Sonne
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Sonnenlauf
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Aufgang |
Untergang |
| 2. Juni | 5h33m | 21h16m |
| 9. Juni | 5h30m | 21h21m |
| 16. Juni | 5h29m | 21h24m |
| 23. Juni | 5h29m | 21h26m |
| 30. Juni | 5h32m | 21h26m |
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Die Nächte um den Sommerbeginn sind kurz, und nördlich von Süddeutschland (z.B. Stuttgart), wird der Himmel nicht mehr genügend dunkel für die Astrofotografie. Die Tageslänge beträgt z.B. in Berlin fast 17 Stunden, in Zürich fast 16 Stunden. Die Sonne zeigt sich immer noch reichlich von Sonnenflecken übersäht, die immer wieder Quelle von starken Massenausstossungen sind.
Sommerbeginn am 21. Juni
Am Freitag, 21. Juni 2002 beginnt um 15:24 Uhr MESZ der astronomische Sommer.
Die Sonne erreicht dann eine Deklination von +23.439° und kulminiert an Orten mit dieser geografischen Breite am Mittag im Zenit. Die Mitternachtsonne ist an diesem Tag bis an den Polarkreis zu sehen.
Die maximale Tageslänge beträgt in Berlin 16 Stunden 50 Minuten (Zürich 15:57), die Zeit zwischen den (nautischen) Dämmerungen 21:18 (Zürich 19:09). In geografischen Breiten von Berlin steht die Sonne nicht mehr tiefer als 18° unter dem Horizont, d.h. es findet keine astronomische Dämmerung statt, dies gilt für alle Orte nördlicher als +48.56°, also ab Süddeutschland. In Zürich dauert diese für astronomische Beobachtungen sehr gut geeignete Zeit noch 1 Stunde und 55 Minuten. Für Gebiete nördlicher als Deutschalnd genügt die Dunkelheit nicht mehr für astronomische Beobachtungen.
Ringförmige Sonnenfinsternis
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Blick von der Sonne auf die
Erde während der
Sonnenfinsternis. Die Linie der ringförmigen
Finsternis verläuft über den Pazifik und erreicht das Festland nur noch kurz in Mexiko.
© A. Barmettler,
CalSKY.
Zu Neumond findet in der Nacht vom 10. auf den 11. Juni eine ringförmige Sonnenfinsternis statt, die über dem Pazifik beobachtet werden kann. Der Mond schiebt sich dann langsam vor der Sonnenscheibe vorüber. Auf dem Festland ist die Ringförmigkeit einzig auf einem nur wenige Kilometer langen und breiten Streifen an der Küste Mexikos zu beobachten. Teile von USA, Kanada und Mexiko, Südostasien, Japan und der Norden Australiens erleben eine partielle Sonnenfinsternis.
» Mehr zur ringförmigen Sonnenfinsternis vom 10./11. Juni 2002
Sonnenflecken und Polarlichter
Noch immer zeigen sich auf der Sonnenoberfläche viele Sonnenflecken, auch wenn die Sonnenaktivität nun messbar nachlässt. Die Aktivität der Sonne ist mit der Sonnenfleckenzahl korreliert. Diese Nummer berechnet sich aus der Anzahl Fleckengruppen und der Einzelflecken. Heute beträgt die Sonnenfleckenzahl 0
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Wir informieren Sie auf unseren Seiten von www.astronomie.info über mögliche Nordlichtaktivitäten, falls Nordlichter bis in den deutschsprachigen Raum sichtbar sein könnten. Hierfür ist auch unser Wap-Service sehr zu empfehlen (wap.astronomie.info)
Auch nach dem Maximum der Sonnenaktivität im letzten Sommer zeigt die Sonne sehr viele Sonnenflecken, und regelmässig werden von diesen Regionen riesige Mengen von Gasen explosionsartig ausgestossen. Diese bewegen sich teilweise auf die Erde zu. Die geladenen Teilchen regnen auf die obersten Schichten der Atmosphäre und können starke Leuchterscheinungen verursachen. Solche Nordlichter sind üblicherweise nur in hohen Breiten, nördlich des Polarkreises (bzw. südlich des Polarkreises auf der Südhemisphäre) sichtbar. Im letzten November konnten aber auch in Deutschland und der Schweiz Nordlichter beobachtet werden.
Eine Vorhersage der Nordlichtaktivität ist leider nicht exakt möglich, aber die Wahrscheinlichkeit, mit der dieses Phänomen an einer bestimmten geografischen Breite beobachtet werden kann, kann bereits recht gut berechnet werden. Falls Sie Benützer von CalSKY sind, werden Sie auf den CalSKY-Seiten automatisch gewarnt, falls von Ihrem Beobachtungsort aus potentiell Nordlichter beobachtet werden könnten. Dieser Service ist ebenfalls über unser Wap-Portal abrufbar (wap.astronomie.info). In unserem Informationsservice, welchen Sie gerade benützen, wird bei erhöhter Nordlichtaktivität auf jeder Seite oben rechts, unterhalb des Mond- und Kalenderblattes, die momentane Nordlichtaktivität und die Sichtbarkeitsgrenze für Europa eingeblendet.
Sonnenflecken erscheinen nun nicht mehr so stark gruppiert wie vor dem Maximum: Die Fleckengruppen umfassen jeweils nicht mehr so viele Einzelflecken, sind dafür aber zahlreicher.
Für die ganz sichere Beobachtung der Sonnenflecken ist eine Spezialausrüstung erforderlich. Sehr grosse Sonnenflecken können aber bereits mit Hilfe
der Sonnenfinsternisbrille, wie Sie sie vielleicht noch von der Finsternis von 1999 besitzen (ohne Kratzer, Risse oder Löcher), von blossem Auge beobachtet werden.
Schauen Sie auf keinen Fall ohne Schutz in die Sonne - auch eine gute Sonnenbrille filtert die gefährliche Strahlung nicht genügend ab.
Bei Teleskop- und Feldstecherbeobachtungen sollten Sie ausschliesslich für die Sonnenbeobachtung zugelassene Objektivfilter verwenden, und diese vor jeder Verwendung auf Risse, Kratzer oder gar Löcher kontrollieren, um eine Erblindung zu vermeiden.
Einige Sternwarten führen deshalb spezielle Beobachtungsmöglichkeiten während des Tages durch. Am besten erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer nächsten Sternwarte. Die entsprechenden Adressen finden Sie im offiziellen Verzeichnis der Schweizer Sternwarten. Ob sich ein Besuch lohnt, sehen Sie auf dem kleinen Sonnenbild, welches praktisch täglich mit dem Sonnenteleskop auf Hawaii aktualisiert wird.
Arnold Barmettler