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Saturn und Jupiter sind die gesamte Nacht sichtbar, wobei Saturn in Mitten der hellen Sterne der Wintersternbilder steht. Der Ringplanet durchläuft am 4./5. Januar den planetarischen Nebel M1. Venus ist der unübersehbare Morgenstern und der lichtschwache, rötliche Mars begleitet Venus in den Morgenstunden. Merkur kann ab dem 20. Januar in der Morgendämmerung gesichtet werden - tief links unterhalb von Venus.
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Der Ringplanet war im Dezember in Opposition zur Sonne und steht nun bei Dämmerungsende bereits recht hoch am Abendhimmel. Dies ist nun die beste Zeit für Beobachtungen der weit geöffneten Ringe durch ein Teleskop!
Gleichzeitig befindet sich Saturn in den nördlichsten Regionen der Ekliptik - er erreicht um Mitternacht sehr grosse Horizonthöhen. Dies ist günstig, weil die Luftturbulenzen der Atmosphäre mit zunehmenden Horizonthöhen abnehmen.
Grosse Ringöffnung
Die Saturnring-Ebene ist gegenüber der Erdbahn geneigt. Deshalb ändert sich der Winkel, unter dem wir die Ringe sehen können, im Laufe eines Saturnumlaufs. Nächsten April werden die Ringe die stärkste Neigung in 15 Jahren aufweisen und Saturn sogar noch heller erscheinen lassen. Die Oppositionen in 2003 und in diesem Jahr werden für uns die besten Beobachtungsbedingungen für gut 30 Jahre liefern! Dies sollten also genug Gründe sein, um das Juwel unter den Planeten mit Ihren eigenen Augen durch das Teleskop Ihrer öffentlichen Sternwarte zu bewundern!
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Saturn im Krabbennebel Messier 1
Als ob die diesjährige Präsentation der Ringe mit 27° Öffnung nicht genug wäre, findet ein weiteres seltenes Ereignis statt: In der Nacht vom 4. auf den 5. Januar durchläuft der Ringplanet Saturn den planetarischen Nebel M1 - den Krabbennebel im Stier. Dies ist eine hohe Zeit für Astrophotographen!
Der grösste Planet im Sonnensystem, Jupiter, steht die gesamte Nacht beobachtbar im Sternbild Krebs. Er ist der unübersehbar helle Stern links der hellen Wintersternbilder und in Nähe des Sternbildes Löwe. Er bietet im Januar und Februar beste Beobachtungsbedingungen, weil er Anfang Februar in Opposition zur Sonne steht. Er befindet sich dann in relativer Erdnähe. In diesem Jahr tut er dies in hohen Regionen der Ekliptik, so dass die Beobachtung in den Breiten Mitteleuropas durch ein Teleskop wenig durch Luftturbulenzen gestört wird. Es lohnt sich also, sich den Planeten in den nächsten Monaten durch das Teleskop einer öffentlichen Sternwarte zeigen zu lassen!
In diesen Monaten befindet sich Jupiter an seinem Bahnknoten. Aus diesem Grunde ist es möglich, dass sich die Jupitermonde gegenseitig bedecken. Im Januar finden einige dieser Ereignisse statt, die aber eigentlich nur für fortgeschrittene Amateurastronomen von Interesse sind.
Jupiter erreicht schon bald seine Oppositionsstellung. Die Beobachtung von Schattenspielen der Jupitermonde ist nun wieder besonders spannend.
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CalSKY können Sie sich die Zeiten von Finsternissen auf Jupiter berechnen und
Simulationen anzeigen lassen. Sehen Sie auch die untenstehende Ansicht der Jupitermonde.
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Venus erreicht am 11. Januar seine grösste Elongation von der Sonne, sie steht dann 47° von der Sonne entfernt am Morgenhimmel - und strahlt unübersehbar als heller Morgenstern. Bis in den Sommer hinein nähert sich der Planet anschliessend wieder der Sonne, um erst im August in oberer Konjunktion zur Sonne zu stehen. Der Morgenstern wird uns also bis in den Sommer begleiten.
Bis im Mai wird die Venus heller, um dann im grössten Glanz zu scheinen - in der Zeit um die grösste Elongation zeigt sich die Venusscheibe im Teleskop als Halbvenus.
Der rote Planet Mars scheint relativ lichtschwach am Morgenhimmel. Er befindet sich rechts oberhalb der unübersehbaren Venus. Die Distanz der beiden Planeten vergrössert sich nun aber laufend, von anfangs noch 5° auf über 15° zu Monatsende. Sein Durchmesser beträgt nur 5 Bogensekunden, so dass selbst grössere Amateurteleskope keine Oberflächendetails erkennen lassen. Dies ist nicht einmal 20% der Grösse, die die Marsscheibe Ende August bei seiner Rekord-Erdnähe erreichen wird! Das Jahr 2003 ist das Jahr für den Mars - er wird der Erde so nahe kommen, wie seit Jahrtausenden nicht mehr. Es lohnt sich deshalb, die Annäherung des Planeten in den nächsten Monaten mit zu verfolgen.
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In den ersten Januar-Tagen besteht noch die Möglichkeit, Merkur kurz nach Sonnenuntergang in der Abenddämmerung zu sehen. Aber schon am 11. Januar steht der sonnennächste Planet in unterer Konjunktion mit der Sonne, befindet sich dann also zwischen der Erde und Sonne. Er ist dann unsichtbar.
Rasch entfernt sich der Planet Merkur aber wieder von der Sonne und sollte in der 3. Januardekade gut in der Morgendämmerung gesehen werden können. Er befindet sich wenig über dem Horizont, tief unterhalb der Venus und links von dieser.
Seine Helligkeit nimmt laufend zu, und erreicht bis Mitte Februar negative Werte. Dann endet seine Morgensichtbarkeitsperiode.
Der gasförmige Planet Uranus kann gerade nach in der Abenddämmerung mit Fernglas oder Teleskop erkannt werden, bevor er sich Mitte Februar in Konjunktion mit der Sonne befindet und unsichtbar ist.
Neptun steht bereits am 31. Januar in Konjunktion mit der Sonne, er befindet sich dann weit hinter der Sonne und ist für Amateurastronomen unerreichbar.
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