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Der Sternenhimmel

Sternkarte und Beschreibung für: MESZ 

Wenn wir an den Himmel sehen und die Sterne wie auf unserer Sternkarte stehen, wissen wir, das es die Stunde des Steinbocks ist - das Sternbild Steinbock steht dann im Süden. Gleichzeitig vermittelt es aber ein Gefühl von Herbst, weil zwar die Sommersternbilder noch fast im Zenit stehe, aber auch die typischen Herbststernbilder im Osten rasch an Höhe gewinnen.

Sternenhimmel von CalSKY
Der gesamte Sternenhimmel über Mitteleuropa. Die Sterne wurden für die gewählte Zeit dargestellt. Das Kreuz in Bildmitte symbolisiert den Zenit, den Punkt genau über Ihrem Kopf. Um den Himmel in Südrichtung zu beobachten, halten Sie die Sternkarte so, wie sie auf dem Bildschirm erscheint, also das Symbol für Süden 'S' gegen unten und gegen Ihre Südrichtung halten. Sie können dann die Sterne zwischen Bildrand und dem Zenitkreuz identifizieen. Für die einfache Beobachtung in andere Himmelsrichtungen sollten Sie sich die Karte ausdrucken und dann jeweils die gewünschte Himmelsrichtung auf der Karte nach unten drehen. Öffne Sternkarte in separatem Fenster.
Sie können den Namen von hellen Sternen und Nebel unter Ihrem Mauszeiger in der Statuszeile Ihres Browsers und in der Textbox ablesen.
Die Stern-Position stimmt in der Karte nicht exakt mit dem tatsächlichen Sternenhimmel überein, hierfür sollten Sie sich Ihre eigene individuelle genaue Sternkarte erstellen und interaktiv die Schönheiten des Himmels entdecken.. © A. Barmettler.

Spaziergang am Himmel

Ein Sprichwort sagt 'Vögel fliegen hoch, Fische schwimmen tief'. Im Spätsommer ist diese Weisheit nicht nur für irdische Verhältnisse richtig, sondern findet auch ihr Ebenbild am Himmel.

Der Schwan und der Adler stehen mit ihren hellen Sternen und dem schimmernden Band der Milchstrasse sehr hoch. Demgegenüber stehen die Fische und der Südliche Fisch nur wenig über dem Horizont. Gut, der Delfin ist ja auch ein Wasserbewohner, er steht aber in unserer Himmelsansicht höher als der Adler - betrachten wir den Delfin also so, als ob er gerade hoch aus dem Wasser gesprungen ist! Im Südosten taucht gerade der Walfisch aus dem unendlichen Horizont auf, um für wenige Stunden frische Luft zu schnappen.

Zur Stunde des Steinbocks steht das Sternbild Steinbock am höchsten Punkt seiner täglichen Bahn - genau im Süden. Für Mitteleuropa erreicht er keinen besonders grossen Horizontabstand, auch besteht er nur aus kettenförmig angeordneten lichtschwachen Sternen. Selbst der Hauptstern (Alpha Capricorni) erreicht nur 4 mag Helligkeit. Mit einem guten und scharfen Augenlicht ausgestattet kann dieser ganz oben rechts im Steinbock stehende Stern dafür bei der genaueren Betrachtung in zwei Komponenten aufgespalten werden. Im Fernglas sind die beiden Sterne des Doppelsterns allerdings gut erkennbar.

Hoch im Osten steht ein auffälliges, grosses Viereck - das geflügelte Pferd Pegasus. Mit seinen Flügel kann auch er als Bestätigung unseres eingangs erwähnten Sprichwortes dienen. Verlängert man die rechte Seite des Vierecks nach unten, gelangt der Blick auf einen einsamen Stern, Fomalhaut, im Sternbild Südlicher Fisch. Die obere Seite des Vierecks verlängert sich sanft geschwungen nach links unten: zuerst über die Sterne der Andromeda, dann den Hauptstern des Perseus und endet am hellsten Stern der Nordhemisphäre, bei Capella im Sternbild Fuhrmann (Auriga).

Zur Stunde des Steinbocks geschehen verschiedene Dinge am Himmel: Einerseits verabschiedet sich im Westen der helle Stern Arkturus (im Sternbild Bootes), Capella (Sternbild Fuhrmann, Auriga) gewinnt im Nordosten rasch an Höhe und der auffällige Sternhaufen Plejaden geht am Nordosthorizont auf. Zu dieser Zeit stehen die schönen Himmelsobjekte im Sommerdreieck am höchsten über unseren Köpfen. Es lohnt sich also die lauen und häufig klaren Spätsommerabende unter dem Sternenhimmel zu verbringen!

In der Sternkarte sind die Gebiete auffälliger Sternansammlungen, die offenen Sternhaufen, mit gepunkteten kleinen Kreisen dargestellt.



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28.08.2003 20:04 Uhr, Arnold Barmettler

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