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Der Mond kann in den ersten drei November-Tagen in der Morgendämmerung als schmale Sichel gesehen werden. Diese erscheint ab dem 6. November wieder am Abendhimmel. In der Vollmondnacht vom 19./20. November findet eine Halbschatten-Mondfinsternis statt, die von Europa aus beobachtet werden kann.
Am Morgen vom 2. und 3. November steht die schmale, vom Erdlicht beschienene Mondsichel zuerst oberhalb, dann unterhalb des Planeten Mars. Diese Begegnung kann am Morgenhimmel vor 6:30 gesehen werden.
Am 4. November ist Neumond. Ab dem 6. November steht die schmale Mondsichel in der Abenddämmerung tief im Westen. Bis etwa am 10. November kann neben der hellen Mondsichel auch der restliche Teil der Mondscheibe gesehen werden - dies ist keine optische Täuschung, sondern das Licht, dass die ‚Vollerde' auf den Mond zurückwirft.
In dieser Zeitperiode, über den Zeitpunkt von Halbmond am Abend des 11. Novembers, bis am 18. November (kurz vor Vollmond) bietet die Schattengrenze (Terminator) ein interessantes Beobachtungsobjekt - im Fernglas, genauso wie durch das teure Teleskop Ihrer öffentlichen Sternwarte.
Am Morgen des 19. wird ein letztes Spektakel der Leonidensternschnuppen erwartet. Leider stört der Fast-Vollmond die gesamte Beobachtungsdauer über bis 6:30, so dass für eine Leonidenshow die trockene und staubfreie Atmosphäre im Gebirge und über Dunst und hoher Feuchtigkeit gesucht werden muss.
» Erfahren Sie hier mehr zum erwarteten Sternschnuppen-Sturm!
In den Nachtstunden vom 19. auf den 20. November ist Vollmond (2:34). Es findet eine Halbschatten-Mondfinsternis statt, die rund 4½ Stunden dauert, und von Europa aus beobachtet werden kann. Zur Finsternismitte um 2:47 befindet sich der Mondrand nur wenig vom Kernschatten der Erde entfernt; dies kann als ganz leichte Rotverfärbung des rechten Mondrandes erkannt werden. Es befindet sich nur die Hälfte des Mondes im Halbschatten.
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Für Statistiker: Das Ereignis beginnt um 0:32 und endet um 5:01. Eine Verfärbung kann aber höchstens um die Finsternismitte bemerkt werden.
Von Halbschatten spricht man, wenn eine (flächige) Lichtquelle nur unvollständig abgedeckt wird. Im Kernschatten ist die Lichtquelle vollständig verdunkelt. Vom Mond aus betrachtet findet am 20. November eine partielle Sonnenfinsternis statt, wobei die Erde scheinbar die Sonne abdeckt.
| Zeit | Objekt | Ereignis |
|---|---|---|
| 0h32m06s | Halbschatten-Finsternis beginnt: Positionswinkel=207.0deg, Posionswinkel vertex=167.2deg, Höhe=60.1deg | |
| 0h49m23.0s | Opposition in RA: Positionswinkel=203.1deg, Höhe=59.4deg | |
| 2h46m35s | Maximale Finsternis: Halbschatten-Finsternis Magnitude=0.886, Positionswinkel=161.3deg, Positionswinkel (azimutal)=121.5deg, Dauer penumbraler Phase=269.1min, ET-UT=64.4sek, Höhe=46.9deg | |
| 5h01m10s | Halbschatten-Finsternis endet: Positionswinkel=115.5deg, Höhe=25.6deg |
In der Nacht vom 25. auf den 26. November steht der abnehmende Mond unmittelbar nördlich des momentan hellsten Planeten Jupiters (Distanz rund 5°).
Mit einem Feldstecher oder Fernrohr erscheinen Mondkrater, Berge und Täler an der Lichtschattengrenze des Mondes besonders plastisch, da hier die Sonnenstrahlen flach auf das Mondrelief fallen und lange Schatten werfen. Die beste Zeit für die Mondbeobachtung ist deshalb der zunehmende Mond zwischen Neumond und Vollmond am Abend, oder der abnehmende Mond in der zweiten Nachthälfte. Vollmond ist für die Mondbeobachtung ungünstig, da dann die Sonnenstrahlen fast senkrecht auf die Mondoberfläche fallen und keine Schatten werfen. Als Orientierungshilfe können Sie unsere interaktive Mondkarte verwenden, welche über 800 Krater und Mondmeere beinhaltet.
Sie können sich bei CalSKY von astro!nfo online einen Kalender von Sonnen- und Mondaufgängen speziell für Ihren Wohnort berechnen lassen.
| November 2002 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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