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Planeten im August 2002

Die Venus ist diesen Monat noch am Abendhimmel zu sehen. Saturn verfrüht seinen Aufgang von anfangs 2 Uhr auf die erste Stunde nach Mitternacht. Jupiter kann ab Monatsmitte tief in der Morgendämmerung gesichtet werden.

Venus

Venus in der Abenddämmerung, dargestellt relativ zur Sonne. Die Sonne wäre jeweils 6° unter Horizont (bürgerliche Dämmerung). © CalSKY / Barmettler.
Venus in der Abenddaemmerung

Venus ist auch in diesem Monat noch der hellste Stern am Abendhimmel. Sie erreicht am 22. August die grösse Winkelentfernung von der Sonne (östliche Elongation von rund 46°). Betrachtet man aber die Höhe über Horizont zum Zeitpunkt des Endes der bürgerlichen Dämmerung (siehe Grafik), so nimmt diese Höhe seit Juni kontinuierlich ab. Entsprechend wird die scheinbare Helligkeit durch den langen Weg durch die Atmosphäre gedämpft.

Am Abend des 11. August steht die schmale und vom Erdlicht beschiene Mondsichel in der Nähe der Venus. Ende Monat geht die Venus nur noch rund eine Stunde nach der Sonne unter.

Mit einer Helligkeit von -4.3 mag überstrahlt sie - abgesehen von Sonne und Mond - sämtliche Sterne am Himmel. Einzig einige unserer künstlichen Erdsatelliten können ähnliche Helligkeiten erreichen: die Internationale Raumstation und Blitze der Iridium-Telekommunikationssatelliten.

Merkur

Der sonnennächste Planet Merkur befindet sich im August in der grössten Winkeldistanz von der Sonne in diesem Jahr (grösste östliche Elongation am 1. September). Allerdings verläuft die Ekliptik so ungünstig, das dieses Ereigniss nicht von blossem Auge beobachtet werden kann.

Spezialisten können den kleinen Planeten ab dem 10. August auch am Taghimmel beobachten. Im Teleskop kann dann die täglich grösser werdende Merkurscheibe gut beobachtet werden. Diese Art der Beobachtung ist aber sehr gefährlich wegen der Nähe zur Sonne, und nur erfahrenen Beobachtern zu empfehlen!

Merkur in der Abendämmerung, dargestellt relativ zur Sonne. Die Sonne wäre jeweils 6° unter Horizont (bürgerliche Dämmerung). Die Winkelentfernung von der Sonne erreicht zwar einen Jahresmaximalwert, aber die Bahn schneidet den Horizont sehr ungünstig. © CalSKY / Barmettler.
Merkur in der Abenddaemmerung

Uranus und Neptun

Die beiden entferntesten Gasriesen stehen im Laufe des August in Opposition zur Sonne (stehen dann von der Erde aus betrachtet der Sonne gegenüber, gehen also zum Zeitpunkt auf, wenn die Sonne untergeht und umgekehrt). Sind deshalb mit den angemessenen Mitteln gut zu beobachten. Beide stehen im Sternbild Steinbock und damit in den südlichsten Gefilden der Ekliptik. Die Sichtbarkeit ist deshalb recht kurz, die Planeten erreichen nur eine beschränkte Höhe über Horizont (20-30°) und der Einfluss der Erdatmosphäre in diesem Monat mit heissen Lufttemperaturen und deshalb hohen Luftturbulenzen ist recht gross. Viel darf man sich also beim Blick durch ein Teleskop nicht erwarten.

Wenn Sie diese beiden Planeten aufsuchen möchten - die sternenförmigen Punkte sind bereits im Fernglas sichtbar, erstellen Sie sich bitte eine aktuelle Aufsuchkarte (die Bildausschnittshöhe entspricht jeweils etwa dem Winkel, der eine gespreizte, ausgestreckte Hand aufspannt): Uranus bzw. Neptun.

Mars

Mars steht am 11. August in Konjunktion mit der Sonne, und ist deshalb im August 2002 nicht beobachtbar.

Saturn

Der Ringplanet Saturn stand am 9. Juni 2002 in Konjunktion mit der Sonne und geht in diesem Monat bereits wieder Anfang Monat um 2 Uhr und Ende August um kurz nach Mitternacht auf. Er steht wie auch das gesamte Jahr über im Sternbild Stier.

Jupiter

Jupiter stand am 20. Juli in Konjunktion mit der Sonne und entfernt sich wieder rasch von der Sonnennähe. Er dürfte bereits Mitte Monat in der Morgendämmerung auszumachen sein.

Weiterführende Links

Arnold Barmettler



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31.07.2002 22:00 Uhr, Arnold Barmettler

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