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Planeten im November 2004

Als erster heller Planet geht Saturn gegen 20-22 Uhr auf, gefolgt um 3 Uhr von Jupiter, und um 4-5 Uhr vom hellen Morgenstern Venus. Mars beginnt zögerlich seine neue Sichtbarkeitsperiode und sollte gegen 6 Uhr tief im Südwesten gesichtet werden können.


Uranus und Neptun

Am Abendhimmel

Ansicht von Uranus © CalSKY / A. Barmettler.
Uranus, virtuelle Ansicht

Neptun kulminiert während der nautischen Abenddämmerung in nur 22° Höhe. Uranus ist länger sichtbar und steht um 19 Uhr im Süden. Der Gasriese Uranus erreicht dabei eine Höhe über Horizont von etwa 28°.

Wenn Sie diese beiden Planeten aufsuchen möchten − die sternenförmigen Punkte sind bereits im Fernglas sichtbar, und im Teleskop erkennen Sie eine Scheibchenform − erstellen Sie sich bitte eine aktuelle Aufsuchkarte (die Bildausschnittshöhe entspricht jeweils etwa dem Winkel, der eine gespreizte, ausgestreckte Hand aufspannt):



Die Raumsonde Cassini flog am 26. Oktober 2004 am Saturnmond Titan vorbei. Bild NASA.
Dossier: Raumsonde Cassini.
Cassini beobachtet Titan. JPL/NASA

Saturn

Geht nach der Primetime im Nordosten auf

Anfang Monat dürfte es knapp werden, den Ringplaneten Saturn während einer öffentlichen Sternwartenführung gezeigt zu kriegen. Gegen Ende November dürfte es vereinzelt klappen, aber in den nächsten Monaten stehen uns definitiv bessere abentliche Beoachtungsbedingungen bevor.

Im Laufe des späteren Abend und nachts erreicht Saturn rasch grössere Höhen und kulminiert gegen 5 Uhr in über 60° Höhe über Horizont im Süden.



Venus

Strahlend hell am Morgenhimmel

Aktuelle Venussichel-Simulation. © CalSKY / A. Barmettler.
Venus, aktuelle Ansicht
Venus steht bis Ende 2004 am Morgenhimmel, wobei ihre Höhe laufend abnimmt. © CalSKY / A. Barmettler.
Morgenbarkeit 2004 von Venus

Unser innerer Nachbarplanet Venus erreicht während der Morgendämmerung nicht mehr solch grosse Höhen wie in den letzten Monaten. Trotzdem überstrahlt der 'Morgenstern' mit einer Helligkeit von -4. Grössenklasse alle anderen Sterne und Planeten.

Wer trotz der frühen Stunde sein Teleskop auf Venus richtet kann beobachten, wie der scheinbar Durchmesser des Planeten im Laufe des Novembers über 12% kleiner wird und die Phase von Venus immer voller wird (Vollvenus ist aber erst am 31. März 2005).

Begegnung mit Jupiter

Am Freitagmorgen 5. November 2004 läuft Venus in nur 33 Bogenminuten Entfernung (1 Monddurchmesser) am 2 Grössenklassen lichtschwächeren Planeten Jupiter vorbei. Die eigentliche Konjunktion findet um 2:57 MEZ statt, ist also vom deutschen Sprachraum erst 1½ Stunden später zu beobachten.


Jupiter

Am Morgenhimmel

Der Gasriese geht gegen 4 Uhr auf und steht bei Beginn der Morgendämmerung täglich höher am Himmel. Am 5. November kommt es zu einer hübschen Konjunktion mit Venus − die beiden hellsten Planeten sind nur 33 Bogenminuten getrennt. Für den Rest des Monats steht Jupiter morgens jeweils oberhalb der Venus. Am 9. November gesellt sich noch der Mond zu den beiden hellen Planeten.



Mars

In der Morgendämmerung tief im Südwesten

Mars startet seine nächste Sichtbarkeitsperiode, welche in der Opposition vom 30. Oktober 2005 gipfelt. Noch ist er aber mit einer Helligkeit von 1.7 Grössenklassen überaus lichtschwach und ist in der Morgendämmerung sicherlich nicht einfach zu finden − zudem dürfte er leicht mit dem helleren Jungfraustern Spica zu verwechseln sein (1. Grössenklasse). Gegen Ende Monat dürfte das Auffinden leichter fallen, weil Venus dann direkt oberhalb des Mars steht.


Merkur

Unsichtbar

Am 21. November erreicht Merkur seine grösste östliche Elongation mit einem Winkelabstand von 22° von der Sonne. Leider ist die Geometrie für Mitteleuropa so schlecht, dass Merkur nach Sonnenuntergang nicht gesehen werden kann. Hingegen können geübte und instruierte Beobachter versuchen, den sonnennächsten Planeten am Tage aufzusuchen (ab 10. November). Die Beobachtung der Phasenänderung von praktisch Vollmerkur bis zu einer Sichelgestalt ist sicherlich faszinierend.


Weiterführende Links



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26.11.2004 21:03 Uhr, Arnold Barmettler

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