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Mars steht im November für Beobachtungen während Sternwarten-Führungen noch recht günstig am Abendhimmel, aber sein Durchmesser ist nur noch rund halb so gross wie zur August-Rekordnähe. Venus steht in der Abenddämmerung, und Saturn geht in den Abendstunden auf. Jupiter ist erst in der 2. Nachthälfte zu finden.
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Ideal am Abendhimmel - in südlicher Richtung
Der Sensationsplanet des vergangenen Sommers ist auch im November eigentlich noch recht gut sichtbar, obwohl seine Helligkeit laufend abnimmt. Mars bleibt aber noch bis am 20. Dezember heller als ein Stern 0. Grösse - also noch hell. Im Laufe des Monats nimmt sein scheinbarer Durchmesser um über 25% ab - es lohnen sich also vor allem noch die ersten Tage für eine teleskopische Beobachtung. Das Erkennen von Oberflächendetails ist schon schwierig, und die in den letzten Monaten auffällige Südpoleiskappe hat sich saisonbedingt auf einen kleinen Rest zurückgezogen. Vor allem Anfang Monat steht der rote Planet in den Abendstunden den Umständen entsprechend hoch am Himmel. Sie finden den Mars in den Abendstunden in südlicher Richtung - die Region ist relativ arm an hellen Sternen, so dass Ihnen der gelblich-rötliche Stern auffallen sollte. Am Abend des 3. November steht der Mond als Aufsuchhilfe bei Mars: Der Planet ist dann rechts oberhalb des Mondes. Mars geht nach Mitternacht unter.
Saturn
Ab den Abendstunden; in der Morgendämmerung hoch im Südwesten Saturn geht bereits vor 21 Uhr auf, zu Monatsende sogar schon vor 19½ Uhr. Mit seiner grossen Deklination (über 22° Nord!) erreicht der Ringplanet schon 2 Stunden nach Aufgang eine genügende Höhe über Horizont, so dass in den späteren Abendstunden eine schöne teleskopische Beobachtung möglich sein sollte. Der Gasplanet strahlt in diesem Monat als Stern von ungefähr 0. Grösse und sein scheinbarer Durchmesser beträgt rund 20" und derjenige der äusseren Ringe über 40". Bis zur Opposition in der Silvesternacht vergrössert sich der Durchmesser nur noch unwesentlich. Ambitionierte Hobbyastronomen wollen aber bestimmt jetzt schon versuchen, den Anblick der weit geöffneten Ringe zu geniessen. Hierfür ist die Zeit nach Mitternacht am Besten geeignet - Saturn steht dann sehr hoch in südlicher Richtung. Die Erde steht übrigens 25° südlich der Äquatorebene von Saturn. VenusTief in der Abenddämmerung Die Venus stand bereits Mitte August in oberer Konjunktion mit der Sonne. Trotzdem erreicht unser innere Nachbarplanet kurz nach Sonnenuntergang noch keinen grosser Horizontabstand. Am Besten kann Venus kurz nach Sonnenuntergang mit einem Fernglas aufgesucht werden - ihre Helligkeit von -3.9 Grösse sollten den Planeten sichtbar machen. Am Abend des 27. Novembers können Sie unmittelbar nach Sonnenuntergang den Mond als Aufsuchhilfe verwenden: Venus steht 5 Monddurchmesser oberhalb der ganz schmalen Mondsichel. MerkurZu nahe bei Sonne - unsichtbar Merkur stand am 25. Oktober in oberer Konjunktion zur Sonne und war deshalb von der Erde aus beobachtet unsichtbar. Der Winkelabstand von der Sonne vergrössert sich nur zögerlich. Ab Ende Monat beginnt eine Abendsichtbarkeit, die in der östlichen Elongation am 9. Dezember gipfelt. Eventuell kann er bei guten Verhältnissen in den letzten Novembertagen kurz nach Sonnenuntergang tief im Südwesten mit Hilfe eines Fernglases gesehen werden. JupiterAm Morgen - hoch und hell in Morgendämmerung Jupiter, der grösste Planet unseres Sonnensystems, geht weiterhin erst nach Mitternacht auf. Er steht im Sternbild Löwe. In den letzten 2 Jahren standen Jupiter und Saturn jeweils nahe beieinander. Mittlerweile ist aber der Winkelabstand zwischen den beiden Gasplaneten so weit angewachsen, dass sie in unterschiedlichen Himmelsregionen stehen. Jupiter ist der helle Stern, der vor Sonnenaufgang hoch (45°-50°) und unübersehbar hell im Süden steht. Uranus und Neptun
Bis um Mitternacht - in südwestlicher Richtung Die äusseren Gasriesen Uranus und Neptun befinden sich in den tiefsten Regionen der Ekliptik. Obwohl die Kulminationshöhen - die in der Abenddämmerung erreicht werden - ziemlich bescheiden sind, können die kontrastlosen Planetenscheiben noch gut am Abendhimmel beobachtet werden. Neptun erreichte am 4. August seine Oppositionsstellung - stand dann also von der Erde aus gesehen der Sonne gegenüber. Uranus stand am 24. August in Opposition. Wenn Sie diese beiden Planeten aufsuchen möchten - die sternenförmigen Punkte sind bereits im Fernglas sichtbar, und im Teleskop erkennen Sie eine Scheibchenform - erstellen Sie sich bitte eine aktuelle Aufsuchkarte (die Bildausschnittshöhe entspricht jeweils etwa dem Winkel, der eine gespreizte, ausgestreckte Hand aufspannt): Uranus bzw. Neptun. Weiterführende Links
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