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Planeten im Oktober 2004

Saturn geht als erster Planet um Mitternacht auf, in der Morgendämmerung steht er sehr hoch im Süden. Um 3-4 Uhr geht Venus auf, die dann als unübersehbarer Morgenstern den Osthimmel beherrscht. Jupiter kann ab Monatsmitte in der Morgendämmerung gefunden werden. Mars und Merkur sind nicht beobachtbar.


Uranus und Neptun

Am Abendhimmel

Ansicht von Uranus © CalSKY / A. Barmettler.
Uranus, virtuelle Ansicht

Die beiden Gasriesen kulminieren in den Abendstunden, stehen dann also im Süden und auf ihrer täglichen Bahn am Höchsten. Für den 'bequemen' Abend-Beobachter sind Uranus und Neptun also durchaus optimal gelegen. Für die Beobachtungsplanung sollte beachtet werden, dass Neptun rund 90 Minuten vor Uranus kulminiert.

Wenn Sie diese beiden Planeten aufsuchen möchten − die sternenförmigen Punkte sind bereits im Fernglas sichtbar, und im Teleskop erkennen Sie eine Scheibchenform − erstellen Sie sich bitte eine aktuelle Aufsuchkarte (die Bildausschnittshöhe entspricht jeweils etwa dem Winkel, der eine gespreizte, ausgestreckte Hand aufspannt):

Die Raumsonde Cassini beobachtet die Saturnringe am 15. August 2004. Bild NASA.
Dossier: Raumsonde Cassini.
Cassini beobachtet Saturn. JPL/NASA

Saturn

Ab etwa Mitternacht im Nordosten

Saturn verfrüht seinen Aufgang von anfangs nach Mitternacht auf etwa 22 Uhr am Monatsletzten (23 Uhr in den letzten Oktobertagen vor dem Sommerzeitende). Rasch gewinnt Saturn an Höhe und kulminiert gegen Sonnenaufgang in rund 60° Höhe.



Venus

Strahlend hell am Morgenhimmel

Aktuelle Venussichel-Simulation. © CalSKY / A. Barmettler.
Venus, aktuelle Ansicht
Venus steht bis Ende 2004 am Morgenhimmel, wobei ihre Höhe laufend abnimmt. © CalSKY / A. Barmettler.
Morgenbarkeit 2004 von Venus

Venus steigt langsam wieder von ihrer majestetischen Stellung am Morgenhimmel hinab − sie verliert rund 6° an Höhe, wobei sie Ende Oktober zum Zeitpunkt der bürgerlichen Dämmerung immer noch 25° über Horizont steht.

In einem Teleskop kann beobachtet werden, wie der scheinbar Durchmesser des Planeten über die Tage kleiner wird und sich die Sichelgestalt der Venus in Richtung Vollvenus ändert (Vollvenus ist aber erst am 31. März 2005).

Begegnung mit Regulus

Am Montagmorgen 4. Oktober 2004 läuft Venus in nur 45 Bogenminuten Entfernung (1½ Monddurchmesser) am Löwenstern Regulus vorbei. Venus ist dabei rund 5½ Helligkeitsklassen heller als der Fixstern. Vom deutschen Sprachraum aus kann die eigentliche Konjunktion (rund ½ Monddurchmesser) nicht beobachtet werden, weil die beiden Kontrahenden noch nicht aufgegangen sind.


Merkur

Unsichtbar

Merkur steht am 5. Oktober in oberer Konjunktion zur Sonne (hinter der Sonne, ohne aber hinter der Sonne zu verschwinden) und kann von der Erde aus nicht gesehen werden. Vom Sonnenteleskop SOHO aus, kann die Annäherung von Merkur an unseren Zentralstern schön verfolgt werden. Sie können die Bilder von SOHO auf unseren Weltraumwetter-Seiten bei CalSKY sehen. Sie finden dort die SOHO-Bilder in der rechten Bildspalte.

Jupiter

Unsichtbar − ab Monatmitte in der Morgendämmerung

Jupiter stand am 22. September in Konjunktion zur Sonne und steht deshalb im Oktober noch in der Nähe der Sonne. Im Laufe des Monats löst sich der Planet aus der Morgendämmerung. Vielleicht hilft die schmale Mondsichel am 12. Oktober beim Finden von Jupiter: Jupiter steht bei bürgerlicher Dämmerung ziemlich genau unterhalb der Mondsichel (siehe Mond im Oktober).



Mars

Unsichtbar

Mars stand am 15. September in Konjunktion zur Sonne. Er erscheint erst wieder im November am Morgenhimmel. Er startet dann seine nächste Sichtbarkeit, welche in der Opposition vom 30. Oktober 2005 gipfelt.


Weiterführende Links



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25.09.2004 09:58 Uhr, Arnold Barmettler

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