Venus
Venus nähert sich nach einer langen Abendsichtbarkeit rasch der Sonne und
kann höchstens noch die ersten Tage im Monat in der Abenddämmerung gesichtet werden.
Diese Annäherung im Teleskop zu verfolgen wäre spannend, weil sich der scheinbare
Durchmesser und die Sichelgestalt unseres nächsten Nachbarplaneten täglich merklich ändern würde.
Leider steht die Venus aber für Beobachter nördlich vom Äquator sehr ungünstig,
so dass die Venus nach Sonnenuntergang bereits nur noch wenig über dem Horizont steht:
Dies ist für teleskopische Beobachtungen sehr ungünstig.
Am 31. Oktober 2002 steht die Venus in unterer Konjuntion mit der Sonne. Sie befindet sich
dann zwischen Sonne und der Erde. Genau genommen geht die Venus über 5° Winkelgrad unterhalb
der Sonnenscheibe vorbei.
Am 6. Juni 2004 wird die Venus bei einer unteren Konjunktion von uns aus
gesehen direkt über die Sonnenscheibe laufen: dies wird dann Venustransit genannt.
Historisch war dies ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der Astronomie.
Erfahren Sie auf unseren Seiten mehr zum Venustransit 2004.
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Saturn
Der Ringplanet Saturn mit seinen weit geöffneten Ringen
geht bereits in den Stunden vor Mitternacht auf.
Ende Monat
steht er im deutschsprachigen Raum ab 20 Uhr bereits ein Stück über dem Horizont.
In der Morgendämmerung ist er dann sehr hoch im Süden auszumachen.
Ab Monatsende ist er dann bei abendlichen Sternwartenführungen günstig zu beobachten.
Er steht wie auch das gesamte Jahr über im Sternbild Stier.
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Jupiter
Jupiter verfrüht seinen Aufgang von anfangs etwa 2 Uhr auf die Stunde vor Mitternacht.
In der Morgendämmerung steht der Gasriese bereits recht hoch im Südosten.
Am Morgen des 2. Oktober steht die erdlicht-beschienene Mondsichel
wenig oberhalb von Jupiter.
» Tipp: Mit unserer Online-Software
CalSKY können Sie sich die Zeiten von Finsternissen auf Jupiter berechnen und
Simulationen anzeigen lassen.
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Uranus und Neptun
Die beiden entferntesten Gasriesen standen im Laufe des August in
Opposition zur Sonne
(sie befanden sich dann von der Erde aus betrachtet der Sonne gegenüber).
Sind deshalb im Oktober in den Abendstunden mit den angemessenen Mitteln noch zu beobachten.
Beide stehen im Sternbild Steinbock und damit in den südlichsten Gefilden der Ekliptik.
Die Sichtbarkeit ist deshalb recht kurz, die Planeten erreichen nur eine beschränkte Höhe über Horizont (20-25°)
und der Einfluss der Erdatmosphäre mit ihren Luftturbulenzen ist recht gross.
Viel darf man sich also beim Blick durch ein - auch grosses - Teleskop nicht erwarten.
Wenn Sie diese beiden Planeten aufsuchen möchten - die
sternenförmigen Punkte sind bereits im Fernglas sichtbar und
im Teleskop erkennen Sie eine Scheibchenform,
erstellen Sie sich
bitte eine aktuelle Aufsuchkarte (die Bildausschnittshöhe entspricht jeweils etwa dem
Winkel, der eine gespreizte, ausgestreckte Hand aufspannt):
Uranus bzw.
Neptun.
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Merkur
Der sonnennächste Planet Merkur stand Ende September in unterer Konjunktion
mit der Sonne und war deshalb unsichtbar und in Erdnähe. Im Laufe des
Oktobers schwingt sich der kleine Planet aber rasch wieder scheinbar von der Sonne weg,
und er kann bereits nach den ersten Oktober-Tagen tief in der Morgendämmerung
gesichtet werden, jeweils ab etwa 6:30 Uhr.
Bereits am 13. Oktober erreicht er seine grösste westliche Elongation von etwa 18° Winkelabstand von der Sonne,
was gleichzeitig die beste Morgensichtbarkeit des Planeten Merkur in diesem Jahr bedeutet.
Er wird im Laufe des Oktober auch laufend heller, so dass er ab Monatsmitte relativ
einfach gesehen werden kann.
Erfahrene Beobachter können bis Monatsmitte versuchen, die Annäherung der lichtschwachen Planeten
Mars und Merkur zu verfolgen. Sie finden die Planeten mit Hilfe der Aufsuchkarte,
wobei Sie wegen der Dämmerung mehr auf die relative Position der Planeten
(auch mit dem hellen Jupiter), auch zum Horizont und
anfang Monat auch zum Mond achten sollten.
Merkur in der Morgenämmerung, dargestellt relativ zur Sonne. Die Sonne wäre jeweils 6° unter Horizont
(bürgerliche Dämmerung).
© CalSKY / Barmettler.

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Mars
Mars steht weit von der Erde entfernt und ist deshalb entsprechend lichtschwach (+1.8 mag).
Er ist damit nur unwesentlich heller als der Polarstern (2 mag).
Der Mars kann in der Morgendämmerung tief am Osthorizont gesehen werden. Als
Aufsuchhilfe kann bis Monatsmitte Merkur dienen, der jeweils heller
unterhalb von Mars steht (siehe auch Link 'Aufsuchkarte' bei Merkur).
Am 5. Oktober steht der mit ganz schmaler Sichel, aber hell durch Erdlicht erleuchtete Mond,
genau etwas links von Mars (etwas mehr als eine Daumenbreite bei ausgestreckter Hand).
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Weiterführende Links
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Arnold Barmettler
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