Venus
Venus ist der hellste Stern am Abendhimmel und erreicht Anfang Monat ihre höchste Stellung über Horizont. Mit einer Helligkeit von -4mag ist sie in diesem Monat 4-5 mal heller als Jupiter. Der Abendstern steht Anfang Monat nahe bei Jupiter, von dem sie sich im Laufe des Monats entfernt und das Sternbild Krebs durchwandert.
Die Distanz zwischen den Planeten beträgt am Abend des 3. Juni weniger als 2°. Ein Vergleich im Teleskop zeigt markante Unterschiede: Der Durchmesser von Jupiter scheint 2½-mal grösser als derjenige der Venus, hingegen ist seine Flächenhelligkeit deutlich geringer.
Venus in der Abenddämmerung, dargestellt relativ zur Sonne. Die Sonne wäre jeweils 6° unter Horizont (bürgerliche Dämmerung).
© CalSKY / Barmettler.

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Merkur
Der sonnennächste Planet Merkur stand am 27. Mai in unterer Konjunktion zur Sonne, also zwischen der Erde und der Sonne. Seine grösste Elongation erreicht er bereits wieder am 21. Juni, kommt aber am frühen Morgen nicht besonders hoch über den Osthorizont zu stehen, bevor die Sonne aufgeht. In der zweiten Monatshälfte geht er rund 45 Minuten vor der Sonne auf.
Spezialisten können den kleinen Planeten am Taghimmel beobachten - im Teleskop kann dann die rasch grösser werdende Sichel gut beobachtet werden.
Merkur in der Morgendämmerung, dargestellt relativ zur Sonne. Die Sonne wäre jeweils 6° unter Horizont (bürgerliche Dämmerung).
© CalSKY / Barmettler.

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Saturn
Der Ringplanet Saturn steht am 9. Juni 2002 in Konjunktion mit der Sonne und ist deshalb unbeobachtbar. Ende Monat können geübte Beobachter ihn bereits wieder tief am Osthorizont in der Morgendämmerung ausmachen.
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Jupiter
Jupiter wird anfang Monat von der noch helleren Venus überholt und fällt anschliessend rasch zurück. Am Abend des 3. Juni stehen sich die beiden Planeten besonderns nahe und sind dann weniger als 2° voneinander entfernt.
Teleskopische Beobachtungen von Jupiter und seinen vier hellen Monden sind nicht mehr lange möglich, weil Jupiter von der Dämmerung eingeholt wird. Im Flachland wird auch die starke sommerliche Luftunruhe den Beobachtungsversuchen einen Strich durch die Rechnung machen. Seien Sie also in der Sternwarte nicht enttäuscht, wenn Sie die Jupiterscheibe nur als ausgefranstes, rasch tanzendes und unscharfes Bild sehen.
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Mars
Mars steht nach Sonnenuntergang wenig über dem Westhorizont. Er kann als Stern rechts unterhalb von Jupiter gefunden werden. Mars holt Jupiter in diesem Monat auf, bevor sie sich anfang Juli weniger als zwei Vollmonddurchmesser voneinander entfernt begegnen.
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Pluto
Der sonnenfernste Planet Pluto steht in der Nacht vom 6. auf den 7. Juni in Opposition zur Sonne und wäre dann besondern gut zu beobachten. 'Wäre' deshalb, weil der Planet mit einer Helligkeit von 13.8mag von Auge nur durch grosse professionelle Teleskope direkt beobachtet werden kann und auch nur dann, wenn die atmosphärischen Verhältnisse ideal sind. Mit fotografischen Hilfsmittel an einem mindestens 15cm grossen Teleskop ist dies einfacher möglich, v.a. mit CCD-Kameras, die speziell für astronomische Zwecke hergestellt wurden.
Aber selbst auf CCD-Aufnahmen ist es schwierig das richtige Pünktlein als Pluto zu identifizieren: Meistens sind zwei Aufnahmen nötig, die mehrere Stunden voneinander aufgenommen wurden: Der kleine Lichtfleck, der sich gegenüber den helleren Sternen bewegt hat, ist Pluto.
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Weiterführende Links
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Arnold Barmettler
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