Am Himmel · News
Das Logo von www.astronomie.info: astro-info mit dem '!'
Am Himmel · News
 
Astrolexikon
 
Finsternisse
 
Planetarium
 
Sternbilder
 
Schweiz
 
Deutschland
  

Planeten im September 2004

Venus geht um 3 Uhr auf und überstrahlt als Morgenstern alle anderen Sterne. Saturn wird von Venus überholt und steht ebenfalls am Morgenhimmel. In der Morgendämmerung ist in der ersten Monatshälfte auch Merkur zu finden. Jupiter und Mars stehen zu Nahe bei der Sonne und sind nicht zu sehen.


Uranus und Neptun

Beste Beobachtungsbedingungen für 2004

Ansicht von Uranus © CalSKY / A. Barmettler.
Uranus, virtuelle Ansicht
Ansicht von Neptun © CalSKY / A. Barmettler.
Neptun, virtuelle Ansicht

Die äusseren Gasriesen Uranus und Neptun befinden sich in den tieferen Regionen der Ekliptik. Der fernere der beiden Planeten, Neptun, erreichte am 6. August seine Oppositionsstellung. Er stand dann scheinbar der Sonne gegenüber und ist die gesamte Nacht über am Himmel. Uranus, der grössere der beiden, erreichte die Opposition am 27. August.

In der Zwischenzeit hat sich der Aufgangszeitpunkt der beiden Planeten auf die Zeit vor Sonnenaufgang verschoben, so dass der ideale Beobachtungszeitpunkt bereits vor Mitternacht ist.

Wenn Sie diese beiden Planeten aufsuchen möchten − die sternenförmigen Punkte sind bereits im Fernglas sichtbar, und im Teleskop erkennen Sie eine Scheibchenform − erstellen Sie sich bitte eine aktuelle Aufsuchkarte (die Bildausschnittshöhe entspricht jeweils etwa dem Winkel, der eine gespreizte, ausgestreckte Hand aufspannt):


Venus

Strahlend hell am Morgenhimmel

Aktuelle Venussichel-Simulation. © CalSKY / A. Barmettler.
Venus, aktuelle Ansicht
Venus steht bis Ende 2004 am Morgenhimmel. © CalSKY / A. Barmettler.
Morgenbarkeit 2004 von Venus

Venus erreicht in diesem Monat ihre höchste Höhe über Horizont bei Beginn der bürgerlichen Morgendämmerung (also bei Sonne jeweils 6° unter Horizont). Unser innerer Nachbarplanet ist deshalb als hell strahlender Morgenstern unübersehbar in östlicher Richtung zu finden. In der Morgendämmerung steht er bis 35° über Horizont.

Nebenstehende Grafik verdeutlicht, wie die Venus täglich bei bürgerlicher Dämmerung (Sonne 6° unter Horizont) bit Mitte September höher am Himmel steht. Gleichzeitig kann durch ein gutes Fernglas mitverfolgt werden, wie der scheinbar Durchmesser kleiner wird und sich die Sichelgestalt ändert.



Die Raumsonde Cassini beobachtet Titan. Bild NASA.
Dossier: Raumsonde Cassini.
Cassini beobachtet Titan. JPL/NASA

Saturn

Am Morgenhimmel

Der Ringplanet Saturn geht gegen 2 Uhr auf und steht bei Beginn der Morgendämmerung schon recht hoch am Osthimmel. Am 1. September erhält Saturn Besuch vom viel helleren Morgenstern Venus. Venus läuft in weniger als 2° Entfernung an Saturn vorbei.


Merkur

Bis 20. September tief in der Morgendämmerung − enge Begegnung mit Regulus

Ansicht von Merkur © CalSKY / A. Barmettler.
Merkur, aktuelle Ansicht wird laufend aktualisiert

Der sonnennächste Planet stand am 23. August in unterer Konjunktion zur Sonne. Aber rasch entfernte er sich wieder von der Sonne und steht in der ersten Hälfte September in bester Morgensichtbarkeit in diesem Jahr. Am 9. September erreicht Merkur dabei die grösste westliche Elongation von der Sonne (18°). Der Planet steht dann bei bürgerlicher Morgendämmerung über 15° über Horizont. Anfang Monat ist Merkur noch ein unscheinbares Sternchen mit einer Helligkeit von 1.6 Grösse. Aber rasch strahlt er heller und ab Mitte September erreicht Merkur -1. Grösse. Die beste Sichtbarkeit ist deshalb in den Tagen nach der grössten Elongation.

Am 10. September zieht Merkur in nur 4' Entfernung am Löwenstern Regulus vorbei. Merkur ist dabei deutlich heller als der Fixstern.

Merkur ist trotz seiner relativen Nähe zur Erde noch eine recht unbekannte Welt. Teleskopisch kann Merkur nur wenige Wochen im Jahr beobachtet werden und dies auch nur in Horizontnähe und während der Dämmerung. Deshalb startete die NASA im August nach 30 Jahren die zweite Raumsonde zu diesem heissen Planeten.


Mars

Unsichtbar − Marsrover ein halbes Jahr im Einsatz

Mars steht am 15. September in Konjunktion zur Sonne und schliesst damit seine langen Sichtbarkeitsperiode ab, welche letztes Jahr in einer Jahrtausendnähe zur Erde gipfelte. Ab Oktober kann Mars wieder in der Morgendämmerung gefunden werden.

Die beiden Marsrovers MER-A und -B sind nun über ein halbes Jahr auf dem Mars im Einsatz. Um Mitte September bricht der Kontakt mit den Sonden für einige Tage ab; dies ist für uns ein Grund, um ein erstes Fazit über die Neuentdeckungen der Marsrover zu geben.


Jupiter

Unsichtbar

Jupiter steht am 22. September in Konjunktion zur Sonne und ist deshalb unsichtbar. Im Oktober kann der Gasplanet dann wieder tief in der Morgendämmerung gefunden werden.


Weiterführende Links



Top of Page

31.08.2004 17:41 Uhr, Arnold Barmettler

astro!nfo