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Mars steht im Oktober für Beobachtungen während Sternwarten-Führungen noch recht günstig am Abendhimmel; sein Durchmesser verringert sich aber rasch. Venus sollte in der Abenddämmerung langsam erkennbar werden. Saturn geht bereits vor Mitternacht auf, Ende Monat sogar vor 21 Uhr. Am Morgenhimmel ist auch noch Jupiter zu finden.
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Ideal am Abendhimmel - in südlicher Richtung
Der Sensationsplanet des Sommers 2003 ist auch im Oktober eigentlich noch recht gut sichtbar. Anfang Monat ist sein Durchmesser 'nur' rund 18% kleiner als während der Rekordnähe von um den Monatswechsel August/September. Bis Ende Oktober nimmt der Scheibendurchmesser aber nochmals um fast 30% ab - dies entspricht dann nur noch etwas mehr als einem drittel der Fläche zur Zeit der Rekordnähe: Das Erkennen von Oberflächendetails wird nun schon schwieriger, und die vorher auffällige Südpoleiskappe hat sich saisonbedingt auf einen kleinen Rest zurückgezogen. Vor allem Anfang Monat steht der rote Planet in den Abendstunden den Umständen entsprchend hoch am Himmel. Seine Helligkeit nimmt aber um eine Helligkeitklasse ab, ist aber immer noch so hell wie die hellsten Sterne. Sie finden den Mars in den Abendstunden in südlicher Richtung - die Region ist relativ arm an hellen Sternen, so dass Ihnen der gelblich-rötliche Stern auffallen sollte.
SaturnAb den späteren Abendstunden Saturn verfrüht seinen Aufgang im Laufe des Monats wegen der Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit um fast 3 Stunden, von anfangs 23-24 Uhr auf etwa 20½ Uhr. Saturn strahlt in diesem Monat noch nicht besonders hell und sein scheinbarer Durchmesser wächst zwar stetig aber nicht übermässig rasch. Er ist im Sternbild Zwillinge zu finden. Ambitionierte Hobbyastronomen wollen aber bestimmt jetzt schon versuchen, den Anblick der weit geöffneten Ringe zu geniessen. Hierfür ist die Zeit zwischen 5 und 6 Uhr am besten geeignet - Saturn steht dann sehr hoch in südlicher Richtung. VenusTief in der Abenddämmerung Die Venus stand bereits Mitte August in oberer Konjunktion mit der Sonne. Trotzdem erreicht unser innere Nachbarplanet kurz nach Sonnenuntergang noch kein grosser Horizontabstand. Am besten kann Venus nach Sonnenuntergang mit einem Fernglas aufgesucht werden - ihre Helligkeit von -3.9 Grösse sollten den Planeten sichtbar machen. Am Abend des 26. Oktobers können Sie unmittelbar nach Sonnenuntergang den Mond als Aufsuchhilfe verwenden: Venus steht 4 Monddurchmesser links (rund 2°) von der ganz schmalen Mondsichel entfernt. Merkur
Bis 10. Oktober in der Morgendämmerung Merkur steht in seiner besten Morgensichtbarkeit in diesem Jahr: die grösste westliche Elongation von der Sonne von 18° hat er am 27. September erreicht. Er nähert sich wieder rasch der Sonne, so dass er nur noch bis am 10. Oktober als kleiner heller Stern in der Morgendämmerung auffindbar ist. Durch ein Teleskop können Sie mitverfolgen, wie der Durchmesser des Planeten kleiner wird und seine Phase von anfangs etwa 'Halbmerkur' im Laufe der Tage immer voller wird. Am 25. Oktober steht Merkur dann bereits in oberer Konjunktion, ist dann wegen seiner scheinbaren Nähe zur Sonne nicht mehr zu beobachten (er befindet sich dann quasi 'hinter' der Sonne). JupiterAm Morgen Jupiter, der grösste Planet unseres Sonnensystems, geht in den Morgenstunden immer früher auf. Anfangs noch zwischen 4-5 Uhr, Ende Monat um 2 Uhr. Er steht im Sternbild Löwe. In den letzten 2 Jahren standen Jupiter und Saturn jeweils nahe beieinander. Mittlerweilse ist aber der Winkelabstand zwischen den beiden Gasplaneten so weit angewachsen, dass sie in unterschiedlichen Himmelsregionen stehen. Uranus und Neptun
Bis nach Mitternacht - in südlicher Richtung Die äusseren Gasriesen Uranus und Neptun befinden sich in den tiefsten Regionen der Ekliptik. Uranus ist gar nicht allzu weit von Mars entfernt zu finden. Obwohl die Kulminationshöhen recht bescheiden sind, können die kontrastlosen Planetenscheiben noch gut am Abendhimmel beobachtet werden. Neptun erreichte am 4. August seine Oppositionsstellung - stand dann also von der Erde aus gesehen der Sonne gegenüber. Uranus stand am 24. August in Opposition. Wenn Sie diese beiden Planeten aufsuchen möchten - die sternenförmigen Punkte sind bereits im Fernglas sichtbar, und im Teleskop erkennen Sie eine Scheibchenform - erstellen Sie sich bitte eine aktuelle Aufsuchkarte (die Bildausschnittshöhe entspricht jeweils etwa dem Winkel, der eine gespreizte, ausgestreckte Hand aufspannt): Uranus bzw. Neptun. Weiterführende Links
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