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Die Wintersonnenwende ist am 22. Dezember um 08:04. Dann erreicht die Sonne ihre jährliche südlichste Deklination. Gleichzeitig ist die Nacht vom 21. auf den 22. Dezember die längste Nacht. Der früheste Sonnenuntergang ist bereits etwa 10 Tage früher.
Die Sonnenuhr widerspiegelt die wahre Sonnenzeit, die aus dem Stand der Sonne an unserem Himmel durch Messungen bestimmt werden kann. Sie ist wegen dem sich periodisch ändernden Abstand der Erde zur Sonne nicht gleichmässig und deshalb für ein Zeitmass für den Alltag nicht geeignet (Ellipsenform!). Deshalb verwenden wir eine mittlere Sonne für unser tägliches Zeitmass. Im Laufe des Dezembers verfrüht sich die Sonnenzeit um gut 14 Minuten gegenüber der mittleren Sonnenzeit.
Wäre die Erdbahn kreisförmig, würde die Sonne an den Tagen um den 21./22. Dezember fast zur selben Zeit untergehen. Für grössere Zeitabstände um die Sonnenwende wären diese Zeiten dann symmetrisch. Kombiniert mit dem Effekt der Zeitgleichung tritt der früheste Sonnenuntergang aber bereits etwa 10 Tage vor der Wintersonnenwende ein.
Ähnlich verhält es sich mit dem spätesten Sonnenaufgang. Er findet erst rund 10 Tage nach der Sonnenwende statt, also an den ersten Januartagen.
Mit folgendem Link kann der Vor- und Nachlauf von Sonnenuhren berechnet werden: Aktuelle Zeitwerte. Gleichzeitig werden GPS-Zeit und weitere Werte berechnet und angezeigt.
Die Kulminationshöhen der Sonne sind in diesem Monat die tiefsten Werte. In Deutschland erreichen sie Winkelwerte unter 20°, in der Schweiz und Österreich bleiben sie gerade um diesen Wert.
Der Sonnenuntergang findet in der Schweiz um 16:35 statt und im Grossraum Berlin um 15:52. Der genaue Zeitpunkt ändert sich im Laufe des Monats weniger als 10 Minuten. Der Sonnenaufgang verspätet sich dafür laufend von anfangs wenige Minuten vor 8 Uhr auf etwa 8¼ Uhr (Linie Berlin - Zürich).
Die grösste Anzahl von Sonnenflecken kann man während des Sonnenaktivitätsmaximums beobachten. die Flecken entstehen durch Magnetfelder, durch die die Photosphäre um einige hundert Grad abgekühlt wird. Sonnenflecken erscheinen nun in der Zeit gut 2 Jahre nach dem Aktiviätsmaximum im Allgemeinen nicht mehr so stark gruppiert wie vor dem Maximum: Die Fleckengruppen umfassen jeweils nicht mehr so viele Einzelflecken, sind dafür aber zahlreicher - die Sonnenscheibe kann aber genau so gut für ein paar Tage ohne Flecken erscheinen.
In der letzten Oktoberwoche sind wir Zeuge von extrem grossen Sonnenflecken geworden, die eine Reihe von Masse-Ausbrüchen von der Sonne verursacht haben. Durch eine Sonnenfinsternisbrille waren diese Fleckengruppen ohne Probleme von Auge sichtbar.
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In Zeiten mit leichtem Nebel werden wir häufig nach Flecken auf der Sonne gefragt. Tatsächlich können grosse Gruppen von Sonnenflecken von blossem Auge gesehen werden. Flecken, welche auf dem kleinen Sonnenbild auf dieser Seite sichtbar sind, können auch von blossem Auge gesehen werden - allerdings sollten Sie dies nicht selber versuchen - die Gefahr, die Augen zu gefährden, ist auch selbst bei dichtem Nebel gegeben!
Für die sichere Beobachtung der Sonnenflecken ist eine Spezialausrüstung erforderlich. Sehr grosse Sonnenflecken
können aber bereits mit Hilfe der Sonnenfinsternisbrille, wie Sie sie vielleicht noch von der Finsternis von 1999 besitzen
(ohne Kratzer, Risse oder Löcher!), von blossem Auge beobachtet werden.
