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Die Abende in dieses Jahreszeit bieten eine kontrastreiche Szene von hellen und lichtschwachen Sternbildern. Das helle Band heller Sterne beinhaltet die Sterne des Sommerdreiecks, Cassiopeia, Perseus und Fuhrmann und Stier. Die Bilder des 'Wassers' befinden sich alle im Südwesten bis Südosten. Der einsame Stern Fomalhaut im Südlichen Fisch steht nun am Höchsten.
Die Abende in dieses Jahreszeit bieten eine kontrastreiche Szene von hellen und lichtschwachen Sternbildern. Öffenen Sie unsere Sternkarte in einem separaten Fenster, oder noch besser, drucken Sie diese aus. Um Druckertinte oder -toner zu sparen wird die Druckversion invertiert und schwarz-weiss dargestellt! Die Sternkarte zeigt den gesamten Anblick des Sternenhimmels in den Abendstunden im Oktober, und für November nach der Abenddämmerung.
Was sehen Sie am Sternenhimmel? Wahrscheinlich werden Sie bemerken, dass praktisch sämtliche helle Sterne in einem Band verteilt sind. Dieses beginnt mit den Sternen des Sommerdreiecks: Vega (Sternbild Leier), Deneb (Sternbild Schwan) und Altair (Sternbild Adler). Diese stehen noch sehr hoch am Westhimmel. Das Band zieht sich weiter über den Zenit und wieder hinunter gegen Osten und Nordosten, mit den Sternen der Wintersternbilder Capella (Sternbild Fuhrmann, lat. Auriga) und Aldebaran (Sternbild Stier), die immer noch nur wenig über dem Horizont stehen.
Um diese Sternbildanordnung zu studieren sollte jeweils die ausgedruckte Sternkarte so gedreht werden, das der Richtungsweiser (N - Nord, NE - Nordost, E - Ost, SE - Südost, S - Süd, SW - Südwest, W - West, NW - Nordwest) unten zu liegen kommt. Das Band mit den hellen Sternen entspricht recht gut mit demjenigen der Milchstrasse überein: Die Milchstrasse zieht sich durch den Adler - Schwan - Cepheus - Cassiopeia - Perseus über den Fuhrmann zum Nordosthorizont.
Ein Blick gegen Westen zeigt Vega und Altair auf ähnlicher Höhe über dem Horizont (Vega noch leicht höher). Das Sternbild Leier befindet sich gerade links von der Vega. Bei guter Sicht, von einem Ort abseits der Lichtverschmutzung von Städten aus, scheinen die kleinen Sternbilder innerhalb und in der Nähe des Sommerdreiecks immer noch hoch und auffällig: Der Pfeil und der Delfin.
Oberhalb von Vega - fast im Zenit steht der helle Stern Deneb im Sternbild Schwan. In Anlehnung an das bekannte Sternbild Kreuz des Südens (dieses steht auch in der Flagge von einigen Ländern der Südhemisphäre), wird das Sternbild Schwan manchmal auch das Kreuz des Nordens genannt. Etwa gleich hoch wie der Schwan befindet sich der Pegasus, er steht in südlicher Richtung. Der Pegasus bildet ein äuffälliges grosses Rechteck. Diesem schliesst sich gegen Osten das Sternbild Andromeda an. Dieses ist die Heimat der bekannten Galaxie M31, der Andromeda-Galaxie.
Falls Sie diese gesamte Tour vom Westhorizont bis zur Andromeda am tatsächlichen Himmel vollführt haben, dann dürfte Ihnen nun der Nacken ziemlich weh tun! Deshalb drehen wir uns nun Richtung Nordosten: Drehen Sie die Sternkarte so, dass Nordosten (NE) gegen unten zeigt. Hoch am Himmel werden Sie nun wieder die Sterne der Andromeda erkennen. Gleich hoch, aber links von der Andromeda, finden Sie die Zickzacklinie des auffälligen Sternbildes Cassiopeia. Von hier senken Sie Ihre Augen tiefer und kommen an den Sternbildern Perseus und Fuhrmann vorbei. Diese stehen Mitten im schimmernden Band der Milchstrasse. Zwischen der Cassiopeia und dem Perseus funkeln schwach zwei Nebelflecklein - bereits im Fernglas entpuppen sich diese als eine Ansammlung von zahlreichen Sternen: die offenen Sternhaufen h+chi Persei.
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Rechts und noch etwas tiefer als der helle Stern Capella im Fuhrmann steht der orangefarbene Stern Aldebaran. Weiter rechts, wiederum etwas höher als Aldebaran, steht ein kleines Sterngrüppchen, die Plejaden. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen offenen Sternhaufen, wobei die Einzelsterne bereits von blossem Auge erkannt werden können.
Die lichtschwachen Sternbilder des 'Wassers' befinden sich im tieferen Himmelsbereich von Osten über Süden bis Südwesten. Dieses sind die beiden Tierkreis-Sternbilder Wassermann und Fische und die weniger bekannten Sternbilder Walfisch, Südlicher Fisch. Der Fluss Eridanus ist gerade am Aufgehen. Einzig der Delfin steht noch hoch am Himmel. Etwas haben diese Sternbilder gemeinsam: Sie sind alle lichtschwach.
Gibt es noch weitere helle Sterne am Himmel? Ja, einige liegen gerade entlang dem Nord-Süd Meridian. Die Zeigersterne des Grossen Wagens sind fast am tiefsten Punkt ihrer Bahn um den Polarstern, und befinden sich ganz tief am Nordhorizont. Verlängern Sie die Verbindungslinie gegen oben, so finden Sie den Polarstern. Dieser befindet sich etwa in halber Höhe zwischen Horizont und Zenit. Darüber steht Cepheus, der König (gleich neben der Cassiopeia, der Königin!). Nach dem Zenit, den Himmel nach Süden überstreifend, finden Sie das grosse Viereck des Pegasus. Ganz tief im Süden steht der einsamste Stern mit 1. Helligkeitsklasse, Fomalhaut im Südlichen Fisch. Er steht nun am Höchsten, wie wir ihn überhaupt sehen können.
In der Sternkarte sind die Gebiete auffälliger Sternansammlungen, die offenen Sternhaufen, mit gepunkteten kleinen Kreisen dargestellt.
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