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Sonnenlauf
Aktuelles Bild der Sonne  Aufgang   Untergang 
26. Oktober 7h00m17h19m
2. November7h10m17h08m
9. November7h21m16h58m
16. November7h31m16h49m
23. November7h41m16h42m
30. November7h51m16h38m
Auf- und Untergänge für Zürich.
» Berechnungen für Orte auf der gesamten Welt.

Sonne

Die Tageslänge verkürzt sich in diesem Monat rasant um fast 1½ Stunden. Weil Sonnenuhren am 3. November ihren jährlich maximalen Vorsprung vor der mittleren Sonnenzeit erreichen, geht die Sonne verhältnismässig früh unter. Am 23./24. November findet über der Antarktis eine totale Sonnenfinsternis statt.


Zeitgleichung: die wahre und mittlere Sonne

Die Sonnenuhr widerspiegelt die wahre Sonnenzeit, die aus dem Stand der wahren Sonne an unserem Himmel bestimmt werden kann. Sie ist wegen dem sich periodischen ändernden Abstand der Erde zur Sonne nicht gleichmässig und deshalb für ein Zeitmass für den Alltag nicht geeignet (Ellipsenform!). Deshalb verwenden wir eine mittlere Sonne für unser tägliches Zeitmass. Das Maximum der Differenz zwischen mittlerer und wahrer Sonne - der Zeitgleichung - beträgt rund 30 Minuten. Mitte Februar wird bereits das andere Maximum der Zeitgleichung erreicht: dann gehen die Sonnenuhren über 14 Minuten der mittleren Sonnenzeit nach.

In den nächsten 3 Monaten verspätet sich also die Sonnenzeit um gut 30 Minuten. Als Folge davon verspätet sich der Sonnenaufgang bis im Januar immer mehr, während sich der Sonnenuntergang im November nur um gut den halben Zeitbetrag verfrüht, und im Dezember nicht wesentlich ändert.

Mit folgendem Link kann der Vor- und Nachlauf von Sonnenuhren berechnet werden: Aktuelle Zeitwerte. Gleichzeitig werden GPS-Zeit und weitere Werte berechnet und angezeigt.

» Erfahren Sie in unserem Lexikon mehr zur Zeitgleichung.


Sonnenlauf

Die Kulminationshöhe der Sonne, d.h. die maximale Höhe über Horizont am Mittag, wenn die Sonne im Süden steht, reduziert sich im Laufe des Monats November um fast 7½°. Somit verkürzt sich auch die Taglänge um weitere 90 Minuten.

Während es Anfang Monat noch kurz nach 6 Uhr hell wird, bleibt es Ende Monat bis 6¾ Uhr dunkel. Auch am Abend geht die Sonne rasch früher unter: In Norddeutschland zu Monatsende sogar schon vor 16 Uhr und in Süddeutschland gegen 16½ Uhr.

Totale Sonnenfinsternis in der Antarktis

Aufnahme einer totalen Sonnerfinsternis von R. Brodbeck.
Eine totale Sonnenfinsternis fotografiert von R. Brodbeck.

Am 23. November 2003 findet in der Antarktis eine totale Sonnenfinsternis statt. Die einzige totale Sonnenfinsternis des Jahres 2003 findet sehr weit südlich statt. Der Kernschatten des Mondes überquert den antarktischen Kontinent und südlichsten Teil des Indischen Ozeans. Der Kontinent ist, wenn man nicht Reinhold Messmer ist, nur mit Expeditionen erreichbar. Für reiche Amateurastronomen wäre eine Kreuzfahrt die einzige Möglichkeit, den Pfad der totalen Finsternis zu erreichen. Allerdings ist die See um die Antarktis kein Schönwettergebiet und die Finsternis findet nur höchstens eine Handbreit über dem Horizont statt.

Sie können sich die Begrenzungslinien der Zone der Totalität oder der partiellen Phase mit CalSKY berechnen. Wir führen ebenfalls eine einfache Übersichtsgrafik (siehe bei '2003 November 23 Sunday').

» Erfahren Sie mehr zu Sonnenfinsternisse.


Sonnenflecken

Die grösste Anzahl von Sonnenflecken kann man während des Sonnenaktivitätsmaximums beobachten. die Flecken entstehen durch Magnetfelder, durch die die Photosphäre um einige hundert Grad abgekühlt wird. Sonnenflecken erscheinen nun in der Zeit gut 2 Jahre nach dem Aktiviätsmaximum im Allgemeinen nicht mehr so stark gruppiert wie vor dem Maximum: Die Fleckengruppen umfassen jeweils nicht mehr so viele Einzelflecken, sind dafür aber zahlreicher - die Sonnenscheibe kann aber genau so gut für ein paar Tage ohne Flecken erscheinen.

In der letzten Oktoberwoche sind wir Zeuge von extrem grossen Sonnenflecken geworden, die eine Reihe von Masse-Ausbrüchen von der Sonne verursacht haben. Durch eine Sonnenfinsternisbrille waren diese Fleckengruppen ohne Probleme von Auge sichtbar.

