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Planeten im März 2003

Saturn steht hoch am Abendhimmel und kann bis in die Nachstunden gesehen werden. Am Abendhimmel dominert aber der im Osten stehende Planet Jupiter. Doch am Morgen scheint, ebenfalls im Osten stehend, die Venus noch um einiges heller. Jupiter ist dann noch im Westen zu sehen, geht aber rasch früher unter. Mars steht morgens nur 10-15° über dem Südhorizont und wird langsam heller.

Jupiter

Der Riesenplanet Jupiter stand im Februar in Opposition zur Sonne. Deshalb geht er nun bereits vor Sonnenuntergang auf und steht nach dem Einnachten schon hoch am Himmel. Er ist der unübersehbar helle Stern, der abends und nachts am Sternenhimmel strahlt. Erst in den Morgenstunden scheint der Morgenstern Venus im Osten noch heller und auffälliger, als dies Jupiter macht. Jupiter steht dann im Westen. Der Riesenplanet befindet sich den gesamten Monat über im Sternbild Krebs. Er ist im März rückläufig und läuft der Krippe (offener Sternhaufen Messier 44) entgegen. Mit einer Helligkeit von -2.5 mag ist er die gesamte Nacht über sehr hell! Da sich Jupiter weiterhin in den nördlichen Regionen der Ekliptik aufhält, steht er abends rasch hoch am Himmel. Um Mitternacht thront er hoch über unseren Köpfen.

Nun ist die beste Zeit für die Beobachtung von Jupiter angebrochen: Richten Sie Ihr Teleskop dem Gasplaneten entgegen, um die Schattenspiele der Jupitermonde zu beobachten, den Grossen Roten Fleck zu verfolgen, und die Wolkenbänder zu erkennen. Falls Sie kein Fernrohr besitzen, lohnt sich der Besuch einer öffentlichen Sternwarte.

Eine bekannte und recht auffällige Struktur auf der Jupiteroberfläche ist der Grosse Rote Fleck, der seit dem 19. Jahrhundert beobachtet wird. Der Grosse Rote Fleck wird am besten 30 Minuten um den Transitzeitpunkt des Flecks beobachtet. Diese Transitzeiten finden Sie bei unserem CalSKY.

Herbstbeginn auf Jupiter, Monde bedecken sich

Am 28. März beginnt auf Jupiter der Herbst. Weil die Äquatorebene von Jupiter dann die Sonne überstreift, und sich die Monde von Jupiter in etwa der Äquatorebene bewegen, können die Schatten der Monde über die anderen Jupitermonde hinwegziehen. Eine solche Finsternis, oder,falls ein Mond den anderen bedeckt, eine Bedeckung, kann mit Amateurmitteln beobachtet werden. Bemerkbar wird ein Helligkeitabfall von mehreren Minuten sein. Selbstverständlich können Sie sich auch die Zeiten dieser Ereignisse mit unserer Online-Software CalSKY berechnen lassen.

» Gegenseitige Bedeckungen und Verfinsterungen der Jupitermonde

Stellung der Jupitermonde

Aktuelle Stellung der Jupitermonde, © CalSKY.com.

Jupiter steht nach dem Einnachten bereits günstig hoch am Himmel. Die Beobachtung von Schattenspielen der Jupitermonde ist in diesem Monat besonders spannend.
» Tipp: Mit unserer Online-Software CalSKY können Sie sich die Zeiten von Finsternissen auf Jupiter berechnen und Simulationen anzeigen lassen. Sehen Sie auch die untenstehende Ansicht der Jupitermonde.



Saturn

Ansicht von Saturn - laufend aktualisiert © CalSKY / A. Barmettler.
Saturn, aktuelle Ansicht

Der Ringplanet ist zwar auch recht hell, scheut aber den Vergleich mit Jupiter. Er steht am Abend hoch im Süden, in Mitten der hellen Sterne des Wintersechsecks. Er präsentiert sich dann noch besser als Jupiter für die teleskopische Beobachtung: Bereits beim Einnachten steht der Ringplanet 55-65° hoch über dem Südhorizont!

Saturn zeigt uns in diesen Monaten weit geöffnete Ringe, was seine Helligkeit und Attraktivität weiter steigert.

Grosse Ringöffnung

Die Saturnring-Ebene ist gegenüber der Erdbahn geneigt. Deshalb ändert sich der Winkel, unter dem wir die Ringe sehen können, im Laufe eines Saturnumlaufs. Im April werden die Ringe die stärkste Neigung in 15 Jahren aufweisen und Saturn sogar noch heller erscheinen lassen. Jetzt und um die Opposition am Jahresende werden für uns die besten Beobachtungsbedingungen für gut 30 Jahre herrschen! Dies sollten also genug Gründe sein, um das Juwel unter den Planeten mit Ihren eigenen Augen durch das Teleskop Ihrer öffentlichen Sternwarte zu bewundern!



Venus

Ansicht von Venus - alle 10 Minuten aktualisiert © CalSKY / A. Barmettler.
Venus, aktuelle Ansicht

Venus nähert sich in diesem Monat der Sonne um 5°. Deshalb verfrüht sich der Aufgang des Planeten am Osthimmel nicht so stark wie derjenige der Sonne: Sie geht Anfang Monat 1½ Stunden vor der Sonne auf, Ende Monat nur noch eine Stunde früher. Obwohl die Konjunktion mit der Sonne erst im Laufe des August stattfindet, verschlechtert sich die Beobachtbarkeit laufend. Aber selbstverständlich ist Venus mit einer Helligkeit von -4 mag immer noch sehr hell und in der Morgendämmerung unübersehbar!



Mars

Der rötliche Planet Mars geht erst zwischen 3 und 4 Uhr auf. Er erreicht am 11. März den tiefsten Punkt unterhalb des Äquators (maximale südliche Deklination) und steht deshalb für Beobachtungen sehr ungünstig. Er erreicht im deutschen Sprachraum vor Sonnenaufgang nur Horizonthöhen um 10-15°. Er steht dann im Südosten.

Trotz seiner ungünstigen Stellung nimmt seine Helligkeit im Laufe des Monats um genau 0.5 mag zu. Er ist damit deutlich heller als der ebenfalls rötliche Stern Antares im Sternbild Skorpion, der sich ebenfalls in dieser Himmelsregion befindet. Mars selber befindet sich im Sternbild Schlangenträger.

Der Blick durch ein Teleskop zeigt den Mars als konturloses rotes Scheibchen. Dies wird sich in den nächsten Monaten aber ändern: Im Sommer wird er 20-mal grösser erscheinen als im März! Am 27. August 2003 wird Mars die seit 60'000 Jahre geringste Erddistanz erreichen.



Merkur

Merkur steht im März ungünstig für eine Beobachtung. Am 22. März steht er in oberer Konjunktion mit der Sonne. Ende Monat entfernt er sich rasch wieder von der Sonne und bereitet sich auf seine beste Abendsichtbarkeit in diesem Jahr vor. Am Monatsletzen steht er zu Ende der bürgerlichen Dämmerung bereits 10° über dem Westhorizont.



Uranus und Neptun

Die beiden sonnenfernsten Gasriesen in unserem Sonnensystem stehen diesen Monat in Sonnennähe und können noch nicht beobachtet werden.

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