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Die Planeten

Jupiter und Saturn sind die unbestrittenen Glanzpunkte am Abend- und Nachthimmel – sie stehen in den höchsten Regionen der Ekliptik und hoch am Nachthimmel. Jupiter wird am 23. Februar sogar vom Mond bedeckt. Mars ist weiterhin am Abendhimmel im Westen zu sehen. Ab Ende Monat können geübte Beobachter versuchen, Venus in der Abenddämmerung aufzuspüren.

Jupiter und Saturn

Die beiden Gasplaneten Jupiter und Saturn dominieren den Abend- und Nachthimmel: Gemeinsam mit dem Stern Capella (Fuhrmann) bilden sie ein auffälliges gleichseitiges Dreieck, das gegen neun Uhr abends im Zenit steht. Eigentlich ist die Himmelsregion, in der Jupiter und Saturn in diesem Monat stehen, die reichste an hellen Sternen, doch werden sie dieses Jahr vom Glanz der Riesenplaneten überstrahlt. Beide Planeten sind praktisch stationär - sie bewegen sich nur wenige Winkelgrade im Laufe des Februars. Saturn befindet sich dabei nur 4° oberhalb (nördlich) vom Hauptstern des Sternbildes Stier (Aldebaran), der etwas lichtschwächer leuchtet, und der alle anderen Sterne überstrahlende Jupiter steht im Sternbild Zwillinge.

Jupiterbedeckung durch den Mond
In der Nacht vom 22. auf den 23. Februar steht der Mond sehr nahe beim hellen Jupiter: am frühen Morgen bedeckt er diesen sogar! Dies ist ein seltenes Schauspiel, für das es sich lohnt, in der Nacht vom Freitag auf den Samstag gegen 03:45 den Blick zum Mond zu werfen.

Im Teleskop werden Sie sehen können, wie die Jupiterscheibe langsam bedeckt wird und die Jupitermonde einer nach dem anderen hinter der gleissend hellen Mondscheibe verschwinden.
» Wir haben für Sie mehr Informationen zu diesem seltenen Ereignis zusammengestellt.

Mond bei Saturn
Am Abend des 20. Februar steht der Mond unterhalb (südlich) von Saturn. Von Nordamerika aus betrachtet bedeckt der Mond in dieser Nacht den Ringplaneten Saturn.

» Lassen Sie sich den Anblick der grossen Jupiterscheibe durch ein Teleskop in diesem Monat nicht entgehen – sein Durchmesser ist praktisch so gross, wie er überhaupt von der Erde aus betrachtet werden kann. Er wird Sie durch seine Wolkenbänder überraschen!

» Mit unserer Online-Software CalSKY können Sie sich die Zeiten von Finsternissen auf Jupiter berechnen und Simulationen anzeigen lassen.

Mars

Der rötliche Planet Mars kann nach seiner nahen Opposition von letztem Sommer immer noch am Abendhimmel gefunden werden, und geht gegen 22:30 Uhr unter. Natürlich hat sich unser äusserer Nachbarplanet Mars nun weit von der Erde entfernt. Er zeigt im Teleskop auch nur noch ein kleines Scheiben, dessen Durchmesser nur rund einen Viertel so gross erscheint wie im letzten Sommer. Es sind auch keinerlei Oberflächendetails mehr auszumachen.

Mars steht zwar im Sternbild Fische in einem Sternenfeld, welches sonst arm an hellen Sternen ist, aber die hellen Wintersterne und Planeten im Süden und Osten machen den Planeten zu einem unauffälligen Objekt. Mars kann noch bis im Juni am Abendhimmel gesichtet werden.


Venus

Unser innerer Nachbarplanet stand Mitte Januar in oberer Konjunktion zur Sonne und erscheint in der letzten Februardekade am Abendhimmel. Beobachter mit einem Teleskop werden eine kleine Scheibe der Vollvenus tief am Horizont sehen können, wobei deren Bild stark durch die Luftunruhe gestört ist.

Die Venus entfernt sich nur gemächlich aus dem Bereich der blendenden Abenddämmerung: Ende Monat beträgt die Elongation, d.h. der Winkelabstand zur Sonne, nur gerade 11°. Allerdings scheint sie mit -3.9mag sehr hell und sollte deshalb trotzdem nach Sonnenuntergang sichtbar sein. Bitte teilen Sie uns per Email mit, wenn Sie die Venus mit blossem Auge beobachten konnten!

Merkur

Merkur stand Ende Januar in Konjunktion zur Sonne und erreicht am 21. Februar die grösste westliche Elongation von 27°. Allerdings schneidet die Merkurbahn den Horizont flach, und so steht der Merkur nur in geringer Höhe über dem Horizont vor Sonnenaufgang. Er ist deshalb ohne technische Hilfsmittel unauffindbar.

Arnold Barmettler



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31.01.2002 22:40 Uhr, Arnold Barmettler

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