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Am 6. Juni ist Neumond. Bereits am 7. Juni kann in der Abenddämmerung die Mondsichel gesehen werden − nicht einmal 22 Stunden nach Neumond. Am 15. Juni bildet der Mond nachts mit dem 7 Monddurchmesser entfernten Planeten Jupiter einen auffälligen Anblick. Die kürzeste Vollmondnacht findet in diesem Jahr vom 21. auf den 22. Juni statt. Der Vollmond befindet sich in dieser Nacht ungewöhnlich tief am Himmel.
Am Morgen des 22. Juni ist Vollmond, um 6:14 MESZ. Weil gerade einen Tag zuvor die Sonne ihren höchsten Punkt der jährlichen Bahn an unserem Himmel erreicht hat und der Mond bei Vollmond etwa der Sonne gegenüber steht, befindet sich der Vollmond am tiefsten Punkt im Jahreslauf. Gleichzeitig fällt der Vollmondzeitpunkt fast mit dem Erreichen der südlichsten Deklination zusammen, welche am 22. Juni um 10:02 statt findet. In diesem Jahr steht der Mond deshalb sogar 5½° tiefer am Himmel als der Punkt, der direkt der Sonne gegenüber steht. In Frankfurt erreicht dadurch die Kulminationshöhe des Mondes nicht einmal 11° und in Hamburg nur gerade 7½°.
Für Mondbeobachtungen ist das Zeitintervall vom 11. bis 22. Juni besonders geeignet, weil dann die Schattengrenze von der Erde aus abends gut beobachtet werden kann.
Erdlicht: Zwischen 1. und 3. Juni und dann wieder vom 9. bis 13. und am 30. Juni erhellt das reflektierte Erdlicht die sonnenabgewandte Mondoberfläche genügend, so dass die gesamte Mondscheibe von blossem Auge gut gesehen werden kann, und nicht nur die helle Mondsichel.
Am 5. Juni steht die schmale Mondsichel letztmals vor Neumond in der Morgendämmerung, nur 43 Stunden vor Neumond. Am 6. Juni suchen Sie den Mond wegen Neumond vergebens; er steht dann zu nahe bei der Sonne. Aber bereits nach Sonnenuntergang und in der Abenddämmerung vom 7. Juni sollte die ganz schmale Mondsichel − nicht einmal 22 Stunden nach Neumond − eigentlich zu sehen sein. Eventuell brauchen Sie hierfür ein Fernglas, je nachdem wie dunstig die Atmosphäre gegen Nordwesten ist.
Die abendliche Beobachtung von lichtschwachen Himmelsobjekten (z.B. Deep-Sky-Objekten wie Galaxien, Nebel, Sternhaufen) führt man am Besten bis zum 10. Juni durch, − dann stört das Mondlicht nicht oder nur minim.
Mit einem Feldstecher oder Fernrohr erscheinen Mondkrater, Berge und Täler an der Lichtschattengrenze des Mondes besonders plastisch, da hier die Sonnenstrahlen flach auf das Mondrelief fallen und lange Schatten werfen. Die beste Zeit für die Mondbeobachtung ist deshalb der zunehmende Mond zwischen Neumond und Vollmond am Abend, oder der abnehmende Mond in der zweiten Nachthälfte. Vollmond ist für die Mondbeobachtung ungünstig, da dann die Sonnenstrahlen fast senkrecht auf die Mondoberfläche fallen und keine Schatten werfen. Als Orientierungshilfe können Sie unsere interaktive Mondkarte verwenden, welche über 800 Krater und Mondmeere beinhaltet.
| Jupiter |
15. Juni, ab Abenddämmerung
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| Antares |
20. Juni, nachts
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| Juni 2005 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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