Aktuelle Ansicht der Sonne - aktualisiert am Fri, 08 Aug 2008 00:00:00 GMT SOHO © CalSKY / A. Barmettler.
Sonne, aktuelle Ansicht

In Zeiten mit leichtem Nebel werden wir häufig nach Flecken auf der Sonne gefragt. Tatsächlich können grosse Gruppen von Sonnenflecken von blossem Auge gesehen werden. Flecken, welche auf dem kleinen Sonnenbild auf dieser Seite sichtbar sind, können auch von blossem Auge gesehen werden - allerdings sollten Sie dies nicht selber versuchen - die Gefahr, die Augen zu gefährden, ist auch selbst bei dichtem Nebel gegeben!

Für die sichere Beobachtung der Sonnenflecken ist eine Spezialausrüstung erforderlich. Sehr grosse Sonnenflecken können aber bereits mit Hilfe der Sonnenfinsternisbrille, wie Sie sie vielleicht noch von der Finsternis von 1999 besitzen (ohne Kratzer, Risse oder Löcher!), von blossem Auge beobachtet werden. Schauen Sie auf keinen Fall ohne Schutz in die Sonne - auch eine gute Sonnenbrille filtert die gefährliche Strahlung nicht genügend ab.

Bei Teleskop- und Feldstecherbeobachtungen sollten Sie ausschliesslich für die Sonnenbeobachtung zugelassene Objektivfilter verwenden und diese vor jeder Verwendung auf Risse, Kratzer oder gar Löcher kontrollieren, um eine Erblindung ausschliessen zu können.

Einige Sternwarten führen spezielle Beobachtungsmöglichkeiten während des Tages durch. Am besten erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer nächsten Sternwarte. Die entsprechenden Adressen finden Sie z.B. für die Schweiz im offiziellen Verzeichnis der Schweizer Sternwarten auf dieser Site. Ob sich ein Besuch lohnt, sehen Sie auf dem kleinen Sonnenbild, welches praktisch täglich durch Aufnahmen mit dem Sonnenteleskop auf Hawaii aktualisiert wird.

Die Aktivität der Sonne ist mit der Sonnenfleckenzahl korreliert. Diese Sonnenfleckenzahl berechnet sich aus der Anzahl Fleckengruppen und der Einzelflecken. Heute beträgt die Sonnenfleckenzahl 0 .

Polarlichter

Wir informieren Sie auf unseren Seiten von www.astronomie.info über mögliche Nordlichtaktivitäten, falls Nordlichter bis in den deutschsprachigen Raum sichtbar sein könnten. Hierfür ist auch unser Wap-Service sehr zu empfehlen (wap.astronomie.info).

Nordlicht mit grünem 'Vorhang' und rotem Leuchten. Aufnahme NASA.
Polarlicht

Regelmässig werden von Regionen mit Sonnenflecken riesige Mengen von Gasen explosionsartig ausgestossen. Diese bewegen sich teilweise auf die Erde zu. Die geladenen Teilchen regnen auf die obersten Schichten der Atmosphäre und können starke Leuchterscheinungen verursachen. Solche Nordlichter sind üblicherweise nur in hohen Breiten, nördlich des Polarkreises (bzw. südlich des Polarkreises auf der Südhemisphäre) sichtbar. Im laufenden Jahr konnten aber auch in Deutschland und der Schweiz Nordlichter beobachtet werden, zuletzt am 30. Oktober 2003. Dieses Ereignis war mit dem 3. grössten Masse-Ausbruch (Flare) verursacht, der mit Geräten nach 1975 registriert wurde. Diesem starken Teilchensturm sind zwei japanische Satelliten zum Opfer gefallen.

Polarlicht-Warnungen

Eine Vorhersage der Nordlichtaktivität ist leider nicht exakt möglich, aber die Wahrscheinlichkeit, mit der dieses Phänomen von einer bestimmten geografischen Breite beobachtet werden kann, kann bereits recht gut berechnet werden. Falls Sie Benützer von CalSKY sind, werden Sie auf den CalSKY-Seiten automatisch gewarnt, falls von Ihrem Beobachtungsort aus potentiell Nordlichter beobachtet werden könnten. Dieser Service ist ebenfalls über unser Wap-Portal abrufbar (wap.astronomie.info).

In unserem Informationsservice, welchen Sie nun gerade benützen, wird bei erhöhter Nordlichtaktivität auf jeder Seite oben rechts, unterhalb des Mond- und Kalenderblattes, die momentane Nordlichtaktivität und die Sichtbarkeitsgrenze für Europa eingeblendet. Dabei wird das Niveau der geomagnetische Aktivität auf einer Skala von 0 bis 9 gezählt. Der Index hierfür wird Kp-Wert genannt. Ein Kp von grösser oder gleich 5 zeigt eine geomagnetische Aktivität mit Sturm-Niveau an. Je grösser der Kp-Index, von desto tieferen magnetischen Breiten können potentiell Nordlichter gesehen werden. Weil nun aber der magnetische Nordpol nicht mit dem geografischen Nordpol zusammenhängt, ist die magnetische Breite nicht identisch mit der geografischen Breite. Würden z.B. Phänomene von Nordlichter bis zu 52° magnetischer Breite auftrefen, so entspräche dies in Europa einer geografischen Breite von etwa 56°.

Arnold Barmettler



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31.10.2003 21:53 Uhr, Arnold Barmettler

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