Kometen im Juli 2005
Helle Kometen am Himmel zu sehen ist ein seltenes Erlebnis. Kometen, die von blossem Auge gesehen werden können, finden sogar häufig den Weg auf Titelseiten von Zeitungen.
Im Juli erhält der Komet Tempel 1 Besuch einer Raumsonde.
Selbst heute noch haben diese eisigen Besucher einen Hauch von Mystik: Die meisten Kometen erreichen nur einmal die warmen Zonen des inneren Sonnesystems und sie kommen von weit entfernt, von der Grenze unseres Sonnensystems. Nach der Vorführung von bis zu einigen Wochen Dauer verschwinden sie wieder (häufig für immer) in den Tiefen des Weltraums, brechen vielleicht in Sonnennähe auseinander oder stürzen sogar in die Sonne.
Etwa alle 5-10 Jahre erscheinen von blossem Auge sichtbare Kometen. Mit einem Teleskop ist es aber jede Nacht möglich, gleich mehrere dieser interessanten Himmelskörper zu sehen − allerdings wird man selten einen Schweif erkennen können, sondern höchstens ein verschwommenes Flecklein, oder sogar nur ein punktförmige Lichtquelle, die sich im Laufe von Stunden merklich vor dem Fixsternhintergrund verschiebt.
Periodischer Komet Tempel 1 (9P)
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Das Hubble Weltraumteleskop beobachtet am 14. Juni 2005 einen Ausbruch auf dem
Kometen 9P/Tempel 1.
Einen ähnlichen Ausbruch mit dem beobachtbaren Helligkeitsanstieg
erwartet man vom Einschlag des Impactors der NASA-Raumsonde Deep-Impact am 4. Juli.
Komet Tempel 1 ist als Flecklein bis am 24. Juli im Sternbild Jungfrau zu finden.
Er wechselt dann in die Waage.
Er scheint mit einer Helligkeit von etwa 9.7-10.3 Grössenklassen und ist damit den
Amateurastronomen vorbehalten.
Interessant wird die Beobachtung von Tempel 1 am 4. Juli 2005. Dann schlägt ein Impactor der NASA
in den Kometen ein, während zahlreiche Grossteleskope und die Raumsonde Deep-Impact
den Kometen beobachten. Der Komet könnte gegen 7:54 Uhr MESZ um bis zu
4 Helligkeitsklassen heller werden,
bei mit einer Helligkeit von bis zu 6. Grössenklasse von Amateurastronomen gut
beobachtet werden. Von blossem Auge und für Laien wird aber nichts zu sehen sein.
Zudem müssen wir in Europa bis zum Einnachten warten und auch dann steht der Komet nur
wenig über Horizont.
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