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Sonne

Sonnenlauf
Aktuelles Bild der Sonne  Aufgang   Untergang 
30. März 7h10m19h52m
6. April6h56m20h01m
13. April6h43m20h11m
20. April6h30m20h21m
27. April6h17m20h31m
Auf- und Untergänge für Zürich.
» Berechnungen für Orte auf der gesamten Welt.

Im Laufe des Monats steigt die Sonne über 10° höher und scheint bis Ende Monat 2 Stunden länger als am 1. April. Anfangs geht sie um 7 Uhr auf und um 19¾ Uhr unter, ende Monat bereits um 5½-6 Uhr, bzw. 20½ Uhr. Am 16. April zeigen Sonnenuhren die wahre Ortszeit an.

Sonnenlauf

Die Kulminationshöhen der Sonne steigen im Laufe des Monats um 10½° an. Sie erreichen in Deutschland also bis zu 50° im Norden und 58° im Süden.

Morgens ist es am Anfang wegen der Umstellung auf die Sommerzeit MESZ wieder dunkel, und die Sonne geht gegen 7 Uhr auf. Im Laufe des Monats verfrüht sich der Sonnenaufgang aber bereits wieder auf fast 6 Uhr.

Der Sonnenuntergang verspätet sich gegen 20:30 Uhr. Die Dämmerung verlängert sich sowohl am Morgen als auch am Abend um rund eine Stunde: am Abend ist es anfang Monat noch bis 21 Uhr hell, ende Monat bereits schon bis 22 Uhr.

Zeitgleichung Null

Die Sonnenuhr widerspiegelt die wahre Sonnenzeit, die aus dem Stand der Sonne an unserem Himmel durch Messungen bestimmt werden kann. Sie ist wegen dem sich periodisch ändernden Abstand der Erde zur Sonne nicht gleichmässig und deshalb für ein Zeitmass des Alltags nicht geeignet (Ellipsenform!). Deshalb verwenden wir eine mittlere Sonne für unser tägliches Zeitmass.

Am 16. April stimmt die Zeit der Sonnenuhr mit derjenigen der lokalen Ortszeit überein. Trotzdem steht aber die Sonne nicht um 12 Uhr genau im Süden, d.h. am höchsten Punkt ihrer täglichen Bahn: Einerseits haben wir mit der Einführung der Sommerzeit erst um 13 Uhr Mittag, andererseits leben wir nicht nach der Lokalzeit, sondern nach Zonenzeiten. Die Mitteleuropäische Zeit MEZ/MESZ ist die Lokalzeit für Orte mit einer geografischen Länge von 15° Ost. Weil sich die Erde in 24 Stunden um ihre Achse dreht, entspricht eine Abweichung von einem Längengrad einer zeitlichen Differenz zwischen Lokal- und Zonenzeit von 4 Minuten. Für Orte westlich von 15° Ost kulminiert die Sonne entsprechend später, z.B. Mannheim, Zürich 26 Minuten später. Östlich von 15° Ost ist früher 'Mittag': z.B. Wien mit 5 Minuten früher.

In Mannheim steht die Sonne also am 16. April um 13 Uhr plus 26 Minuten minus Zeitgleichung, also 13:26 MESZ im Süden.

Mit folgendem Link kann der Vor- und Nachlauf von Sonnenuhren berechnet werden: Aktuelle Zeitwerte. Gleichzeitig werden GPS-Zeit und weitere Werte berechnet und angezeigt.

Vorschau: Sonnenfinsternis am 31. Mai 2003

Verlauf der Sonnenfinsternis vom 31. Mai 2003 in Berlin. In Island/Grönland und Teilen Schottlands ist die Finsternis ringförmig. © CalSKY.com

Am Samstag, 31. Mai streift die Verbindungslinie Sonne-Mond die Erde bei Island. Am frühen Morgen kommt es in Europa zu einer recht grossen partiellen Finsternis.

Von Grönland über Island bis an die Küste Schottlands wird man bei sehr tiefem Sonnenstand eine ringförmige Sonnenfinsternis sehen. In weiten Teilen Europas (ausser Spanien, Portugal, SW Frankreichs) wird die Sonne verfinstert aufgehen.

» Erfahren Sie hier mehr zur Sonnenfinsternis vom 31. Mai 2003.


Vorschau: Merkurtransit am 7. Mai 2003

Der Merkurtransit in Horizontkoordinaten für Europa. © CalSKY.com

Als seltenes Ereignis zieht der Planet Merkur vor der Sonnenscheibe durch. Von Europa aus kann der gesamte Transit durch speziell ausgerüstete Teleskope beobachtet werden.

Der Merkurvorübergang vor der Sonne wird für viele Astronomen die Hauptprobe für den bedeutend einfacher sichtbaren Venustransit vom Juni 2004 sein. Trotzdem sollten Sie diese Möglichkeit nicht verpassen und sich diesen Mittwoch in der Agenda markieren.

