Sonne
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Sonnenlauf
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Aufgang |
Untergang |
| 1. September | 6h44m | 20h07m |
| 8. September | 6h54m | 19h53m |
| 15. September | 7h03m | 19h38m |
| 22. September | 7h12m | 19h24m |
| 29. September | 7h22m | 19h10m |
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Am 23. September läuft die Sonne um 06:55 durch die Äquatorebene
Richtung Süden und der astronomische Herbst beginnt.
Die Taglänge verkürzt sich im September um über 1.5 Stunden (Zürich),
und für geografische Breiten von Berlin um sogar fast 2 Stunden.
Der Sonnenaufgang findet Ende Monat nach 07:00 statt, der Sonnenuntergang um 19:00.
Auf geografischen Breiten von Süddeutschland, Österreich und der
Schweiz verkürzt sich die Tageslänge im Monatslauf
um 97 Minuten von 13.3 Stunden auf unter 13¾ Stunden.
In Berlin verkürzt sich die Taglänge von 13:38 auf 11:41 Stunden.
Dabei findet der letzte Sonnenuntergang im September
um etwa 19 Uhr statt, und der Sonnenaufgang
verspätet sich auf nach 7 Uhr.
Herbstanfang
Am Morgen des 23. September beginnt der astronomische Herbst.
Um 6h55.4m überquert die Sonne den Äquator südwärts;
an diesem Tag steht die Sonne genau im Zenit über den Orten am Äquator.
Wegen der Lichtbrechung ist die Sonne am Südpol bereits einige Tage vor
diesem Datum aufgegangen und ist noch immer vom Nordpol aus zu sehen:
Die Lichtstrahlen breiten sich in der
Erdatmosphähre nicht geradlinig fort, sondern werden in Horizontnähe
über gut einen scheinbaren Sonnendurchmesser gebogen.
So können wir die Sonne auch dann noch sehen, wenn sie sich rein geometrisch
bereits unter dem Horizont befindet.
Zeitgleichung
Am Mittag des 1. Septembers zeigen die Sonnenuhren die exakte Zeit an.
Die Sonnenuhren gehen dann aber wieder rasch vor, und erreichen Ende
September einen Vorsprung von 10 Minuten gegenüber der Lokalzeit.
Mit folgendem Link kann der Vor- und Nachlauf von Sonnenuhren berechnet werden:
Aktuelle Zeitwerte.
Gleichzeitig werden GPS-Zeit und weitere Werte berechnet.
Sonnenflecken und Polarlichter
Eine grosse Sonnenfleckengruppe wurde von M. Pesendorf am
17. August 2002 beobachtet und fotographisch festgehalten.
Instrument: Meade ETX 125, Baader Sonnenfilterfolie. Kamera: Nikon Coolpix 990, Okular 15 mm, Belichtungszeit 1/30 s.
© M. Pesendorf.

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Die grösste Anzahl von Sonnenflecken kann man während des Sonnenaktivitätsmaximums beobachten.
Sie entstehen durch Magnetfelder, durch die die Photosphäre um einige hundert Grad abgekühlt wird.
In der zweiten Juli-Hälfte ist eine der grössten Fleckengruppe der letzten Jahrzehnten auf der Sonne sichtbar gewesen und noch immer sind auffällig grosse Flecken auszumachen.
Die Aktivität der Sonne ist mit der Sonnenfleckenzahl korreliert. Diese Sonnenfleckenzahl berechnet sich aus der Anzahl Fleckengruppen
und der Einzelflecken. Heute beträgt die Sonnenfleckenzahl 0
.
Wir informieren Sie auf unseren Seiten von www.astronomie.info über mögliche Nordlichtaktivitäten, falls Nordlichter bis in den
deutschsprachigen Raum sichtbar sein könnten. Hierfür ist auch unser Wap-Service sehr zu empfehlen (wap.astronomie.info).
Regelmässig werden von Regionen mit Sonnenflecken riesige Mengen von Gasen explosionsartig ausgestossen. Diese bewegen sich
teilweise auf die Erde zu. Die geladenen Teilchen regnen auf die obersten Schichten der Atmosphäre und können starke
Leuchterscheinungen verursachen. Solche Nordlichter sind üblicherweise nur in hohen Breiten nördlich des Polarkreises
(bzw. südlich des Polarkreises auf der Südhemisphäre) sichtbar. Im letzten November konnten aber auch in Deutschland
und der Schweiz Nordlichter beobachtet werden.
Eine Vorhersage der Nordlichtaktivität ist leider nicht exakt möglich, aber die Wahrscheinlichkeit,
mit der dieses Phänomen an einer bestimmten geografischen Breite beobachtet werden kann, kann bereits recht gut berechnet werden.
Falls Sie Benützer von CalSKY sind, werden Sie auf den CalSKY-Seiten
automatisch gewarnt, falls von Ihrem Beobachtungsort aus potentiell Nordlichter beobachtet werden könnten. Dieser Service ist
ebenfalls über unser Wap-Portal abrufbar (wap.astronomie.info). In unserem Informationsservice, welchen Sie gerade benützen,
wird bei erhöhter Nordlichtaktivität auf jeder Seite oben rechts, unterhalb des Mond- und Kalenderblattes, die momentane
Nordlichtaktivität und die Sichtbarkeitsgrenze für Europa eingeblendet.
Sonnenflecken erscheinen nun nicht mehr so stark gruppiert wie vor dem Maximum: Die Fleckengruppen umfassen
jeweils nicht mehr so viele Einzelflecken, sind dafür aber zahlreicher.
Für die ganz sichere Beobachtung der Sonnenflecken ist eine Spezialausrüstung erforderlich. Sehr grosse Sonnenflecken
können aber bereits mit Hilfe der Sonnenfinsternisbrille, wie Sie sie vielleicht noch von der Finsternis von 1999 besitzen
(ohne Kratzer, Risse oder Löcher), von blossem Auge beobachtet werden.
Schauen Sie auf keinen Fall ohne Schutz in die Sonne - auch eine gute Sonnenbrille filtert die gefährliche Strahlung nicht
genügend ab.
Bei Teleskop- und Feldstecherbeobachtungen sollten Sie ausschliesslich für die Sonnenbeobachtung zugelassene Objektivfilter
verwenden und diese vor jeder Verwendung auf Risse, Kratzer oder gar Löcher kontrollieren, um eine Erblindung zu vermeiden.
Einige Sternwarten führen deshalb spezielle Beobachtungsmöglichkeiten während des Tages durch.
Am besten erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer nächsten Sternwarte. Die entsprechenden Adressen finden Sie im
offiziellen Verzeichnis der Schweizer Sternwarten.
Ob sich ein Besuch lohnt, sehen Sie auf dem kleinen Sonnenbild, welches praktisch täglich mit dem Sonnenteleskop auf
Hawaii aktualisiert wird.
Arnold Barmettler