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Mars steht zwar abends bereits relativ hoch am Himmel, aber nur noch grosse Teleskope vermögen Oberflächendetails aufzulösen. Mehr verspricht nun Saturn: Der Ringplanet steht in der Silvesternacht in Opposition zur Sonne. Saturn stand uns seit 1975 nicht mehr so nah. Jupiter verfrüht seinen Aufgang auf die Stunde vor Mitternacht und Venus kann in der Abenddämmerung gut gesehen werden und auch Merkur ist in den ersten Wochen in guter Abendsichtbarkeit.
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Am Abendhimmel - in südlicher Richtung
Mars steht nach Sonnenuntergang als noch relativ auffällig heller und rötlicher Stern im Süden. Mars geht nach Mitternacht im Südosten unter. Das Planeten-Highlight des vergangenen Sommers ist für üblich ausgerüstete Amateurastronomen nicht mehr gut zugänglich. Was einzig festgestellt werden kann, ist die ovale Form des Planeten. Diese rührt davon her, dass wir auf Mars eine Phasengestalt erkennen können, genauso wie die vom Erdmond wenige Tage vor Vollmond. Die Helligkeit von Mars nimmt im Monatslauf um 0.6 Grössenklassen ab und erreicht wieder Werte über 0. Grössenklasse.
VenusIn der Abenddämmerung und am Abend Venus stand nun einige Monate recht tief am Abendhimmel und war nur für geübte Beobachter ein einfaches Ziel. In diesem Monat steigt sie aber rasch empor und steht bei bürgerlicher Dämmerung Ende Dezember rund 10° höher als am Monatsanfang. Die Untergangszeit verspätet sich dementsprechend um fast 1½ Stunden! Somit ist die Venus rund eine Stunde nach Sonnenuntergang der unübersehbar helle Stern über dem Südwesthorizont. MerkurGute Abendsichtbarkeit bis Mitte Dezember
Merkur stand am 25. Oktober in oberer Konjunktion zur Sonne, also 'hinter' der Sonne in Erdferne. Er bewegte sich seither langsam gegen Osten und erreicht am 9. Dezember die grösste Winkelentfernung von der Sonne (grösste östliche Elongation). Der Abstand beträgt dann rund 21°. Anschliessend kommt Merkur der Erde rasch näher und steht bereits am 27. Dezember zwischen Erde und Sonne. Merkur ist dann nicht von der Erde aus beobachtbar. Merkur sollte bis Mitte Monat in der Abenddämmerung erkennbar sein. Seine Helligkeit nimmt nach Monatsbeginn laufend ab, so dass die ersten Tage für die Suche am geeignetsten sind. Der Planet geht dann bis zu eine Stunde nach der Sonne unter. Verwechseln Sie aber den Merkur nicht mit dem hellen Planeten Venus. Venus sollte einfach zu finden sein - Merkur hingegen befindet sich in der gesamten Sichtbarkeitsperiode rund 10° rechts unterhalb der Venus und ist deutlich weniger hell. Am einfachsten finden Sie Merkur mit einem Fernglas. Verwenden Sie hierfür die einfach zu findende Venus als Ausgangspunkt. Im Laufe der ersten 2-3 Wochen im Dezember ändert sich die Ansicht von Merkur in einem Teleskop von Tag zu Tag merklich. Was Sie beim Anblick erwarten können, sehen Sie in der vituellen Ansicht oben links - seien Sie aber nicht enttäuscht, wenn Sie nur knapp die Phasengestalt ausmachen können - Oberflächendetails kann man von der Erde aus keine erkennen. JupiterAufgang vor Mitternacht - hoch und unübersehbar hell am Morgen Jupiter, der grösste Planet unseres Sonnensystems, geht nun endlich wieder vor Mitternacht auf - Ende Monat sogar schon gegen 22½ Uhr. Er steht im Sternbild Löwe. Wenn Sie den Osthimmel nach dem Jupiter-Aufgang beobachten, wird Ihnen auffallen, dass der Planet nicht funkelt - ganz im Gegensatz zum in der Nähe stehenden Fixsterns Regulus, dessen Licht beim Durchgang durch die Erdatmosphäre durch Luftturbulenzen stark gebrochen wird. Verglichen mit einem Fixstern besitzen Planeten unseres Sonnensystems einen viel grösseren scheinbaren Durchmesser. Wir empfangen vereinfacht gesprochen nicht nur einen Lichtstrahl vom Planeten, sondern die Summe von vielen - jeder davon wurde aber in der Atmosphäre auf eine andere Art gebrochen, so dass die Lichtsumme zu einem konstanteren Licht führt. Am Morgen ist Jupiter einfach der unübersehbar helle Stern, der vor Sonnenaufgang hoch (45°-50°) im Süden steht.
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