|
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die auffälligen Wintersternbilder stehen allesamt im Westen. Der Himmel wird aber von den beiden bekannten Sternbildern Löwe und Grosser Bär dominiert - beide stehen in fast gleicher Distanz vom Zenit. Im Osten funkeln die Sterne des Bootes.
|
» Verwenden Sie diese Beschreibung des Sternenhimmels gemeinsam mit unserer Sternkarte. |
![]() |
Dieser Himmelsanblick - entsprechend dem Abendhimmel im April - zeigt den noblen Löwen hoch im Süden. Es ist aber auch die Zeit, wo sich der Grosse Wagen verkehrt stehend hoch im Norden befindet. Der Grosse Wagen ist eigentlich kein Sternbild - es ist nur der auffällige Teil des Sternbildes Grosser Bär. Der Bär klettern nun gerade hoch über unseren Köpfen über den Himmel... Die auffälligen 7 Sterne des Grossen Wagens bilden den Hinterteil des Bären und die Deichsel ist der überlange Schwanz des Bären.
![]() |
Der Grosse Bär und der Löwe sind berühmte Sternbilder, so berühmt, dass sie nicht einmal berümte Namen brauchen: Sie verfügen über helle Sterne in aufälligen Mustern und sind darüber hinaus noch in strategisch wichtigen Position am Himmelszelt angebracht. Der Grosse Bär domininert den gesamten zirkumpolaren Himmelsbereich und kann als Hilfe zur Navigation verwendet werden (siehe Zeiger auf den Polarstern!). Der Löwe ist gerade so plaziert, dass Mond und Planeten in regelmässigen Abständen den hellen Stern Regulus bedecken oder wenigstens nahe stehen.
Nichtsdestotrotz sollten diese beiden Sternbilder nicht unsere gesamte Aufmerksamkeit absorbieren - der Frühlingshimmel hat noch mehr zu bieten. Da wären zum Beispiel die beiden hellen Sterne Spica und Arkturus, die im Südosten, bzw. im Osten stehen. Beide sollten bereits genügend hoch sein, um oberhalb von Hügeln, Bäumen und Häuser zu stehen. Sowohl Arkturus wie auch Spica sind sogar heller als Regulus, erscheinen aber nicht einmal gleich hell. Dies liegt daran, dass das Licht der beiden Sterne einen längeren Weg durch die irdische Atmosphäre zurücklegen müssen - dies verursacht einerseits eine Extinktion, d.h. eine Abschwächung der Helligkeit, andererseits erhöht dies auch das Funkeln der Sterne.
![]() |
Hoch am Himmel stehen auch einige Regionen, welche sich durch ein Teleskop als wahre Schatztruhen entpuppen: Die Sternbilder Jagdhunde, Haar der Berenike und der nördliche Teil der Jungfrau. Diese Gebiete sind voll von Galaxien, wie beispielsweise der bekannte Spiralnebel M51 in den Jagdhunden (NGC 5194). Wir befinden uns fast auf der Rotationsachse dieser Spiralgalaxie, so dass sie uns weit geöffnet erscheint. Weil sie wie ein grosser Strudel erscheint, wird sie Whirlpool-Galaxie genannt. Unmittelbar nördlich von M51 befindet sich NGC 5195, die gravitationell mit M51 interferiert.
Das Auffinden von M51 stellt sich nicht als übermässig schwierig heraus: sie liegt in der Nähe des Schwanz-Endes des Grossen Bären. Bei sehr dunklem Himmel kann die Whirlpool-Galaxie gerade noch in einem Fernglas oder Suchfernrohr erkannt werden. Damit die Armstrukturen der Galaxie gesehen werden können braucht es aber schon ein Amateurteleskop.
Diese uns relativ nahe gelegene Galaxie gehört zu einem ganzen Haufen von Galaxien, welche den Virgo Galaxien Cluster bilden. Diese Gruppe vereint sehr viele Galaxien durch Schwerkraft.
In der Nähe liegt nun ein Schmuckstück, dass bereits von blossem Auge gesehen werden kann: Der Coma-Sternhaufen im Sternbild Haar der Berenike. Haar der Berenike befindet sich direkt in der Mitte der Verbindungslinie vom Ende des Löwen und dem Deichselende des Grossen Wagens. Das Sternbild umfasst eine Reihe von lichtschwachen Sterne die uns wie ein Lockenkopf einer längst vergangenen Königin erscheint - eben dass Haar der Berenike, einer ägyptischen Königin, die dem Sternbild den Namen gegeben hat. Der Coma-Sternhaufen ist uns vielleicht 100'000 näher wie der Virgo Galaxienhaufen und vielleicht 100-mal jünger.
Saturn steht am Westhimmel, inmitten des Wintersechsecks. Er ist heller als diese Ecksterne, ausser Sirius. Jupiter steht fast im Zenit.
» Hier erfahren Sie mehr zu den Planeten in diesem Monat.
|
|||||||||||
|
|||||||||||