|
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ein Grossereignis bietet im Mai der Planet Merkur: Er läuft am 7. Mai vor der Sonnenscheibe durch. Jupiter steht weiterhin am Abend unübersehbar und sehr hoch am Himmel, geht aber auch schon bald nach Mitternacht unter. Saturn kann noch am Abend im Westen gesehen werden. Der rote Planet Mars nähert sich seiner einmaligen Opposition vom August: er wird laufend heller und ist schon heller als 0 mag. Er ist am Morgen tief im Süden zu finden. Venus steht noch immer tief in der Morgendämmerung.
Nachdem Merkur im April seine beste Abendsichtbarkeit in diesem Jahr vorgelegt hat, legt er im Mai noch eins drauf, mit etwas, was er nur etwa alle 10 Jahre macht: Er läuft am Vormittag vom Mittwoch, dem 7. Mai 2003, vor der Sonnenscheibe durch.
|
Als seltenes Ereignis zieht der Planet Merkur vor der Sonnenscheibe durch. Von Europa aus kann der gesamte Transit durch speziell ausgerüstete Teleskope beobachtet werden. Vom Phänomen her ist ein Merkurtransit eine ringförmige Sonnenfinsternis, nur wird ein so kleiner Teil von der Sonne abgedeckt, das dies abgesehen von teleskopischer Beobachtung nicht bemerkbar ist. Der Merkurvorübergang vor der Sonne wird für viele Astronomen die Hauptprobe für den bedeutend einfacher sichtbaren Venustransit vom Juni 2004 sein. Trotzdem sollten Sie diese Möglichkeit nicht verpassen und sich diesen Mittwoch in der Agenda markieren. |
» Erfahren Sie hier mehr zum Merkurtransit vom 7. Mai 2003.
» Erfahren Sie hier mehr zum Venustransit vom 8. Juni 2004.
Des helle Gasplanet Jupiter kulminiert vor Sonnenuntergang. Er ist der unübersehbar helle Stern, der abends und bis nach Mitternacht am Sternenhimmel strahlt. Der Riesenplanet befindet sich den gesamten Monat über im Sternbild Krebs.
Solange Jupiter noch so günstig hoch am Abendhimmel steht, sollten Sie diesen Gasplaneten so oft wie möglich durch ein Teleskop beobachten: um beispielsweise die Schattenspiele der Jupitermonde zu verfolgen, und den Grossen Roten Fleck und die Wolkenbänder zu erkennen. Falls Sie kein Fernrohr besitzen, lohnt sich der Besuch einer öffentlichen Sternwarte. Meiden Sie hierfür aber wenn möglich die Zeit um den Vollmond, weil dann die vom hellen Mondlicht aufgehellte Erdatmosphäre den Kontrast vieler Objekte verschlechtert.
Eine bekannte und recht auffällige Struktur auf der Jupiteroberfläche ist der Grosse Rote Fleck, der seit dem 19. Jahrhundert beobachtet wird. Der Grosse Rote Fleck wird am besten 30 Minuten um den Transitzeitpunkt des Flecks beobachtet. Diese Transitzeiten finden Sie bei unserem CalSKY.
Am 28. März begann auf Jupiter der Herbst. Weil die Äquatorebene von Jupiter dann die Sonne überstreifte, und sich die Monde von Jupiter in etwa der Äquatorebene bewegen, können die Schatten der Monde über die anderen Jupitermonde hinwegziehen. Eine solche Finsternis, oder, falls ein Mond den anderen bedeckt, eine Bedeckung, kann mit Amateurmitteln beobachtet werden. Bemerkbar wird ein Helligkeitabfall von mehreren Minuten sein. Selbstverständlich können Sie sich auch die Zeiten dieser Ereignisse mit unserer Online-Software CalSKY berechnen lassen.
» Gegenseitige Bedeckungen und Verfinsterungen der Jupitermonde
Jupiter steht nach dem Einnachten sehr hoch am Himmel. Die Beobachtung
von Schattenspielen der Jupitermonde ist auch in diesem Monat spannend.
» Tipp: Mit unserer Online-Software
CalSKY können Sie sich die Zeiten von Finsternissen auf Jupiter berechnen und
Simulationen anzeigen lassen. Sehen Sie in der obenstehenden Ansicht der Jupitermonde dereen
Position relativ zu Jupiter.
![]() |
Der Ringplanet Saturn ist zwar auch recht hell, scheut aber den Vergleich mit Jupiter bei weitem. Er steht am Abend noch recht hoch im Südwesten, in Mitten der hellen Sterne des Wintersechsecks.
Saturn zeigt uns in diesen Monaten weit geöffnete Ringe (grösste Ringöffnung erreichte er am 7. April 2003), was seine Helligkeit und Attraktivität weiter steigert. Jetzt noch, und um die Opposition am Jahresende 2003 dürfen wir uns noch an den besten Beobachtungsbedingungen für gut 30 Jahre erfreuen!
Dies sollten also genug Gründe sein, um das Juwel unter den Planeten mit Ihren eigenen Augen durch das Teleskop Ihrer öffentlichen Sternwarte zu bewundern! (» z.B. Sternwarten der Schweiz).
Der rötliche Planet Mars steht erst ab 2-3 Uhr über dem Südosthorizont. Mars hat zwar seinen tiefsten Punkt auf seiner Bahn bereits im März durchschritten, kommt aber nur langsam in höhere Bereiche der Ekliptik. Er durchläuft im Laufe des Mai das Sternbild Steinbock.
Trotz der ungünstigen, südlichen Stellung von Mars nimmt seine Helligkeit im Laufe des Monats von anfangs 0 mag um 0.6 mag zu und wird und endlich richtig auffällig. Er ist damit bereits deutlich heller als die anderen in der Himmelsregion stehender Fixsterne.
Der Blick durch ein Teleskop zeigt den Mars als rotes Scheibchen. Im Laufe des Monats vergrössert sich die scheinbare Planetenfläche um fast 70%! Ende Monat erreicht er schon fast den halben Durchmesser, den er im August erreichen wird. Es lohnt sich nun wieder mit Amateurteleskopen die ersten Konturen auf Mars zu suchen, obwohl dies zu einer nicht gerade angenehmen Nachtstunde stattfinden muss.
» Lernen Sie mehr über die Mars-Opposition 2003 .
![]() |
Venus nähert sich in diesem Monat weiter rasch der Sonne. Sie geht erst während der Morgendämmerung, etwa eine Stunde vor der Sonne, im Nordosten auf. Die Beobachtung wird laufend schwieriger, sollte aber noch gut möglich sein. Die Konjunktion mit der Sonne wird erst im Laufe des August stattfinden.
Die beiden sonnenfernsten Gasriesen in unserem Sonnensystem stehen diesen Monat immer noch recht ungünstig tief unter dem Äquator und gehen nur wenig vor Sonnenaufgang auf. Sie können noch nicht gut beobachtet werden.
|
|||||||||||
|
|||||||||||