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Sonne

Sonnenlauf
Aktuelles Bild der Sonne  Aufgang   Untergang 
30. Juni 5h32m21h26m
7. Juli 5h37m21h24m
14. Juli 5h43m21h20m
21. Juli 5h51m21h13m
28. Juli 5h59m21h05m
Auf- und Untergänge für Zürich.
Andere Orte auf der gesamten Welt.

Am 4. Juli steht die Erde in Sonnenferne und trotzdem ist Sommer. Die Tagesdauer verkürzt sich im deutschsprachigen Raum um gut eine Stunde und ausser in Österreich geht die Sonne den gesamten Monat nach 21 Uhr unter.

Auf geografischen Breiten von Süddeutschland, Österreich und der Schweiz verkürzt sich die Tageslänge im Monatslauf um 54 Minuten von 15h53m auf ca. 15 Stunden. Dabei findet der letzte Sonnenuntergang rund 25 Minuten früher statt als am Monatsersten. Der Sonnenaufgang verspätet sich um 29 Minuten. Der Unterschied von 4 Minuten zwischen 25 und 29 Minuten lässt sich mit der Zeitgleichung erklären.

In Berlin verkürzt sich die Tageslänge von 16h45m auf 15h37m, also um 68 Minuten.

Erde in Sonnenferne am 4. Juli

Am 4. Juli befindet sich die Erde in Sonnenferne (Aphel), d.h. sie ist dann rund 3.4% weiter entfernt als am letzten 4. Januar, als wir uns auf dem Raumschiff Erde in Sonnennähe aufhielten. Weil sich ein Planet in Sonnenferne etwas langsamer bewegt als wenn er sich in Sonnennähe aufhält, dauert das Sommerhalbjahr auf der Nordhalbkugel länger als das Winterhalbjahr. Für die Jahreszeiten auf der Erde ist in unserem Zeitalter einzig die Neigung der Erdachse gegenüber der Erdbahn massgebend und nicht die Distanzänderung zwischen Sonne und Erde.

Sonnenflecken und Polarlichter

Aktuelle Ansicht der Sonne - aktualisiert am Fri, 16 May 2008 17:43:00 GMT SOHO © CalSKY / A. Barmettler.
Sonne, aktuelle Ansicht

Noch immer zeigen sich auf der Sonnenoberfläche zeitweise viele Sonnenflecken, auch wenn die Sonnenaktivität nun messbar nachlässt. Die Aktivität der Sonne ist mit der Sonnenfleckenzahl korreliert. Diese Sonnenfleckenzahl berechnet sich aus der Anzahl Fleckengruppen und der Einzelflecken. Heute beträgt die Sonnenfleckenzahl 0 . Wir informieren Sie auf unseren Seiten von www.astronomie.info über mögliche Nordlichtaktivitäten, falls Nordlichter bis in den deutschsprachigen Raum sichtbar sein könnten. Hierfür ist auch unser Wap-Service sehr zu empfehlen (wap.astronomie.info).

Auch nach dem Maximum der Sonnenaktivität im letzten Sommer zeigt die Sonne sehr viele Sonnenflecken, und regelmässig werden von diesen Regionen riesige Mengen von Gasen explosionsartig ausgestossen. Diese bewegen sich teilweise auf die Erde zu. Die geladenen Teilchen regnen auf die obersten Schichten der Atmosphäre und können starke Leuchterscheinungen verursachen. Solche Nordlichter sind üblicherweise nur in hohen Breiten nördlich des Polarkreises (bzw. südlich des Polarkreises auf der Südhemisphäre) sichtbar. Im letzten November konnten aber auch in Deutschland und der Schweiz Nordlichter beobachtet werden.

Eine Vorhersage der Nordlichtaktivität ist leider nicht exakt möglich, aber die Wahrscheinlichkeit, mit der dieses Phänomen an einer bestimmten geografischen Breite beobachtet werden kann, kann bereits recht gut berechnet werden. Falls Sie Benützer von CalSKY sind, werden Sie auf den CalSKY-Seiten automatisch gewarnt, falls von Ihrem Beobachtungsort aus potentiell Nordlichter beobachtet werden könnten. Dieser Service ist ebenfalls über unser Wap-Portal abrufbar (wap.astronomie.info). In unserem Informationsservice, welchen Sie gerade benützen, wird bei erhöhter Nordlichtaktivität auf jeder Seite oben rechts, unterhalb des Mond- und Kalenderblattes, die momentane Nordlichtaktivität und die Sichtbarkeitsgrenze für Europa eingeblendet.

Sonnenflecken erscheinen nun nicht mehr so stark gruppiert wie vor dem Maximum: Die Fleckengruppen umfassen jeweils nicht mehr so viele Einzelflecken, sind dafür aber zahlreicher. Für die ganz sichere Beobachtung der Sonnenflecken ist eine Spezialausrüstung erforderlich. Sehr grosse Sonnenflecken können aber bereits mit Hilfe der Sonnenfinsternisbrille, wie Sie sie vielleicht noch von der Finsternis von 1999 besitzen (ohne Kratzer, Risse oder Löcher), von blossem Auge beobachtet werden. Schauen Sie auf keinen Fall ohne Schutz in die Sonne - auch eine gute Sonnenbrille filtert die gefährliche Strahlung nicht genügend ab.

Bei Teleskop- und Feldstecherbeobachtungen sollten Sie ausschliesslich für die Sonnenbeobachtung zugelassene Objektivfilter verwenden und diese vor jeder Verwendung auf Risse, Kratzer oder gar Löcher kontrollieren, um eine Erblindung zu vermeiden.

Einige Sternwarten führen deshalb spezielle Beobachtungsmöglichkeiten während des Tages durch. Am besten erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer nächsten Sternwarte. Die entsprechenden Adressen finden Sie im offiziellen Verzeichnis der Schweizer Sternwarten. Ob sich ein Besuch lohnt, sehen Sie auf dem kleinen Sonnenbild, welches praktisch täglich mit dem Sonnenteleskop auf Hawaii aktualisiert wird.

Arnold Barmettler



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29.06.2002 21:20 Uhr, Arnold Barmettler

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