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Die Wintersternbilder stehen hoch im Süden. Die für weite Gebiete Mitteleuropas zirkumpolare Capella steht abends fast im Zenit. Gleichzeitig wölbt sich das schimmernde Band der Milchstrasse von Nordwesten über den Zenit nach Südosten.
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» Verwenden Sie diese Beschreibung des Sternenhimmels gemeinsam mit unserer Sternkarte. |
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Im Herbst verlängert die laufend früher einsetzende Dunkelheit die Sichtbarkeit der Sommersternbilder bis November, Dezember und für den Schwan sogar bis in den Januar. Das Gegenteil geschieht nun im Februar und März. Die nun rasch später endende Abenddämmerung verschnellert die Rate, mit der die Wintersternbilder vom Tageslicht aufgefressen werden. Deshalb sollten wir in diesen Wochen die Schätze der Wintersternbilder so häufig wie möglich bestaunen!
Doch nun zurück zum Sternenhimmel am Abendhimmel im Februar, und zu den Stunden, welche in der Tabelle auf der Sternkartenseite angegeben sind. Orion und der Grosse Hund stehen fast ganz im Süden, so können wir von der Stunde von ‚Orion und Sirius' sprechen. Die hellsten Sterne des Himmels gruppieren sich hoch im Süden, aber hell sind auch die Sterne von Cassiopeia im Nordwesten und vom Grossen Wagen im Nordosten. Die Versuchung ist gross, den Blick nur bei diesen auffälligen Konstellationen und beim Sternentstehungsgebiet M42, dem Orionnebel, zu lassen.
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Es sind aber noch viele bescheidenere Nachbarn in der Umgebung der hellen Wintersternbilder zu finden: Zum Beispiel ist da der Hase unterhalb von Orion, mit dem einzigen einigermassen hellen Kugelsternhaufen zur Orion-Sirius Stunde, M79. Im Hase befinden sich auch zwei relativ helle und schöne Doppelsterne: Einerseits Gamma Leporis, der sich unten links im Hase befindet. Das Objekt kann schon im Fernglas getrennt werden. Die Helligkeiten sind 3.6 und 6.2, und die Distanz beträgt 1.6 Bogenminuten. Kappa Leporis, der sich gerade unterhalb des hellen Sterns Rigel im Orion befindet, benötigt ein Teleskop zur Auftrennung in seine beiden Komponenten mit Helligkeiten von 4.4 und 6.9. Die Distanz beträgt nur 2.2".
Hoch über unseren Köpfen - jetzt praktisch im Zenit - steht ein sehr heller Stern. Es ist Capella im Sternbild Fuhrmann (Auriga). Mit einer Helligkeit von 0.1 mag ist Capella der 6st hellste Stern vom gesamten Himmel. Von Mitteleuropa aus erscheinen neben den Planeten nur noch Sirius heller - letzter ist noch einmal 4-mal leuchtkräftiger!
Capella ist ein besonderer Stern: für geografische Breiten nördlicher als etwa 46° geht Capella nie unter, ist also zirkumpolar. An den späten Abenden vom Juni bis August steht er ganz tief am Nordhorizont.
Capella ist der nördlichste Eckstern des so genannten Wintersechsecks. Dieses verbindet sechs helle Sterne in den sechs hellsten Sternbildern am typischen Winterabendhimmel. Ausgehend von der fast im Zenit stehenden Capella führt die Verbindungslinie des Wintersechsecks zu den Zwillings-Sternen Castor und Pollux. Diese beiden Sterne bilden zusammen eine Ecke. Abwärts ziehend finden wir die dritte Ecke, den Stern Procyon im Sternbild Kleiner Hund. Zuunterst, rechts unterhalb von Procyon ist der hell funkelnde Sirius zu finden. Er ist der hellste Fixstern am Firmament über Mitteleuropa. Nur noch die Planeten können auffälliger leuchten als Sirius, strahlen aber in ruhigem Licht ohne stark zu funkeln. Sirius ist einer der uns am nächsten gelegenen Fixsterne: und doch braucht sein Licht fast 9 Jahre für die Reise von Sirius bis auf unsere Netzhaut.
Oberhalb rechts von Sirius, etwa auf derselber Höhe wie Procyon befindet sich der auffällige Orion-Stern Rigel. Die letzte Ecke des Wintersechsecks bildet der rötliche Stern Aldebaran im Stier.
Saturn steht abends schon hoch am Südhimmel, inmitten des Wintersechsecks. Er ist abgesehen von Sirius heller als diese Ecksterne. Jupiter steht bei Dämmerungsende noch nicht allzu hoch im Nordosten.
» Hier erfahren Sie mehr zu den Planeten in diesem Monat.
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