Schauen Sie auf keinen Fall ohne Schutz in die Sonne - auch eine gute Sonnenbrille filtert die gefährliche Strahlung nicht
genügend ab.
Bei Teleskop- und Feldstecherbeobachtungen sollten Sie ausschliesslich für die Sonnenbeobachtung zugelassene Objektivfilter
verwenden und diese vor jeder Verwendung auf Risse, Kratzer oder gar Löcher kontrollieren, um eine Erblindung ausschliessen zu können.
Einige Sternwarten führen spezielle Beobachtungsmöglichkeiten während des Tages durch. Am besten erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer nächsten Sternwarte. Die entsprechenden Adressen finden Sie z.B. für die Schweiz im offiziellen Verzeichnis der Schweizer Sternwarten auf dieser Site. Ob sich ein Besuch lohnt, sehen Sie auf dem kleinen Sonnenbild, welches praktisch täglich durch Aufnahmen mit dem Sonnenteleskop auf Hawaii aktualisiert wird.
Die Aktivität der Sonne ist mit der Sonnenfleckenzahl korreliert. Diese Sonnenfleckenzahl berechnet sich aus der Anzahl Fleckengruppen und der Einzelflecken. Heute beträgt die Sonnenfleckenzahl 0 .
Wir informieren Sie auf unseren Seiten von www.astronomie.info über mögliche Nordlichtaktivitäten, falls Nordlichter bis in den
deutschsprachigen Raum sichtbar sein könnten. Hierfür ist auch unser Wap-Service sehr zu empfehlen
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Regelmässig werden von Regionen mit Sonnenflecken riesige Mengen von Gasen explosionsartig ausgestossen. Diese bewegen sich teilweise auf die Erde zu. Die geladenen Teilchen regnen auf die obersten Schichten der Atmosphäre und können starke Leuchterscheinungen verursachen. Solche Nordlichter sind üblicherweise nur in hohen Breiten, nördlich des Polarkreises (bzw. südlich des Polarkreises auf der Südhemisphäre) sichtbar.
Im laufenden Jahr konnten aber auch in Deutschland und der Schweiz Nordlichter beobachtet werden, zuletzt am 20. November 2003. Dieses Ereignis war sogar so intensiv, dass bis Süddeutschland und Österreich Strukturen und verschiedene Farben des Nordlichts beobachtet werden konnten; üblicherweise sieht man von unseen tiefen magnetischen Breiten aus nur ein diffuses rötliches Leuchten. Als extreme Seltenheit konnten sogar in Griechenland und Türkei aus die schimmernden Wolken gesehen werden!
Eine Vorhersage der Nordlichtaktivität ist leider nicht exakt möglich, aber die Wahrscheinlichkeit, mit der dieses Phänomen von einer bestimmten geografischen Breite beobachtet werden kann, kann bereits recht gut berechnet werden. Falls Sie Benützer von CalSKY sind, werden Sie auf den CalSKY-Seiten automatisch gewarnt, falls von Ihrem Beobachtungsort aus potentiell Nordlichter beobachtet werden könnten. Dort können Sie sich sogar für einen Email-Alarmservice eintragen.
Dieser Service ist ebenfalls über unser Wap-Portal abrufbar (wap.astronomie.info).
In unserem Informationsservice, welchen Sie nun gerade benützen, wird bei erhöhter Nordlichtaktivität auf jeder Seite oben rechts, unterhalb des Mond- und Kalenderblattes, die momentane Nordlichtaktivität und die Sichtbarkeitsgrenze für Europa eingeblendet. Dabei wird das Niveau der geomagnetische Aktivität auf einer Skala von 0 bis 9 gezählt. Der Index hierfür wird Kp-Wert genannt. Ein Kp von grösser oder gleich 5 zeigt eine geomagnetische Aktivität mit Sturm-Niveau an. Je grösser der Kp-Index, von desto tieferen magnetischen Breiten können potentiell Nordlichter gesehen werden. Weil nun aber der magnetische Nordpol nicht mit dem geografischen Nordpol zusammenhängt, ist die magnetische Breite nicht identisch mit der geografischen Breite. Würden z.B. Phänomene von Nordlichter bis zu 52° magnetischer Breite auftrefen, so entspräche dies in Europa einer geografischen Breite von etwa 56°.
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