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Anfang April sind sämtliche 5 klassischen Planeten am Abendhimmel zu finden: Venus dominiert bis nach Mitternacht den Himmel, begleitet vom weniger auffälligen Mars. Der helle Jupiter ist die ganze Nacht zu beobachten (abends im Osten). Saturn steht inmitten der Wintersternbilder. Merkur beendet seine für dieses Jahr beste Sichtbarkeitsperiode - in den ersten Tagen steht er noch tief im Westen.
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Am Abendhimmel - in westlicher Richtung
Mars steht nach Sonnenuntergang als rötlicher Stern im Südwesten. Seine Helligkeit beträgt nur 1.5 Grössenklasse. Er begleitet den gesamten Monat über die unglaublich hell strahlende Venus - Mars steht jeweils links oberhalb des Abendsterns. (in der Nacht auf den 26. April beträgt der minimale Abstand zwischen den beiden Planeten 5.6°). Unser äussere Nachbarplanet geht etwas nach Mitternacht unter. Durch ein Amateurteleskop kann nur noch ein kleines Scheibchen erkannt werden − der Durchmesser beträgt nur noch rund einen Sechstel seiner Rekordgrösse von letztem September.
MerkurBis 3./4. April in Abenddämmerung
Merkur stand in der zweiten Märzhälfte in bester Sichtbarkeit für das Jahr 2004. Mit Merkur standen sämtliche 5 seit der Antike bekannten Planeten am Abendhimmel. Obwohl Merkur erst am 17. April in unterer Konjunktion zur Sonne steht (der Planet ist dann zwischen Erde und Sonne), nimmt seine Helligkeit täglich rapide ab: Am 1. noch 0.4 Grösse, scheint Merkur bereits am 4. April nur noch als Stern 1.2 Grösse - anschliessend ist er zu lichtschwach um in der hellen Dämmerung gesehen zu werden. Verwenden Sie zum Auffinden des Planeten ein Fernglas. SaturnSaturn noch hoch am Abendhimmel Inmitten der hellen Sterne der Wintersternbilder steht der Ringplanet Saturn. Im April beträgt die Elongation von der Sonne noch über 60°, so dass er am Abend in den höchsten Regionen der Ekliptik hoch am Himmel steht. Saturn ist wegen seiner weit geöffneten Ringe recht hell; er scheint so hell, wie ein Stern von 0.1 Grösse. Er ist aber bei weitem weniger auffällig als die Venus, die mit -4.5 Grösse sämtliche Sterne bei weitem überstrahlt. Saturn ist aber heller als die Sterne der Wintersternbilder (ausser Sirius). Hinzu kommt, das Saturn im letzten Juli die Sonnennähe (Perihel) seines 29 Jahre dauernden Sonnenumlaufs erreichte. Deshalb stand uns Saturn im Januar so nahe wie seit 1975 nicht mehr − er wird uns aber im Januar 2005 noch ein wenig näher stehen. Grosse Ringöffnung Die Saturnring-Ebene ist gegenüber der Erdbahn geneigt. Deshalb ändert sich der Winkel, unter dem wir die Ringe sehen können, im Laufe eines Saturnumlaufs. Im April 2003 erreichten die Ringe die grösste Neigung und waren gut 27° geneigt. In diesem Monat beträgt die Neigung immer noch rund 26°. In der folgenden Grafik ist der wechselnde Anblick der Saturnscheibe und seiner Ringe dargestellt. Zu sehen ist auch, dass im Jahr 2004 der äusserste Teil der Ringe (A-Ring) auch hinter Saturn gesehen werden kann.
Die Ringe steuern für die Gesamthelligkeit des Saturns einen grossen Anteil bei. Während die Helligkeit der eigentlichen Saturnscheibe im Laufe des Sonnenumlaufs nicht wesentlich ändert, kann die Helligkeit je nach Ringstellung um gut eine Grössenklasse variieren − also um einen Faktor 2½. Wenn die Erde direkt auf der Ringebene liegt, kann dieses dünne Band mit üblichen optischen Mitteln gar nicht mehr gesehen werden. Jetzt sind die Ringe noch weit geöffnet, so dass das Saturn-System in relativ grosser Helligkeit erstrahlt. Sichtbarkeit Saturn fällt im ansonsten hellen Umfeld der Wintersterne wegen der etwas grösseren Helligkeit auf. Saturn steht im Sternbild Zwillinge und geht anfangs um 3 Uhr unter, zu Monatsende um 1½ Uhr. Er befindet sich bei Sonnenuntergang sehr hoch im Südwesten, und gegen Mitternacht noch 30° hoch im Westen.
JupiterFast die ganze Nacht gut sichtbar Der grösste Planet unseres Sonnensystems erreichte anfang März seine Oppositionsstellung. Seither haben sich die Aufgangszeiten so verschoben, das Jupiter bei Sonnenuntergang bereits über dem Osthorizont steht. Anfang Monat geht er um 6 Uhr in der Früh unter, bei Monatsende schon etwa um 4 Uhr. Jupiter ist neben der Venus der hellste Stern am Himmel. Er ist einfach zu finden − am Abend steht Jupiter noch nicht allzu hoch im Osten (Venus im Westen).
Uranus und Neptun
Vor der Morgendämmerung Die äusseren Gasriesen Uranus und Neptun befinden sich in den tieferen Regionen der Ekliptik. Sie gehen nur wenige Stunden vor der Sonne auf und können vor der Morgendämmerung tief im Südosten gefunden werden. Wenn Sie diese beiden Planeten aufsuchen möchten - die sternenförmigen Punkte sind bereits im Fernglas sichtbar, und im Teleskop erkennen Sie eine Scheibchenform - erstellen Sie sich bitte eine aktuelle Aufsuchkarte (die Bildausschnittshöhe entspricht jeweils etwa dem Winkel, der eine gespreizte, ausgestreckte Hand aufspannt): Uranus bzw. Neptun. Weiterführende Links
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