» Erfahren Sie hier mehr zum Merkurtransit vom 7. Mai 2003.


Sonnenflecken

Die grösste Anzahl von Sonnenflecken kann man während des Sonnenaktivitätsmaximums beobachten. Sie entstehen durch Magnetfelder, durch die die Photosphäre um einige hundert Grad abgekühlt wird. Sonnenflecken erscheinen nun in der Zeit nach dem Aktiviätsmaximum nicht mehr so stark gruppiert wie vor dem Maximum: Die Fleckengruppen umfassen jeweils nicht mehr so viele Einzelflecken, sind dafür aber zahlreicher.

Aktuelle Ansicht der Sonne - aktualisiert am Sun, 11 May 2008 17:15:00 GMT SOHO © CalSKY / A. Barmettler.
Sonne, aktuelle Ansicht

In Zeiten mit leichtem Nebel werden wir häufig nach Flecken auf der Sonne gefragt. Tatsächlich können diese grossen Gruppen von Sonnenflecken von blossem Auge gesehen werden. Flecken, welche auf dem kleinen Sonnenbild auf dieser Seite sichtbar sind, können auch von blossem Auge gesehen werden - allerdings sollten Sie dies nicht selber versuchen - die Gefahr, die Augen zu gefährden ist auch selbst bei dichtem Nebel gegeben!

Für die sichere Beobachtung der Sonnenflecken ist eine Spezialausrüstung erforderlich. Sehr grosse Sonnenflecken können aber bereits mit Hilfe der Sonnenfinsternisbrille, wie Sie sie vielleicht noch von der Finsternis von 1999 besitzen (ohne Kratzer, Risse oder Löcher!), von blossem Auge beobachtet werden. Schauen Sie auf keinen Fall ohne Schutz in die Sonne - auch eine gute Sonnenbrille filtert die gefährliche Strahlung nicht genügend ab.

Bei Teleskop- und Feldstecherbeobachtungen sollten Sie ausschliesslich für die Sonnenbeobachtung zugelassene Objektivfilter verwenden und diese vor jeder Verwendung auf Risse, Kratzer oder gar Löcher kontrollieren, um eine Erblindung zu vermeiden.

Einige Sternwarten führen spezielle Beobachtungsmöglichkeiten während des Tages durch. Am besten erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer nächsten Sternwarte. Die entsprechenden Adressen finden Sie im offiziellen Verzeichnis der Schweizer Sternwarten. Ob sich ein Besuch lohnt, sehen Sie auf dem kleinen Sonnenbild, welches praktisch täglich mit dem Sonnenteleskop auf Hawaii aktualisiert wird.

Die Aktivität der Sonne ist mit der Sonnenfleckenzahl korreliert. Diese Sonnenfleckenzahl berechnet sich aus der Anzahl Fleckengruppen und der Einzelflecken. Heute beträgt die Sonnenfleckenzahl 0 .

Polarlichter

Wir informieren Sie auf unseren Seiten von www.astronomie.info über mögliche Nordlichtaktivitäten, falls Nordlichter bis in den deutschsprachigen Raum sichtbar sein könnten. Hierfür ist auch unser Wap-Service sehr zu empfehlen (wap.astronomie.info).

Nordlicht mit grünem 'Vorhang' und rotem Leuchten. Aufnahme NASA.
Polarlicht

Regelmässig werden von Regionen mit Sonnenflecken riesige Mengen von Gasen explosionsartig ausgestossen. Diese bewegen sich teilweise auf die Erde zu. Die geladenen Teilchen regnen auf die obersten Schichten der Atmosphäre und können starke Leuchterscheinungen verursachen. Solche Nordlichter sind üblicherweise nur in hohen Breiten nördlich des Polarkreises (bzw. südlich des Polarkreises auf der Südhemisphäre) sichtbar. Im laufenden Jahr konnten aber auch in Deutschland und der Schweiz Nordlichter beobachtet werden.

Eine Vorhersage der Nordlichtaktivität ist leider nicht exakt möglich, aber die Wahrscheinlichkeit, mit der dieses Phänomen an einer bestimmten geografischen Breite beobachtet werden kann, kann bereits recht gut berechnet werden. Falls Sie Benützer von CalSKY sind, werden Sie auf den CalSKY-Seiten automatisch gewarnt, falls von Ihrem Beobachtungsort aus potentiell Nordlichter beobachtet werden könnten. Dieser Service ist ebenfalls über unser Wap-Portal abrufbar (wap.astronomie.info). In unserem Informationsservice, welchen Sie gerade benützen, wird bei erhöhter Nordlichtaktivität auf jeder Seite oben rechts, unterhalb des Mond- und Kalenderblattes, die momentane Nordlichtaktivität und die Sichtbarkeitsgrenze für Europa eingeblendet.

Arnold Barmettler



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31.03.2003 07:03 Uhr, Arnold Barmettler

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