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Geminiden-Sternschnuppen um den 14. Dezember

Langzeitaufnahme der Geminiden am 13. November um 22 Uhr 
Himmelsanblick an den Tagen um den 14. Dezember, jeweils um 22 Uhr MEZ. Die Sternschnuppen Geminiden fliegen scheinbar vom Stern Castor des Sternbildes Zwillinge aus über den Himmel. Bei guten Verhältnissen kann pro Minute ein helles Exemplar der sich relativ langsam bewegenden und gelblich scheinenden Geminiden gesehen werden. © A. Barmettler, CalSKY.

In den letzten Jahren waren jeweils Mitte November die Leoniden in den Medien im Gespräch. Leider sind nun die guten Jahre für das starke und teilweise stürmische Auftreten der Leoniden-Sternschnuppen zu Ende und bereits im 2003 war die Vorstellung sehr schwach besetzt. Nun, einen Monat später, tritt um den 14. Dezember wiederum ein Meteorstrom in Erscheinung, die Geminiden.

Am 14. Dezember kann praktisch jede Minute ein helles Exemplar der sich relativ langsam bewegenden und gelblich scheinenden Geminiden gesehen werden. Sie unterscheiden sich somit deutlich von den schnellen Sternschnuppen der Perseiden, welche im August jeweils wegen den lauen Sommerabenden von vielen Leuten gesehen werden. Die Anzahl der Geminiden pro Stunde ist sogar noch höher als diejenige der Perseiden.

Die Sternschnuppen der Geminiden sind ein jährlich konstant auftretender Sternschnuppenstrom, die im Maximum rund 75 Meteore für einen Standort produzieren. Hierfür muss aber der Radiant im Zenit stehen. Der Radiant ist der Ort, aus dem die Sternschnuppen scheinbar strömen.

Der Radiant der Geminiden steht bereits in den Abendstunden günstig hoch am Himmel. Die Erde befindet sich am Sonntag, 14. Dezember im dichtesten Bereichs des Stromes. Der Anstieg zum Maximum geschieht aber langsam, so dass bereits in den Tagen vor dem 14. eine Reihe der langsamen und gelblich scheinenden Sternschnuppen gesehen werden können. Der Abstieg vom Maximum erfolgt hingegen rasch. In diesem Jahr ist die Störung durch Mondlicht allerdings recht gross, so dass für das Bestaunen von zahlreichen Geminiden klare, dunstfreie Nächte notwendig sind. Bei einem aufgehellten Himmel 'verwaschen' viele der Sternschnuppen, so dass sie nicht auffallen.



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30.11.2003 16:30 Uhr, Arnold Barmettler

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