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Venus
Venus bewegt sich in diesem Monat deutlich aus der Abenddämmerung heraus und beginnt langsam ihre Rolle als Abendstern zu spielen: Sie geht anfangs weniger als eine Stunde nach der Sonne unter und kann dann tief im Westen gesichtet werden. Ende März verschwindet sie bereits über 1.5 Stunden nach Sonnenuntergang am Westhorizont. Der Planet befindet sich aber noch einige Zeit 'hinter' der Sonne und erscheint in einem Teleskop als nur kleine Scheibe - erst in den Sommermonaten nimmt die Grösse rasch zu und wird die Phasengestalt deutlich.
Venus in der Abenddämmerung, dargestellt relativ zur Sonne. Die Sonne wäre jeweils 6° unter Horizont (bürgerliche Dämmerung).
© CalSKY / Barmettler.

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In 2 Jahren wird die Venus ein besonderes und seltenes Ereignis bieten: Sie wird am 8. Juni 2004 vor der Sonnenscheibe durchwandern. Dieses Ereignis wurde vor einigen Jahrhunderten dazu benutzt, um die Grössenordnung des Sonnensystems zu bestimmen.
» Sie erfahren bereits jetzt bei uns mehr zu diesem wichtigen Phänomen Venus-Transit, das mit vielen historischen Episoden verknüpft ist.
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Mars
Mars hält sich seit letztem Jahr wacker am Abendhimmel im Westen: Seine Untergangszeit von rund 22:30 bleibt praktisch den gesamten Monat gleich. Eigentlich verschiebt sich der gesamte Sternenhimmel täglich um fast 4 Minuten, so dass die Sterne täglich 4 Minuten früher untergehen. Dies entspricht der Bewegung der Erde um die Sonne: 360 Grad in 365 Tagen, also fast 1 Grad pro Tag. Die Erde rotiert in 24 Stunden um 360 Grad um ihre eigene Achse: dies stimmt mit diesen rund 4 Minuten überein.
Der Mars bewegt sich aber ebenfalls um die Sonne, und dies führt ihn von uns aus betrachtet von der Sonne weg. Gleichzeitig strebt er höheren ekliptikalen Breiten entgegen, und dies zusammen kompensiert gerade die Bewegung.
Trotz seiner eigentlich günstigen Stellung am Abendhimmel lohnt sich der Anblick von Mars durch ein Teleskop nicht: Er ist zu einer sehr kleinen Scheibe geschrumpft.
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Jupiter
Der Gasplanet Jupiter ist das hellste sternartige Objekt am Abend und Nachthimmel - bereits beim Eindunkeln kann er als heller Punkt nahezu am Zenit gefunden werden. Er ist das Paradeobjekt bei Sternwartenführungen - entdecken Sie die verschiedenen Wolkenbänder, die sich über den schnellrotierenden Planeten erstrecken. Seit dem 18. Jahrhundert ist ein grosses rötliches Wirbelgebiet bekannt, das Grosser Roter Fleck genannt wird. Sie können sich hier die Transitzeiten berechnen, an denen der Fleck optimal der Erde zugerichtet ist - in einem Zeitinterval eine halbe Stunde vor und nach dieser Zeit können Sie durch ein Teleskop den Grossen Roten Fleck auf Jupiter relativ gut erkennen. Leider wurde die Farbe des Grossen Roten Flecks in den letzten Monaten blasser und dessen Ausdehung kleiner - wie lange wird es noch dauern, bis dieses riesige Tiefdruckgebiet aufgefüllt ist?
» Tipp: Mit unserer Online-Software
CalSKY können Sie sich die Zeiten von Finsternissen auf Jupiter berechnen und
Simulationen anzeigen lassen. Diese Mond-Ereignisse auf der fernen Welt Jupiters können Sie an Abenden mit geöffneter Sternwarte durch ein Teleskop betrachten.
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Saturn
Der Ringplanet Saturn hat in etwa dieselbe Helligkeit wie die hellen Sterne des Wintersternbilders, in deren Gruppe er steht. Er befindet sich gerade etwas über dem Stierstern Aldebaran und bildet ein Pendant zu Castor und Pollux in den Zwillingen.
Der Anblick durch ein Teleskop ist faszinierend: Die Gaskugel schwebt wie eine Perle eingebettet in den weit geöffneten Ringen. Die Erde steht nun deutlich seitlich der Verbindungslinie Sonne-Saturn, und deshalb können wir etwas hinter den Planeten schauen - dies verstärkt noch den dreidimensionalen Effekt, den man beim Anblick dieses Himmelskörper gewinnt.
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Merkur
Merkur erreichte am 21. Februar die grösste westliche Elongation von 27°. Allerdings schneidet die Merkurbahn den Horizont bei dieser Morgensichtbarkeit flach, und so steht der Merkur nur in geringer Höhe über dem Horizont vor Sonnenaufgang. Er ist deshalb ohne technische Hilfsmittel in der ersten Monatshälfte nur schwer kurz vor Sonnenaufgang aufzufinden - nachher befindet er sich in zu geringem Winkelabstand von der Sonne.
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Arnold Barmettler
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