössenklassen zu und er scheint Ende Monat mit −1.0 Grössenklassen − er ist dann also das hellste Objekt am Nacht-, bzw. Morgenhimmel (neben dem Mond und einigen künstlichen Objekten natürlich). Seine rötliche Farbe dürfte ihn auch für Laien auffällig machen. Mars wechselt vom Sternbild Fische kurz in den Wahlfisch, bevor er den grössten Teil des Monats im Sternbild Widder verbringt. Sein Durchmesser wächst im Monatslauf um über einen Viertel auf 14 Bogensekunden an. Ab einer Grösse von 10" zeigen gute Amateurteleskop auch visuell die stärksten Oberflächenkontraste. Bis im November wird sich der scheinbare Durchmesser noch auf 20.2" vergrössern. Bei CalSKY finden Sie für den Vergleich mit dem Anblick durch Ihr Okular neu die Möglichkeit, den Teleskopdurchmesser angeben zu können. Entsprechend der theoretischen Teleskopauflösung erscheint dann das simulierte Bild mehr oder weniger stark verwaschen. Zudem wird wöchentlich die ungefähre Ausdehnung der Südpolkappe nachgeführt.
MerkurAb 20. August in der Morgendämmerung
Am 6. August befindet sich Merkur zwischen der Erde und der Sonne in unterer Konjunktion. Er ist dann nicht von der Erde aus beobachtbar (er zeigt sich allerdings auffällig auf den Aufnahmen der Umgebung der Sonne des Sonnenteleskop-Satelliten SOHO). Am 24. August erreicht Merkur seine grösste westliche Elongation von der Sonne und steht rund 27° von unserem Zentralgestirn entfernt. Im Teleskop zeigt sich Merkur dann als Halbmerkur. Obwohl sich Merkur rasch von der Erde entfernt und sich sein scheinbarer Durchmesser fast halbiert, wird er bis Ende August immer heller. Die besten Bedingungen findet man deshalb Ende Monat vor. Merkur sollte dann auch von blossem Auge einfach in der Morgendämmerung zu sehen sein. In der selben Himmelsregion steht momentan Saturn. Er steht höher als Merkur und ist weniger hell.
SaturnAb Monatsmitte in der Morgendämmerung Nachdem Saturn am 23. Juli in Konjunktion zur Sonne stand, kann er ab Mitte Monat bereits wieder am Morgenhimmel gefunden werden. Hierfür dürfte allerdings ein Fernglas notwendig sein. Saturn darf nicht mit dem Planeten Merkur verwechselt werden, der sich Saturn nähert. Merkur steht jeweils unterhalb von Saturn und ist etwas heller.
Uranus und NeptunGanze Nacht
Neptun erreicht am 8. August die Oppositionsstellung und ist dann die gesamte Nacht sichtbar. Leider fällt die Kulminationshöhe mit 20-25° nur sehr bescheiden aus. Trotzdem dürfte ein Amateurteleskop Neptun gerade noch als Scheibe mit 2.3 Bodensekunden Durchmesser zeigen. Neptun befindet sich im Sternbild Steinbock und ist schon durch ein kleines Fernrohr oder durch ein Fernglas sichtbar. Uranus steht in der Nacht auf den 1. September in Opposition. Der Gasriese Uranus erreicht zur Kulmination Höhen über Horizont von etwa 27-35°. Die bläuliche Scheibe von 3.7 Bogensekunden Durchmesser kann im Teleskop gesehen werden. Wenn Sie diese beiden Planeten aufsuchen möchten − die sternenförmigen Punkte sind bereits im Fernglas sichtbar, und im Teleskop erkennen Sie eine Scheibchenform − erstellen Sie sich bitte eine aktuelle Aufsuchkarte (die Bildausschnittshöhe entspricht jeweils etwa dem Winkel, der eine gespreizte, ausgestreckte Hand aufspannt):
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