Sonne
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Sonnenlauf
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Aufgang |
Untergang |
| 31. März | 7h07m | 19h54m |
| 7. April | 6h54m | 20h03m |
| 14. April | 6h40m | 20h13m |
| 21. April | 6h27m | 20h23m |
| 28. April | 6h15m | 20h33m |
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Im Frühlingsmonat April verlängert sich die theoretische Sonnenscheindauer um rund 100 Minuten auf Werte um 14.5 bis 15 Stunden. Noch immer zeigen sich auf der Sonnenoberfläche viele Sonnenflecken, auch wenn die Sonnenaktivität nun messbar nachlässt.
Mitte April zeigen Sonnenuhren ausnahmsweise die richtige Lokalzeit an, die Zeitgleichung ist dann null. Die Abweichungen zwischen wahrer und mittlerer Ortszeit können rund 15 Minuten ausmachen; das jährliche Minimum wurde im Februar erreicht.
Die Tageslänge verlängert sich im Laufe des Monats für Zürich von 12h50m um 94 Minuten auf 14h24m, und für Berlin von 12h59m um 114 Minuten auf 14h53m.
Polarlichter und Sonnenflecken
Auch nach dem Maximum der Sonnenaktivität im letzten Sommer zeigt die Sonne sehr viele Sonnenflecken, und regelmässig werden von diesen Regionen riesige Mengen von Gasen explosionsartig ausgestossen. Diese bewegen sich teilweise auf die Erde zu. Die geladenen Teilchen regnen auf die obersten Schichten der Atmosphäre und können starke Leuchterscheinungen verursachen. Solche Nordlichter sind üblicherweise nur in hohen Breiten, nördlich des Polarkreises (bzw. südlich des Polarkreises auf der Südhemisphäre) sichtbar. Im letzten November konnten aber auch in Deutschland und der Schweiz Nordlichter beobachtet werden.
Eine Vorhersage der Nordlichtaktivität ist leider nicht exakt möglich, aber die Wahrscheinlichkeit, mit der dieses Phänomen an einer bestimmten geografischen Breite beobachtet werden kann, kann bereits recht gut berechnet werden. Falls Sie Benützer von CalSKY sind, werden Sie auf den CalSKY-Seiten automatisch gewarnt, falls von Ihrem Beobachtungsort aus potentiell Nordlichter beobachtet werden könnten. Dieser Service ist ebenfalls über unser Wap-Portal abrufbar (wap.astronomie.info). In unserem Informationsservice, welchen Sie gerade benützen, wird bei erhöhter Nordlichtaktivität auf jeder Seite oben rechts, unterhalb des Mond- und Kalenderblattes, die momentane Nordlichtaktivität und die Sichtbarkeitsgrenze für Europa eingeblendet.

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Sonnenflecken erscheinen nun nicht mehr so stark gruppiert wie vor dem Maximum: Die Fleckengruppen umfassen jeweils nicht mehr so viele Einzelflecken, sind dafür aber zahlreicher.
Für die ganz sichere Beobachtung der Sonnenflecken ist eine Spezialausrüstung erforderlich. Sehr grosse Sonnenflecken können aber bereits mit Hilfe
der Sonnenfinsternisbrille, wie Sie sie vielleicht noch von der Finsternis von 1999 besitzen (ohne Kratzer, Risse oder Löcher), von blossem Auge beobachtet werden.
Schauen Sie auf keinen Fall ohne Schutz in die Sonne - auch eine gute Sonnenbrille filtert die gefährliche Strahlung nicht genügend ab.
Bei Teleskop- und Feldstecherbeobachtungen sollten Sie ausschliesslich für die Sonnenbeobachtung zugelassene Objektivfilter verwenden, und diese vor jeder Verwendung auf Risse, Kratzer oder gar Löcher kontrollieren, um eine Erblindung zu vermeiden.
Einige Sternwarten führen deshalb spezielle Beobachtungsmöglichkeiten während des Tages durch. Am besten erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer nächsten Sternwarte. Die entsprechenden Adressen finden Sie im offiziellen Verzeichnis der Schweizer Sternwarten. Ob sich ein Besuch lohnt, sehen Sie auf dem kleinen Sonnenbild, welches praktisch täglich mit dem Sonnenteleskop auf Hawaii aktualisiert wird.
Sonnenfleckengruppe vom 29. März 2002, 10:30
MEZ. Teleskop: Meade ETX125, Kamera: Coolpix 990.
© Marc Pesendorfer.
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Arnold Barmettler